Kita „Lütke Lüe“ feiert Geburtstag

Ein Fest, so bunt wie Menschen und das Leben

Seifenblasen üben immer wieder eine große Faszination aus – auch im Garten der „Lüttken Lüe“. - Foto: Brauns-Bömermann

Diepholz - Der Bürgermeister erinnerte sich an seine Kindergartenzeit und die Chefin der Lebenshilfe lobte, dass Hamburg sich von Diepholz etwas abschauen kann – und beide hatten Grüße und gute Wünsche mitgebracht zum Geburtstag der Integrativen Kindertagesstätte „Lütke Lüe“.

Die feierte am Samstag bei Sonnenschein, guter Laune, zahlreichen Gästen ihren 20. Geburtstag und ihr Frühlingsfest. Das dreistündige Vormittagsfest war bunt wie Menschen und das Leben. Die mit Leiterin Silke Krempig insgesamt 13 Mitarbeiter zauberten für die Gäste im Garten der Kita einen Spieleparcours, ein Café für die Eltern und „Das andere Musikhaus“ unter und zwischen Bäumen.

Die neue Geschäftsführerin der Lebenshilfe Grafschaft Diepholz, Annette Lüneburg, gestand den Gästen: „Ich habe vorher bei der Lebenshilfe in Hamburg gearbeitet und Hamburg bietet viel, aber eine Regelintegrationskita nicht“. Damit habe Diepholz sehr früh den Grundstein für die Integration gelegt. „Eltern sein heute ist schwierig, das weiß ich. Arbeit, Familie, Hobby und gut aussehen unter einem Hut fast unmöglich, aber egal weshalb ihr Kind zu uns kommt, wir halten Ihnen den Rücken frei. Jeden Tag, bunt und mit Struktur“. Sie war sich sicher als Chefin der Trägerinstitution, dass jedes Kind bei den „Lüttken Lüen“ unbeschwerte Kindertage verleben darf.

Bürgermeister Dr. Thomas Schulze dankte seinen Vorgängern in Rat und Rathaus, dass sie vor 20 Jahren die richtige Entscheidung für die Kita getroffen hatten. Er erinnerte sich an seine Kindergartenzeit in Osnabrück: „Schwester Maria, schwarz gekleidet, für mich unendlich groß, aber liebevoll. Wie ich stolz wie Bolle Gebasteltes nach Hause trug und an die Sandkasten-Spezialisten für Pudersand dachte“. Er habe am meisten dort im Sand gelernt: Teilen, gemeinsam spielen, Toleranz.

Nach den Grußworten lag im Garten Musik in der Luft. Mit Heiner Rusche sangen Kinder, Eltern gemeinsam Mitmachsongs unplugged zur Gitarre, erlebten den Garten in einer Polonaise. Der Koffer mit kleinen Handinstrumenten leerte sich schnell und der Kindergarten tanzte.

Der Kita-Chor sang mit Beate Hagemann, Spezialistin für Sprachförderung in „Lütke Lüe“ Zungenbrecher-Lieder. Allerdings fieberten viele Augen auf die Eröffnung der Spielestationen: Seifenblasen lassen sich nämlich so schön jagen, springen auf dem Trampolin und klettern auf dem Rutschenhügel lockten. Der Run auf „Das andere Musikhaus mit klassischen Instrumenten wie Tuba, Trompete, Flöte, Xylophon, Gitarre, Cello und Schlagzeug aber auch einer Leiter, im Baum hängenden Flaschen, Gießkannen als alternative Instrumente, war riesig. Da waren die Eltern nicht mehr zu halten und drängelten: „Ich wollte schon immer eine Tuba ausprobieren“, eine Mutter, „Lass mich doch bitte zuerst ans Schlagzeug“, ein Vater.

Das Resümee des Familienfestes: „Wir wissen, dass wir eine gute Nachfragesituation bezüglich unserer Plätze haben, das zeigt noch einmal das gut besuchte Fest heute“, Leiterin Krempig. Die Kita ist Haus der kleinen Forscher, arbeitet integrativ, pflegt die gemeinsame Erziehung aller Kinder unabhängig von Entwicklungsstand, Herkunft, Kultur oder Behinderungsgrad. - sbb

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