Feuerwehr Heede: Ralf Meine tritt ab

Stabwechsel nach 24 Jahren

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Nach 24 Jahren tritt Ralf Meine (r., mit seiner Ehefrau Gunda) als Ortsbrandmeister in Heede zurück. Zu seinem Nachfolger wählte die Versammlung seinen bisherigen Stellvertreter Wolfgang Kirchhoff (l.).

Heede - Von Sven Reckmann. Große Momente brauchen ihre Zeit: Dass die Jahreshauptversammlung der Ortsfeuerwehr Heede am Samstagabend erst nach rekordverdächtigen vier Stunden geschlossen wurde, war der Tatsache geschuldet, dass es eine besondere Personalie zu würdigen gab; in der Wehr ging eine Ära zu Ende.

Nach 24 Jahren stellte sich Ortsbrandmeister Ralf Meine nicht wieder zur Wahl. „Vor 24 Jahren war ich der jüngste Ortsbrandmeister, in der Stadt – jetzt bin ich der älteste“, hatte Meine zum Abschluss seines obligatorischen Jahresberichts mit einem Schmunzeln festgestellt. Dieses Jahr sei genau der richtige Zeitpunkt für einen weiteren Schritt zur Verjüngung des Ortskommandos. Rund 600 Einsätze seien in all den Jahren zusammengekommen, summierte Meine rückblickend, der darüber hinaus den Bau des Feuerwehrhauses, die zweimalige Ausrichtung der Abschnittswettkämpfe in Heede, die Gründung des Feuerwehr-Fördervereins sowie das neue Löschfahrzeug zu den Highlights seiner Amtszeit rechnete.

Das praktische Tun habe für ihn stets im Vordergrund gestanden getreu dem Motto: „Es ist einfacher, eine Kerze anzuzünden, als sich über Dunkelheit zu beklagen.“

Als Nachfolger wählten die Versammelten einstimmig Wolfgang Kirchhoff. Dieser kennt die Wehr „aus dem Effeff“, ist ebenfalls seit vielen Jahren im Ortskommando in verschiedenen Funktionen tätig, zuletzt sechs Jahre als stellvertretender Ortsbrandmeister.

Auch diese freiwerdende Position wurde zügig neu besetzt. Ebenfalls einstimmig wählten die Versammelten Niels Oke Haase zum neuen stellvertretenden Ortsbrandmeister. Haase führt schon seit vielen Jahren erfolgreich die Jugendfeuerwehr Heede.

Ralf Meine bleibt der Wehr gleichwohl als Aktiver erhalten. Und er bleibt bis auf weiteres stellvertretender Stadtbrandmeister, weshalb Bürgermeister Dr. Thomas Schulze auch keine Verabschiedung vornehmen musste, sondern vielmehr die Werdegang Meines würdigen konnte. Nach der ersten Wahl 1992 sei Meine noch drei weitere Male wiedergewählt und vom Stadtrat bestätigt worden. „Das ist eine imposante Bestätigung Ihrer Tätigkeit“, lobte Schulze. Meine habe grundehrliches Handeln, exzellente Fachkenntnis und Souveränität auch in brenzligen Situationen bewiesen.

Zum Abschluss des Abends machten die Heeder Feuerwehrleute ihrem langjährigen Ortsbrandmeister noch ein besonderes Abschiedsgeschenk. Wie in einem großen Fotoalbum flimmerten Bilder über die Leinwand von Einsätzen, vom Übungsbetrieb, vom „Alltag“ in der Wehr, von Wettkämpfen, von der Übergabe des neuen Fahrzeugs und nicht zuletzt vom langersehnten Bau des jetzigen Gerätehauses, das 1997 eingeweiht werden konnte – immer war Meine mittendrin.

„Ich habe es gern gemacht, weil es mir Spaß gemacht hat“, sagte Meine. Mit langanhaltendem Applaus antwortete die Versammlung. Und niemand beklagte sich an diesem Abend über die „Überstunden“.

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