Fünf Millionen aus Landesprogramm

Förderung für Landkreis Diepholz zugesagt: Neue Busse für Landesbuslinien

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Hannover/Landkreis Diepholz - Verkehrsminister Bernd Althusmann hat am Mittwoch erklärt, dass Niedersachsen den Öffentlichen Personennahverkehr 2019 mit 96,6 Millionen Euro fördern wird. Das entspricht einem Anstieg um 16 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Eine gute Nachricht, auch für die Region, denn: Für die Aufnahme in das Förderprogramm hatte der Landkreis Diepholz sich mit Projekten mit einem Gesamtumfang von etwa 5,3 Millionen Euro beworben. „Ich freue mich, dass erneut sämtliche von den Antragsstellern angemeldeten, förderfähigen und baureifen Projekte berücksichtigt werden konnten“, erklärt Marcel Scharrelmann, CDU-Landtagsabgeordneter, in einer Pressemitteilung.

Der Großteil der Förderung fließt in die Beschaffung von Bussen. Diese hatten Landkreis und der Zweckverband Verkehrsbund Bremen/Niedersachsen (ZVBN) im Rahmen der Vergabe der Linienbündel Diepholz Südwest und Diepholz Südost von den Betreibern gefordert. 21 Busse sind im Rahmen der Vergabe zugesichert worden. 

Förderung von Bussen und Haltestellen

5,05 Millionen Euro setzt das Land in diesem Bereich ein. Hinzu kommt separat eine Bezuschussung für einen Bus in Drebber (190.000 Euro). Geringere Summen werden in Erneuerung oder Neubau von drei Bushaltestellen in Diepholz (124.475 Euro) sowie in die Anpassung von acht Haltestellen an die Anforderungen der Barrierefreiheit oder neuer Technik in Weyhe (96.000 Euro) investiert.

Nachdem im November die Linie 150 Hoya-Bremen zu einer Landesbuslinie aufgewertet wurde, könnten 2019 drei weitere Strecken folgen - Linie 123 Sulingen-Bassum, Linie 137 Diepholz-Sulingen und Linie 138 Sulingen-Nienburg. Aber: Ob diese Aufwertung umgesetzt wird, ist unsicher. 

Start der Linien zum 1. August

Der Antrag wurde zunächst zur Einhaltung der Fristen gestellt, nun „müssen wir auch vor dem Hintergrund der Förderung schauen, ob das machbar ist und ob der Eigenanteil finanzierbar ist. Es ist gut, zu hören, dass das Land grundsätzlich die Förderfähigkeit als gegeben betrachtet“, erklärt Christof Herr, ZVBN-Geschäftsführer. 

Zufrieden zeigt sich auch Ingo Estermann, SPD-Unterbezirksvorsitzender. Seine Kreistagsfraktion hatte 2017 beantragt, zu prüfen ob eine erhöhte Taktung auch auf der Linie 138 umsetzbar sei: „Ein Erfolg würde uns sehr freuen.“

Aktuell befinden sich ZVBN, Landkreis und beteiligte Unternehmen in Gesprächen, sagt Herr. Sollten die Analysen positiv verlaufen, ist ein Start der Landesbuslinien frühstmöglich am 1. August möglich. „Ansonsten bietet sich eventuell der Fahrplanwechsel im Dezember an“, erklärt der ZVBN-Geschäftsführer.  

ml

Anspruch an Landesbuslinien

Das niedersächsische Verkehrsministerium fordert von Landesbuslinien: - Verkehr im Stundentakt, - Einsatz von 6 bis 23 Uhr an allen Wochentagen, - direkte Linie mit gesichertem Anschluss,

- Wlan, Klimaanlage, Überlandbestuhlung und ein barrierefreier Einstieg in allen Bussen.

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