Lagerhalle und Betriebsleiterwohnung

Feuerbestattungsanlage Diepholz wird erweitert

Auf dieser Fläche nördlich der Feuerbestattungsanlage Diepholz an der Dieselstraße sollen eine Lagerhalle und eine Betriebsleiterwohnung entstehen.
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Auf dieser Fläche nördlich der Feuerbestattungsanlage Diepholz an der Dieselstraße sollen eine Lagerhalle und eine Betriebsleiterwohnung entstehen.

Diepholz – Olaf Kaesemeier und sein Team haben gut zu tun. Die Feuerbestattungsanlage an der Dieselstraße in Diepholz wird in Zeiten, in denen Urnenbestattungen immer mehr gefragt sind, gut ausgelastet. „Der zweite Ofen ist für 2022 geplant“, sagte der Betreiber. Diese zweite technisch aufwendige Verbrennungsanlage hatte Kaesemeier schon bei der Erstellung des Gebäudes vorgesehen und dafür Platz gelassen.

Dieser Ofen solle nicht zu einer Kapazitätserweiterung dienen, sondern als Reserve, falls der erste ausfällt, erklärte Kaesemeier.

Erweitert werden soll die Feuerbestattungsanlage in anderer Hinsicht. Olaf Kaesemeier plant den Bau einer Lagerhalle und einer Betriebsleiterwohnung auf einer Fläche nördlich des Gebäudes. Eine Lagerhalle wird für Särge, Filtermedien und Aschekapseln benötigt. Der geplante Bau der Wohnung wird so begründet: Durch die Entwicklung des Betriebes und die damit verbundenen Anlieferungen der Bestatter auch außerhalb des Schichtbetriebes und am Wochenende sei eine durchgehende Präsenz des Betriebsleiters vor Ort notwendig. Dessen Anwesenheit sei zudem durch die zeitnahen Ermittlungen der Polizei bei festgestellten Sterbefällen auch an Wochenenden erforderlich. Darüber hinaus finden Trauerfeiern und Abschiednahmen immer häufiger am Wochenende statt.

Ausschuss stimmt zu

Für den Bau von Halle und Wohnung muss die Stadt Diepholz die planungsrechtlichen Grundlagen schaffen, denn der nördlich an das Krematorium angrenzende Bereich ist bislang „gewerbliche Baufläche“. Die Stadt Diepholz muss deshalb den Bebauungsplan Nr. 95 „Dieselstraße-Nordost“ in Richtung Norden um ein Sondergebiet erweitern und den Flächennutzungsplan in eine Sonderbaufläche ändern. Dem hat der städtische Ausschuss für Stadtentwicklung, Planung und Umwelt in seiner Sitzung am Mittwochnachmittag zugestimmt. Nun muss der übergeordnete Verwaltungsausschuss darüber beschließen.

Nicht ein Störfall

Die Feuerbestattungsanlage an der Dieselstraße im Süden von Diepholz ist im Jahr 2017 in Betrieb gegangen. Vor dem Bau hatte es heftige Diskussionen gegeben. Die Befürchtungen von Bürgern waren aber wohl unbegründet: Die Einäscherung von Verstorbenen läuft bislang ohne Probleme. „Wir haben nicht einen Störfall gehabt“, so Betreiber Olaf Kaesemeier. Führungen durch die Anlage sind jeden ersten Montag im Monat um 15 Uhr. Nähere Informationen und Anmeldung unter Tel. 05441/9270700. fb-diepholz.de

Stadt verkauft Grundstück

Das 2 500 Quadratmeter große Erweiterungs-Grundstück gehört der Stadt Diepholz. Der Rat hatte mit Beschluss vom 20. Dezember 2018 die Bereitschaft zur Veräußerung an den Vorhabenträger signalisiert.

„Keine Kapazitätserhöhung“

„Mit der Bauleitplanung wird ausdrücklich keine Kapazitätserhöhung der Feuerbestattungsanlage ermöglicht; der Umfang des Krematoriums ändert sich nicht“, betonte die Stadtverwaltung in der Vorlage für die öffentliche Ausschusssitzung.. Kosten entstehen der Stadt durch das Planverfahren nicht. Der private Betreiber der Feuerbestattungsanlage trägt sie.

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