Fliegerhorst: Stadt Diepholz und Bundeswehr erneuern Patenschaft

Ein Zuhause für Soldaten

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Mit dem neuen Schild, das auf die Patenschaft zwischen der Stadt Diepholz und dem Waffensystemunterstützungszentrum 2 hinweist (von links): Kommandeur Oberst Olaf Stöcker, Ratsvorsitzender Hans-Werner Schwarz und Bürgermeister Dr. Thomas Schulze gestern Abend im Casino auf dem Fliegerhorst nach den offiziellen Verlängerung der Patenschaft.

Diepholz - Mit einem einstündigen Festakt im Casino auf dem Fliegerhorst haben die Stadt Diepholz und das Waffensystemunterstützungszentrum 2 der Luftwaffe gestern Abend ihre Patenschaft erneuert – und damit die fast 60-jährige Verbindung zwischen Bundeswehr und Bürgern weiterentwickelt.

Zur Unterzeichnung der Urkunde kamen alle Mitglieder des Diepholzer Rates sowie Führungskräfte der Stadtverwaltung und Vertreter der Bundeswehr zusammen. Neben vielen freundlichen Worten bekamen die Teilnehmer der Patenschafts-Erneuerung aber auch Nachdenkliches zu hören. Ein junger Offizier, der seinen Namen nicht öffentlich gemacht haben möchte, berichtete den Gästen mit sehr persönlichen Ausführungen von seinen Einsätzen in Afghanistan. Durch seinen menschlich bewegenden Vortrag wurde den Zuhörern klar, welche Gefühle Soldaten dort haben und welchen Gegebenheiten sie ausgesetzt sind. „Die ganze Familie ist im Einsatz“, erklärte der Offizier, dass der Dienst im Ausland auch Auswirkungen auf seine Frau und seinen Sohn gehabt haben.

Nach diesem ebenso informativen wie nachdenklichen Teil der Feierstunde, bei der die Osnabrücker Cellistinnen Ruth Schwarzenberger und Carolin Nagel für den musikalischen Rahmen sorgten, unterschrieben Oberst Olaf Stöcker und Dr. Thomas Schulze die neuen Patenschaftsurkunde. Die Erneuerung der 2010 geschlossenen Patenschaft war durch die Umstrukturierung der Bundeswehr und damit verbundene Umbenennung des damaligen Luftwaffen-Instandhaltungsregiments 2 in Waffensystemunterstützungszentrum 2 veranlasst.

Im Urkundentext heißt es unter anderem: „Die Patenschaft soll weiterhin dazu beitragen, dass die in vielen Jahren des Miteinanders entstandenen und gewachsenen gegenseitigen Kontakte weiterhin gepflegt und gefördert werden.“

In ihren Reden betonte sowohl Oberst Stöcker als Standortältester wie auch Bürgermeister Dr. Schulze das traditionell gute Verhältnis zwischen Stadt und Bundeswehr seit Stationierung der Luftwaffe in Diepholz 1956. Oberst Stöcker: „Diepholz ist für Soldaten ein Zuhause“

Die Patenschaft, die durch ein neues Schuld auf dem Fliegerhorst dokumentiert wird, wird gelebt. Zum Beispiel unterstützt die Bundeswehr die Organisatoren des Stadtfestes oder bot dem Heimatverein Diepholz die Möglichkeit, Exponate aus dem Schlossturm während dessen Renovierung auf dem Fliegerhorst zu lagern.

ej

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