Corona-Krise

Fiebermessen in der Gruppe: Diepholzer Firma vertreibt spezielle Wärmebildkameras

Die Kamera kann die Körpertemperatur exakt messen. Fotos: Getty/de Jong
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Die Kamera kann die Körpertemperatur exakt messen.

Diepholz - Mehrere Menschen betreten gleichzeitig einen Raum. Einer davon hat Fieber – und möglicherweise eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus. Diesen Menschen mit erhöhter Körpertemperatur kann eine spezielle Wärmebildkamera auch in einer bis zu 30-köpfigen Gruppe umgehend und auf Distanz erkennen. Das Diepholzer Unternehmen de Jong Sicherheit und IT GmbH vertreibt dieses System und hat angesichts der Corona-Krise derzeit nach eigenen Aussagen eine „extrem hohe Nachfrage“.

Kunden sind auch bekannte überregionale Firmen und Institutionen. Das Messsystem ist geeignet beispielsweise für Kliniken, Lebensmittel-Logistikzentren, großflächige Produktionsstandorte, öffentliche Räume, Behörden, Flughäfen und andere Einrichtungen.

„Durch die akute Ansteckungsgefahr sind gesundheitssensible Branchen und Lebensbereiche einem erhöhten Risiko ausgesetzt. Genau hier setzten wir mit vier ausgereiften Konzepten zur kontaktfreien Fieber-Früherkennung in hochfrequentierten Bereichen an“, erklärt Geschäftsführer Paul de Jong.

Mit Wärmebild-Kameras gegen Corona-Infektionen

Es geht dabei um die professionelle Körpertemperatur-Messung mit zugelassenen und optimierten Komponenten. Moderne Wärmebild-Technologien ermöglichen eine schnelle und einfache Messung der Körpertemperatur aus der Distanz. Sie sind daher infektionssicher. Die Technik ist in der Lage, auch größere Personengruppen ohne physischen Kontakt zu messen. Paul de Jong: „Die Effizienz wird durch eine permanente Messung der eintretenden Menschenmengen um ein Fünffaches gesteigert – von etwa zwölf auf 60 Personen pro Minute. Hierdurch werden potenzielle Wartezeiten in Eingangs- und Durchgangsbereichen deutlich geringer und die Ansteckungsgefahr verringert sich.“

Die Diepholzer Firma liefert sowohl Komplett-Systeme – Screening-Terminals mit Wärmebildkameras und abgesetzten Auswertungseinheiten zur permanenten oder temporären Installation – als auch tragbare Wärmebild-Kameras mit LCD-Touchscreen.

Paul de Jong hat seit 2017 eine Firma für IT- und Sicherheitstechnik.

Ergänzend zu diesen Lösungen mit Wärmebildkameras hat de Jong eine weitere Lösung auf Basis von Infrarot-Thermal-Sensorik. Diese Sensoren bieten eine Messgenauigkeit von ± 0,2 Grad Celsius. An einem Systemgateway lassen sich bis zu 21 Infrarot-Thermal-Sensoren anschließen. Diese Lösung eignet sich ebenfalls für Bereiche, bei denen eine hohe Anzahl von Personen gleichzeitig gemessen werden müssen. Auch hier kann die Überwachung des Prozesses, die Bedienung der Systeme und die Durchführung von Maßnahmen vom Operator aus der Ferne erfolgen. Paul de Jong: „Mit diesen Konzepten einen kleinen Betrag in diesen schwierigen Zeiten leisten zu können, spornt uns an.“

Diepholzer Unternehmen hat zehn Mitarbeiter

Der gebürtige Niederländer hat sich 2016 selbstständig gemacht und 2017 in Diepholz ein Ladenlokal bezogen. Jetzt hat das Unternehmen für IT- und Sicherheitstechnik zehn Mitarbeiter und baut derzeit eine eigene Halle im Gewerbegebiet Kielweg mit Büros, Werkstatt und Nebenräumen. Dort ist auch ein Schulungszentrum für Seminare und Workshops aus den Bereichen Arbeitssicherheit, Brandschutz und Gefahrstoffe sowie Technik und Gesundheit geplant.

Paul de Jong ist seit 1998 in der Sicherheitstechnik-Branche, war Geschäftsführer und Vorstand mehrerer Unternehmen. Er kam als Angestellter nach Diepholz. Ihm und seiner Familie gefiel es so gut hier, dass er Diepholz auch für seine Selbstständigkeit wählte. De Jongs Kunden sind fast ausschließlich Firmen, er bietet aber auch Technik für Privatleute an.

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