Fliegerhorst: Ankunft der Flüchtlinge um weitere 24 Stunden verschoben

Zeit für letzte Feinarbeiten

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Hinweisschilder in mehreren Sprachen werden noch angebracht.

Diepholz - Gestern um 8 Uhr war sie bezugsfertig, die neue Flüchtlingsunterkunft an der Maschstraße in Diepholz in den vormaligen Bundeswehrgebäuden am Fliegerhorst. Für gestern waren ja auch die ersten Flüchtlinge in der vom Malteser-Hilfsdienst betreibenen Einrichtung erwartet worden, doch der Zeitplan wurde erneut umgeworfen. Aus dem Innenministerium in Hannover kam die Auskunft: „Heute nicht, morgen aber ganz bestimmt.“

So rechnen die Helfer für den heutigen Donnerstag damit, dass die ersten Flüchtlinge etwa um die Mittagszeit an der Maschstraße eintreffen.

„Wie viele Menschen kommen, wissen wir auch noch nicht genau, aber wir gehen davon aus, dass wir voll belegt werden“, sagte Diözesangeschäftsführer Ludwig Unnerstall von den Maltesern. „Voll belegt“, das bedeutet 400 Menschen. Wie viele Erwachsene, wie viele Kinder und woher sie kommen – das kann bislang noch keiner vor Ort sagen.

Unterdessen nutzten die Einsatzkräfte den zusätzlichen Tag für weitere Vorbereitungen im Detail, die technischen Anlagen wurden nochmals überprüft, Arbeiter stellten eine Kabelbrücke auf, die Flure wurden gereinigt. Hinweisschilder in zahlreichen Sprachen liegen bereit. Gelassenheit und Professionalität bestimmten das Geschehen.

Im großen Gemeinschaftszelt sind fünf Computerplätze für die Registrierung der Menschen eingerichtet. Hier bekommen sie ihren Ausweis für das Gelände, hier werden sie auf die 96 Zimmer aufgeteilt. Auch Pakete mit Zahnbürsten, Zahnpasta und Waschzubehör werden an die Neuankömmlinge verteilt.

An der Zufahrt zur Maschstraße hat ein Sicherheitsdienst Posten bezogen, niemand soll auf das Gelände, der hier „nichts zu suchen“ hat.

Bis zu 60 Helfer waren und sind täglich im Einsatz, um die Unterkunft vorzubereiten. Unnerstall ist beeindruckt von der großen Hilfsbereitschaft seines Teams. „Viele der Ehrenamtlichen haben sich mehrere Tage Urlaub genommen, um hier mitzuhelfen, das ist eine ganz tolle Sache.“ Wege sind dabei offenbar kein Hindernis: Helfer kommen beispielsweise aus Glandorf, Rhauderfehn oder Twistringen.

„Und alle sind ganz optimistisch, dass wir die Aufgabe hier gut meistern werden“, sagte Unnerstall.

sr

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