Folgen für Schützenverein Aschen und Maifeier Sankt Hülfe-Heede

Zwei große Feste erneut abgesagt

Umzug durch Sankt Hülfe beim Maifest – solche Bilder wird es pandemiebedingt auch in diesem Jahr nicht geben.
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Umzug durch Sankt Hülfe beim Maifest – solche Bilder wird es pandemiebedingt auch in diesem Jahr nicht geben.

Aschen/Heede/Sankt Hülfe – Etwa 2 500 Menschen tanzten in vergangenen Jahren in Sankt Hülfe-Heede in den Mai. Doch das weithin bekannte Maifest des traditionsreichen Schützenvereins „Maifeier von 1498“ in dem Diepholzer Ortsteil musste schon 2020 wegen der Corona-Pandemie ausfallen. Auch für dieses Jahr ist es nun abgesagt worden. Der Schützenverein Aschen hat sein Fest 2021 wegen der Corona-Lage ebenfalls gestrichen.

Das Zelt auf dem Hohen Sühn war am traditionellen Veranstaltungstag „Himmelfahrt“ auch immer ein beliebtes Ziel von (Fahrrad-)Ausflüglern.

Beide Schützenfeste zählten in der Region zu den besucherstärksten. Ein Grund ist, dass die Termine traditionsgemäß am Anfang der Zeltfestsaison liegen. Welche Auswirkung hat die erneute Absage für die veranstaltenden Vereine?

Finanzielle Einbußen noch verkraftbar

Beide müssen durch den Ausfall der Feste mit großen Einkommens-Einbußen kalkulieren, denn sie nahmen Eintritt für ihre Festzelte, was andere Schützenvereine mangels Besucherinteresses oder aus anderen Gründen schon lange nicht mehr machen. Aber beiden Vereinen wird auch die zweite Fest-Absage finanziell nicht den Boden unter den Füßen wegziehen. „Wir haben noch keine großen Probleme, auch wenn die Absage ein großes Loch reißt“, sagte Friedrich Winkelmann, Präsident des Schützenvereins Aschen, im Gespräch mit unserer Zeitung. Die Beiträge sollen nicht erhöht werden. Allerdings müssten für geplante Investitionen an der Schützenhalle – weitere Arbeiten an der Terrasse – nun etwas auf Rücklagen zurückgegriffen werden. Etwa 320 Mitglieder hat der Aschener Verein. Was Winkelmann sehr freut: „Wir haben nicht einen Austritt, obwohl das Vereinsleben derzeit wegen der Corona-Pandemie nicht stattfindet.“

„Maifeier“-Vorsitzender Ralf Müller sieht die Situation ähnlich. Auch in seinem 350 Mitglieder starken Verein reißt die pandemiebedingte erneute Absage des Maifestes ein Loch, das aber nicht existenzbedrohend ist: „Wir können die laufenden Kosten noch decken.“

Möglichkeit zum Knüpfen von Kontakten

Was beide Vereins-Chefs bedauerlicher finden als die finanziellen Einbußen sind die sozialen Folgen der Absagen. Friedrich Winkelmann: „Das betrifft das Dorfleben.“ Denn bei den Festen werden Kontakte geknüpft und gepflegt – und das über Generationen hinweg.

Ralf Müller sieht das genau so: „Wir haben zwei neue Baugebiete. Beim Maifest hätten die Neubürger Kontakte knüpfen können.“ Vielleicht klappt das ja im nächsten Jahr.

Die Absage der Feste in Sankt Hülfe-Heede und Aschen hatten die beiden selbstständigen aber partnerschaftlich zusammenarbeitenden Vereine schon im März besprochen, aber erst jetzt bekannt gegeben.

Alle Majestäten einschließlich Hofstaat haben einer Verlängerung ihrer Amtszeit um ein weiteres Jahr zugestimmt.

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