Lebendiges Diepholz

Fördergemeinschaft will Arbeit auf zusätzlichen Schultern verteilen

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Bei der Jahreshauptversammlung der Fördergemeinschaft Lebendiges Diepholz diskutierten die Mitglieder die Strategie für die Zukunft.

Diepholz - Wahlen standen nicht auf der Tagesordnung bei der Jahreshauptversammlung der Fördergemeinschaft Lebendiges Diepholz, aber sie waren dennoch allgegenwärtig. Denn der Vorstand, der dort im Saal bei Laker-Wiele vor den etwa 30 Mitgliedern saß, wird sich bei der nächsten Mitgliederversammlung Anfang 2020 nicht wieder zur Wahl stellen, das bekräftigte Vorsitzender Mark Kürble.

Er selbst hatte schon im vergangenen Jahr angekündigt, im kommenden Jahr nicht wieder kandidieren zu wollen. Er wolle sich stattdessen kommunalpolitisch in Diepholz engagieren.

Darüber hinaus sei der Vorstandsjob „nicht immer vergnügungssteuerpflichtig“, meinte Kürble. Es ist eine unglaubliche zeitliche Belastung. „Wir können das nicht mehr schultern.“

Stadtfest, Weinfest, Weihnachtsmarkt, die verkaufsoffenen Sonntage und dann noch Extra-Bürokratie wie etwa die Verwaltung von Parkausweisen für die Mitgliedsbetriebe - da kommt eine ganze Menge Arbeit zusammen. Und dann müsse man feststellen, dass man beim Aufbau von Buden oder Aufstellen von Weihnachtsbäumen immer nur mit der selben Handvoll an Helfern zu Werke geht.

„Wir haben keinen neuen Vorstand in Aussicht“, brachte der Noch-Vorsitzende das Problem auf den Punkt.

Ein Versammlungsteilnehmer brachte einen hauptamtlichen Geschäftsführer ins Gespräch, allerdings wäre die Finanzierung schwer zu stemmen, das wurde deutlich.

Die Lösung könnte sein, verschiedene Arbeitsgruppen einzurichten, die sich bestimmter Themen annehmen. Das wird in der Fördergemeinschaft auch schon bei „Kunst in der City“ praktiziert und hat zur Folge, dass sich nicht mehr alle Vorstandsmitglieder um alle Veranstaltungen kümmern müssten.

Eine Idee, so waren sich die Versammelten einig, die weiterverfolgt werden soll.

Ebenfalls verbesserungswürdig sei die innere Kommunikation, wie einige Teilnehmer berichteten. Es war mehr eine spontane Idee, als Kürble eine Liste herumreichte, in der die Mitglieder nicht nur ihre aktuellen Kontaktdaten, sondern auch noch ihre Bereitschaft zum Mitarbeiten inklusive der Themenwünsche vermerken konnten.

Wie geht es jetzt weiter? Mark Kürble hat die Liste schon in Augenschein genommen, etwa 20 interessierte haben sich zu den verschiedensten Themen gemeldet, berichtete er gestern, in der Mehrheit zu den Themen Veranstaltungen und verkaufsoffene Sonntage. Er will die Interessierten „zeitnah zusammenholen“. „Ich bin gespannt, wie das läuft. Das löst allerdings immer noch nicht die Vorstands-Situation“, gab er zu bedenken.

Wer Anregungen zur Zukunft der Fördergemeinschaft hat oder sich eine Mitarbeit vorstellen könnte, möge sich bei Kürble melden.

Die Versammlung hatte begonnen mit dem Rückblick durch Schriftführerin Frauke Laging, die von zahlreichen gelungenen Veranstaltungen 2018 berichtete. Besonders gut hat sich in den Augen der Fördergemeinschaft der Weihnachtsmarkt vor dem Rathaus entwickelt. Erfreulich sei, dass so viele Vereine mit im Boot sind, sagte Kürble, die von der Teilnahme sicherlich auch profitierten.

Von einem Defizit in der Bilanz 2018 berichtete Kassenwart Maximilian Brüning. Die Rücklagen sind weiter reduziert worden. Die Rücklage habe man ja gezielt angespart, um etwas zu investieren, sagte Kürble, die Fördergemeinschaft sei ja auch kein gewinnorientiertes Unternehmen. Aber er stellte auch fest: „Wir gehen nicht ins Minus“. Denkbar sei, an Stellschrauben bei der Gänsetag-Tombola zu drehen, die der Bilanz zufolge mit einem satten Minus zu Buche schlägt.

Die Kassenprüfer Natalie Schmitz-Thomas und Christian Niehaus hatten keine Beanstandungen gegen das Rechenwerk.

Ganz gleich, wie sich die Vorstandsgespräche weiterentwickeln, die geplanten Veranstaltungen für dieses Jahr werden auf jeden Fall durchgezogen.

Als Nächstes steht der verkaufsoffene Sonntag zum Frühjahrsmarkt am 31. März an. Nach dem traditionellen Schnäppchentag am Pfingstsamstag (8. Juni) heißt es dann vom 24. bis 30. Juni wieder „Kunst in der City“ mit verkaufsoffenem Sonntag.

Am 9. und 10. August steigt das Weinfest. Für den 20. Oktober hat die Fördergemeinschaft den Grafensonntag geplant, für den 10. November den Gänsetag.

Der Diepholzer Weihnachtsmarkt auf dem Rathausmarkt vom 6. bis 8. Dezember schließt das Veranstaltungsjahr ab.

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