Giesela Meier in Diepholz verabschiedet

50 Jahre bei der Fleischerei Keßler

Giesela Meier (vorn) wurde von der Inhaberfamilie Dirk, Jara und Britta Keßler in den den Ruhestand verabschiedet.
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50 Jahre bei der Fleischerei Keßler: Giesela Meier (vorn) wurde von der Inhaberfamilie Dirk, Jara und Britta Keßler in den den Ruhestand verabschiedet.

Diepholz/Barnstorf – Früher gabs mehr Braten. Das weiß Giesela Meier aus eigener Erfahrung. 50 Jahre war die gebürtige Aschenerin in der Fleischereibranche, fast die gesamte Zeit im Diepholzer Geschäft der Barnstorfer Fleischerei Keßler. In der Filiale an der Kolksraße 13 wurde Giesela Meier jetzt – nach einem halben Jahrhundert – in den Ruhestand verabschiedet.

Dirk Keßler, seit 2015 Inhaber des 1898 gegründeten Familienbetriebes, seine Frau Britta und Tochter Jara bedankten sich bei der 65-Jährigen mit Blumen und einem Präsentkorb: „Giesela Meier war in den 50 Jahren immer sehr engagiert, einsatzbereit und zuverlässig“, bedauern die Keßlers, dass sie nun ohne die langjährige Kraft auskommen müssen.

„Nur einmal habe ich verschlafen“, lächelt die Neu-Ruheständlerin und Mutter von zwei Kindern.

1971 begann Giesela Meier ihre Lehre als Fleischerei-Facherkäuferin bei Keßler – in Barnstorf, wo sie seinerzeit wohnte. Damals war der heutige Inhaber Dirk Keßler noch nicht geboren er ist 42.

Im Jahr 1978 eröffnete der traditionsreiche Barnstorfer Handwerksbetrieb, der heute 15 Mitarbeiter hat, seine Filiale in Diepholz – und Giesela Meier wurde hier zu einer tragenden Kraft. Vorwiegend war sie im Verkauf tätig – insbesondere beim Mittagstisch, der eines großen Teil des Geschäftes von Keßler ausmacht.

„Zu meiner Anfangszeit gab es das noch nicht“, erinnert sich Giesela Meier. Neben Fleisch- und Wurstwaren waren damals nur mal Erbsen- und Linsensuppe im Angebot. Kunden der Fleischerei kauften nach ihrer Erinnerung auch mehr Wurst als heute und eben auch mehr Braten.

Heute geht es weniger um Masse. Die Menschen ernähren sich bewusster, setzen auf regionale Produkte. „Sie wollen wissen, woher das Fleisch kommt“, sagt Dirk Keßler und hat das bei der Entwicklung seines Familienbetriebes berücksichtigt.

Bereits seit den 1980er Jahren bietet Keßler neben Frischfleisch und Wurst auch eine täglich frisch zubereietet Mittagstisch-Auswahl an. In den vergangen Jahren hat der Barnstorfer Betrieb zudem sein Cateringgeschäft ausgebaut. Jetzt in der Corona-Pandemie ohne Feiern und Veranstaltungen ist dieser Geschäftsbereich weggebrochen. „Das macht 25 Prozent unseres Umsatzes aus“, sagt Britta Keßler. Die kleine Abschiedsfeier für Giesela Meier trübte das nicht.

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