Aktionen am Grafensonntag

Fechtkunst am Schloss

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Europäische Fechtkunst zeigt eine Gruppe um den Diepholzer Thomas Goldschmidt beim Grafensonntag in zwei Vorführungen am Schloss.

Diepholz - Beim Heimatverein Diepholz laufen nach dem Rosenfest im Juni nun die Vorbereitungen für den alljährlich wiederkehrenden „Grafensonntag“ auf vollen Touren.

Am Sonntag, 15. Oktober, heißt der „Graf“ (wieder dargestellt von Georg Türke) seine Untertanen und viele Besucher aus Diepholz und dem Umland wieder in der Grafenstadt Diepholz willkommen.

Viel zu sehen gibt es, wenn „Graf Friedrich“ in seiner Kutsche mit „Frau Gemahlin“ und den „Prinzessinnen“ um 13.45 Uhr von der Schlossinsel durch die Innenstadt zum Bremer Eck fährt, um dort alle Besucherinnen und Besucher persönlich zu begrüßen. Bei seiner „Visitation“ werden ihn Bürgerinnen und Bürger in historischen Gewändern begleiten. Eingeladen sind alle Kinder, die als Prinzessinnen oder Rittersleute– in Begleitung ihrer Eltern – den Festumzug bereichern, heißt es in einer Pressemitteilung des Heimatvereins Diepholz.

Um 14 Uhr grüßt der „Graf“

Um 14 Uhr wird der „Graf“ die Gäste am Bremer Eck begrüßen und traditionell überprüfen, ob die Untertanen den „Grafengruß“ noch vollendet beherrschen. Anschließend fährt er mit seiner Kutsche zurück zum Schloss wo ob sein Gesinde – besser: der Heimatverein Diepholz – dem Volk Kaffee, Kuchen und Kaltgetränke anbietet. Der Heimatverein: „Nach seiner gräflichen Verordnung soll die Verköstigung dort bereits um 13 Uhr beginnen.“

Der Vorsitzende des Heimatvereins, Richard W. Bitter: „Wir werden dieses Jahr unseren Gästen wieder eine Besonderheit zeigen können. „Uns ist es gelungen, eine Gruppe von ,Rittern’ zu gewinnen, die uns einen Einblick in die mittelalterliche Fechtkunst präsentiert.“

Bei der Gruppe handelt es sich um den Diepholzer Thomas Goldschmidt und seine „Waffengefährten“, die ein ungewöhnliches Hobby haben. Sie haben die europäische Fechtkunst mit dem Schwert anhand alter Quellen studiert und versuchen, diese nachzustellen.

Fechtkunst nicht unbedingt brutal 

Entgegen der landläufigen Meinung bestand die europäische Fechtkunst nicht aus brutalem Aufeinander-Einschlagen, sondern war ein äußerst durchdachtes und sehr effektives Kampfsystem, das vermutlich auch im heimischen Militärwesen eine enorme Bedeutung hatte. Schließlich war das Diepholzer Schloss mit seiner Schutz- und Trutzburg ein Zentrum der regionalen Machtausübung. Dazu gehörten auch der Umgang und die Handhabung des Schwertes.

Um 15 und um 16 Uhr gibt es am Grafensonntag Vorführungen dieser mittelalterlichen Fechtkunst.

Dabei werden die wackeren Streiter ihr Können in Zeitlupe und in Echtkampfgeschwindigkeit präsentieren, sodass die Zuschauer das Geschehen gut verfolgen können. Zwischendurch wird die Gruppe um Thomas Goldschmidt die unterschiedlichen Waffen erklären.

Schlossturm öffnet Türen

Eine weitere Attraktion ist der geöffnete Schlossturm. Er darf – wie im letzten Jahr – mit geführten Gruppen bestiegen werden. „Wir freuen uns sehr, dass dieses Angebot in diesem Jahr wieder gemacht werden kann und uns die Feuerwehr Diepholz als Brandwache dabei tatkräftig unterstützt“, teilte Heimatvereins-Vorsitzender Richard W. Bitter mit: „So können wir den Besuchern aus nah und fern wieder eine Besteigung unseres historischen Aussichtsturmes mit Erläuterungen anbieten. Wir hoffen, es werden viele Besucher das Angebot nutzen, einen Blick über Diepholz und seine Umgebung zu werfen.“

Die Angebote des Heimatvereins Diepholz rund um das Schloss finden in der Zeit von 13 bis 17 Uhr statt.

Die Geschäfte in der Diepholzer Innenstadt sind am Grafensonntag, 15. Oktober, nachmittags von 13 bis 18 Uhr geöffnet.

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