Fest im Caritas-Seniorenzentrum St. Josef an der Steinstraße

Im Sinnesgarten Geborgenheit erleben

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Der neue Sinnesgarten am Caritas-Seniorenzentrum St. Josef.

Diepholz - „Leben in Geborgenheit“ steht auf dem Informationsheft des Diepholzer Caritas-Seniorenzentrums St. Josef an der Steinstraße 18. Und was draußen draufsteht, ist auch drinnen zu finden. Jetzt noch mehr, denn das Seniorenzentrum konnte nach der 2014 vorgelegten Konzeption einen großen Sinnesgarten für seine 48 Bewohner und die Kurzzeitpflege- und Tagespflegebesucher eröffnen.

Am Sonnabend wurde der Sinnesgarten im Rahmen eines Gartenfestes bei strahlendem Sonnenschein vorgestellt.

Unter dem Titel „Sinnesgarten“ beantragte das Seniorenzentrum über Fördermaßnahmen den Ausbau des Gartens neben und hinter dem Gebäude. Was auf dem Papier aufgeführt wurde, um nach neuesten Erkenntnissen und Studien ein ausgewogenes Konzept zum Wohl der Zielgruppe zu entwerfen, lag maßgeblich mit der Einrichtungsleiterin Renate Kohake bei der Sozialarbeiterin des Hauses, Gabriele Olex.

Es wurde großzügig und nachhaltig geplant. Die Umsetzung fand nicht nur draußen mit Erdbewegungen, neu gepflasterten Rundwegen und dem Ausbau von Terrassen statt, sondern erforderte auch einen Innenumbau, um allen Bewohnern einen sicheren und barrierefreien Zugang vom Haus direkt in die Außenanlage zu ermöglichen.

Letztlich wurden über 70000 Euro gebraucht, um die ganze Anlage zu gestalten. Neben der üblichen Einplanung von Investitionsmitteln, sagte die Lotterie „Glücksspirale“ nach der Prüfung der Vorlage einen maßgeblichen Betrag zu. Der endgültige Zuschuss kann noch nicht genannt werden, ist aber sicher. Darüber ist die Caritas als Träger glücklich, aber ganz besonders die Mitarbeiterschaft mit ihren Nutzern vor Ort.

Besucher, Angehörige, Freunde des Hauses, Interessierte wie Mitglieder aus dem Hospizverein und Ehrenamtliche waren schon gespannt auf diesen in Diepholz einmaligen Garten. Ganz besonders auch die Physio- und Ergotherapeuten lobten dann den „Geh-Übungsparcours“ mit beidseitigen Handläufern, der Freiraum für unterschiedliche, individuell auf den Einzelnen abgestimmte Bewegungsmöglichkeiten eröffnet. Gerade an Demenz Erkrankte, die unter einem erhöhten Bewegungsdrang leiden, sind „ohne Ende“ auf sicherem Rundkurs, der ihre Eigenständigkeit fördert und sie dabei einiges erleben lässt. Auf Hochbeeten mit Früchten, Kräutern und Blumen werden ihre Sinne angesprochen. Es darf gefühlt, gerochen, gepflückt und probiert werden. Die Senioren erleben Freude an den blühenden Blumen, die sie als Zwiebel oder kleine Pflanze selbst gesetzt haben. Sträucher und Obstbäume auf Pflanzinseln im Parcours bieten – mit Sitzgelegenheiten ausgestattet – immer wieder Ruheplätze, um die Anlage zu genießen und Gemeinschaft zu erfahren. Wasserspiele ergänzen die Angebote. Rollstuhlfahrer und Rollatornutzer haben keine Hindernisse zu befürchten und fühlen sich in ihrem Bewegungsradius nicht eingeschränkt. Durch die Überdachung der Terrassen und natürlich gewachsenen Schutznischen kann der Garten fast uneingeschränkt in allen Jahreszeiten genutzt werden.

Die Besucher staunten und durften selbst auf den Wohlfühlparcours gehen. Dabei konnten sie sich bei einer Fuß- oder Nackenmassage entspannen, ihr Glück am Fadenspiel mit Gewinnen versuchen und sich im Schatten oder im Sonnenschein beim Kaffeetrinken oder Abendessen mit Gegrillten und frischen Flammkuchen und Getränken verwöhnen lassen.

Renate Kohake bedankte sich bei allen Mitwirkenden und besonders bei ihren Mitarbeitern für die Hilfe beim Gartenfest in ihrer Freizeit.

hb

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