Frauenselbsthilfe nach Krebs: Neues Angebot für junge Betroffene in Diepholz

Sich nicht von der Angst beherrschen lassen

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Heidrun Scholz leitet die Diepholzer Gruppe der Frauenselbsthilfegruppe nach Krebs. Mit einem neuen Angebot möchte sie nun verstärkt auch junge Frauen ansprechen.

Diepholz - „Wir versuchen, das Leben für uns neu zu gewinnen und uns nicht von der Angst beherrschen zu lassen.“ Das sagt Heidrun Scholz, Leiterin der Diepholzer Gruppe der Frauenselbsthilfe nach Krebs (FSH). Regelmäßig bietet die 68-Jährige mit ihrer Gruppe Treffen an für Menschen, die an Krebs erkrankt sind und ihren Angehörigen. Zuhören, Kontakte knüpfen, sich austauschen – damit will die Gruppe den Betroffenen helfen. Darüber hinaus will die Frauenselbsthilfe nach Krebs nun verstärkt Angebote für junge Betroffene ins Leben rufen, auch einen Gesprächskreis in Diepholz.

Wenn junge Frauen an Krebs erkranken, brauchen sie besondere Unterstützung. Häufig ist die Familienplanung noch nicht abgeschlossen oder es sind kleine Kinder zu betreuen. Außerdem ist die psychische Belastung hoch, weil die Erkrankung in jungen Jahren meist sehr aggressiv ist.

Jetzt wurde von engagierten Frauen ein bundesweites Netzwerk mit dem Namen „NetzwerkStatt Krebs – Junge Selbsthilfe“ gegründet. Initiatorin ist die FSH. „Unser Netzwerk wird jungen Betroffenen die Möglichkeit bieten, sich untereinander auszutauschen und Kontakte zu knüpfen“, beschreibt Sonja Heller, die neugewählte Sprecherin des Netzwerks, eines der Ziele. „Außerdem konzipieren wir zurzeit eine Website, die qualitätsgesicherte, an der Zielgruppe orientierte Inhalte zur Verfügung stellt“.

Heidrun Scholz zeigt sich sehr glücklich über das neue Angebot: „Wir bekommen von jungen Frauen häufig die Rückmeldung, dass ihnen altersspezifische Angebote fehlen. Hier wird das Netzwerk bestimmt sehr hilfreich sein.“

Das erste Treffen von „NetzwerkStatt Krebs – Junge Selbsthilfe“ findet von 28. bis zum 30. August in Magdeburg statt. Junge Frauen im Alter von 18 bis 49 Jahren, die Interesse an einer Teilnahme haben, können sich in der Bundesgeschäftsstelle der FSH melden (Tel. 0228/33889402 oder Mail: kontakt@frauenselbsthilfe.de). Noch gibt es ein paar freie Plätze. Die Kosten für Fahrt, Unterbringung und Verpflegung werden übernommen.

Gleichzeitig möchte Heidrun Scholz einen Gesprächskreis in Diepholz für junge Betroffene ins Leben rufen. Die ersten Treffen sind Dienstag, 30. Juni, um 10 und um 18 Uhr, im Gemeindehaus St. Nicolai, Lange Straße. Heidrun Scholz ist unter Tel. 05441/1080 zu erreichen oder per E-Mail: heidrun.46@gmx.de.

Die bereits bestehende FSH-Gruppe Diepholz trifft sich jeden zweiten Dienstag im Monat um 15 Uhr im Gemeindehaus St. Nicolai, Lange Straße.

sr

Info: Die Frauenselbsthilfe nach Krebs (FSH) ist eine der größten und ältesten Krebs-Selbsthilfeorganisationen in Deutschland. Sie verfügt bundesweit über ein dichtes Netz an regionalen Gruppen. Die Gruppentreffen stehen allen Menschen offen, die an Krebs erkrankt sind, und auch deren Angehörigen. Die Teilnahme ist unverbindlich und ohne Mitgliedsbeitrag.

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