Ehemaliger „Moorhof“: Neues Gewerbegebiet am Stadtrand geplant

Feierhalle und Hotel mit 60 Betten

Bis 2011 stand hier, an der B214, der ehemalige „Moorhof“. Jetzt gibt es neue Pläne für das Gelände. - Foto: Reckmann

Diepholz - Der Moorhof am westlichen Ortseingang bot zuletzt ein trauriges Bild, 2011 wurde die ehemalige Gaststätte an der B 214 schließlich ganz abgebrochen. Bald könnte an diesem Platz oder in der Nähe eine neue „Feier-Halle“ entstehen. Wie berichtet plant ein Investor dort den Bau einer Veranstaltungshalle für große Feste einschließlich angeschlossener Hotelnutzung.

Daneben plant offenbar auch ein Gewerbebetrieb, dort Geschäftsräume aufzubauen. Die Stadt will nun in einem etwas mehr als 35 000 Quadratmeter großen Areal zwischen Kielweg und der B214, auf der Ostseite des Junkernhäuser Wegs, ein Gewerbegebiet ausweisen.

Mit diesen Plänen beschäftigte sich jetzt der Ausschuss für Stadtentwicklung, Planung und Umwelt.

Zu den Details des Vorhabens gab es auch in der Sitzung nicht viele neue Einzelheiten. Karsten Ciglasch vom Planungsbüro P3 sprach von einem Saal für bis zu 400 Gäste. Auf eine entsprechende Frage nach der Größe des Hotelbetriebes sagte er: „meines Wissens 60 Betten“.

Ein wesentliches Thema ist der Lärmschutz. Gutachter hätten geprüft, so Ciglasch, ob es möglich ist, eine solche Festhalle zu betreiben ohne die Nachbarn zu beeinträchtigen. Das sei machbar, berichtete er. „Die Planung ist realistisch.“

Beispielhafte Nutzungen für die Feierhalle stellen Hochzeiten mit mehreren hundert Besuchern dar, so hatte es die Verwaltung in der Sitzungsvorlage geschrieben. Ein vergleichbares Angebot in Bezug auf die Größe und Ausstattung finde sich in Diepholz bislang nicht, weshalb die Stadt die entsprechenden planungsrechtlichen Grundlagen schaffen wolle. „In Anbetracht der für ein solches Vorhaben benötigten Fläche sowie der zu erwartenden Beeinträchtigungen durch An- und Abfahrtverkehr oder auch Musikdarbietungen stehen im Innenstadtbereich keine geeigneten Grundstücke zur Verfügung. Daher soll die betreffende Fläche für gewerbliche Nutzung nutzbar gemacht werden.“

Zu einen soll dabei die planungsrechtliche Grundlage für den Bau der Hochzeits- oder Festhalle darstellen. Angesichts der guten Verkehrsanbindung sollen aber auch zusätzliche, weitgehend nutzungsoffene Gewerbeflächen ausgewiesen werden, also beispielsweise für den genannte Gewerbebetrieb.

Der Flächennutzungsplan der Stadt Diepholz stellt das Plangebiet bislang als landwirtschaftliche Fläche dar; Bebauungspläne exisistieren nicht. Daher soll im Parallelverfahren der Flächennutzungsplan angepasst und ein Bebauungsplan aufgestellt werden.

Auf der Fläche sind unterdessen in den vergangenen Wochen bereits intensive Vorarbeiten abgelaufen. So wurden dort mehrere Blindgänger aus dem zweiten Weltkrieg gefunden und unschädlich gemacht, wie Bauamtsleiter Dr. Akbar Nassery berichtet.

Ausgeklammert aus der Gewerbefläche ist eine Teichfläche mit Altbaumbestand am Westrand des Gebietes. Dieses habe Biotopcharakter, so die Planer, und solle als private Grünfläche erhalten bleiben.

Die Verkehrserschließung des Gebietes soll über den Jukernhäuser Weg erfolgen; auf Antrag der CDU sollen weitere Anfahrts-Alternativen asugelotet werden. Keine Mehrheit fand der CDU-Vorschlag, in dem Bereich auch Betriebliches Wohnen zuzulassen.

Bei einer Gegenstimme des Grünen-Vertreters und zehn Ja-Stimmen wurde der Vorentwurf in die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit und der Träger öffentlicher Belange geschickt. - sr

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