Flüchtlinge kommen zur Klinik Diepholz

Stelle für medizinische Untersuchungen

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Dr. Hans-Joachim Beck (Mitte), Chefarzt für Anästhesiologie und Intensivmedizin, koordiniert die Untersuchungen der Flüchtlinge in der Klinik Diepholz – unterstützt von Hygienefachkraft Silvia Loske und Dr. Farid Mokhammed, der die Angaben der Flüchtlinge aus dem arabischen Raum übersetzt.

Diepholz - An der Klinik Diepholz haben die medizinischen Untersuchungen der Flüchtlinge begonnen, die in der Übergangs-Unterkunft der Malteser am Diepholzer Fliegerhorst untergebracht sind.

20 bis 30 Menschen sollen täglich auf ihren Allgemeinzustand hin untersucht werden, berichtete Klinikverbund--Sprecher Georg Beuke. Diese Untersuchung ist laut Paragraph 62 des Asylverfahrensgesetzes vorgeschrieben.

Eigens für die Flüchtlinge wurde in einem Gebäude neben dem Diepholzer Krankenhaus an der Stüvenstraße auf dem Klinikgelände eine Untersuchungsstelle eingerichtet.

„Nun gilt es, die Untersuchungen der Flüchtlinge am Laufen zu halten“, so Brigitte Bösch, Kaufmännische Direktorin der Alexianer Kliniken Landkreis Diepholz, laut einer Pressemitteilung.

Die Einrichtung der Untersuchungsstelle erfolgte in Zusammenarbeit der Flüchtlings-Verantwortlichen im Landkreis Diepholz in der Nähe der Radiologie. „Dieses macht Sinn, da die Röntgenuntersuchung am Diepholzer Krankenhaus mit genutzt werden kann“, führt Brigitte Bösch weiter aus. Kurze Wege auf dem Klinikgelände sind auf diese Weise möglich.

Neben der direkten körperlichen Untersuchung stehen den medizinischen Mitarbeitern Geräte für weitergehende Maßnahmen zur Verfügung.

Ärzte unterschiedlicher Fachrichtungen der Alexianer Kliniken Landkreis Diepholz untersuchen die Menschen, die von den Maltesern zur Klinik Diepholz gebracht werden. Die Malteser, die die 400 Menschen fassende Landes-Aufnahmeeinrichtung am Fliegerhorst betreiben (wir berichteten mehrfach), haben die Organisation der notwendigen Untersuchungen unterstützt. Sprachliche Barrieren werden durch Übersetzer aufgehoben, die die Malteser mitschicken.

Die Kosten der medizinischen Untersuchungen trägt das Land Niedersachsen.

ej/beu

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