Famila-Vertreter erläutern Pläne für neuen Markt in Diepholz

60 neue Arbeitsplätze

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Mit den Plänen für den Famila-Markt in Diepholz: Christian Lahrtz, Geschäftsführer von Famila-Nordost, und Dr. Susanne Will, Prokuristin der Bartels-Langness Handelsgesellschaft (Kiel), zu der Famila-Nordost gehört.

Diepholz - Von Eberhard Jansen. „Wegen uns ist noch keine Innenstadt pleite gegangen“, lächelt Christian Lahrtz. Der smarte Geschäftsführer von Famila-Nordost und Dr. Susanne Will, Prokuristin der Bartels-Langness Handelsgesellschaft (Kiel), zu der das Unternehmen mit 82 Märkten gehört, sehen einen Bedarf für den 3500 Quadratmeter großen Famila-Markt östlich des Diepholzer Bahnhofs. Gestern erläuterten sie im Hotel Castendieck die Pläne.

Vor Monaten hatten sie bereits im Rathaus das Vorhaben öffentlich vorgestellt. In den letzten Wochen war in Diepholz die Diskussion über diese Famila-Pläne heftiger geworden. Unter anderem initiierte Stephan Immega – Inhaber des E-Centers, des bislang einzigen Marktes dieser Größe in der Kreisstadt – eine Unterschriftenaktion.

Es sei nicht ungewöhnlich, dass sich Edeka gegen aufkommende Konkurrenz wehre, erklärten die Famila-Vertreter und betonten: „Wir sind kein Konzern, sondern ein Familienunternehmen.“

Auch Famila-Nordost (nicht zu verwechseln mit Famila-Nordwest, das zur Bünting-Gruppe in Leer gehört und unter anderem die Märkte in Vechta und Damme betreibt) habe Produkte von Anbietern der jeweiligen Region im Programm. Das Sortiment würde den örtlichen Gegebenheiten und dem schon vorhandenen Angebot angepasst.

In Diepholz werde Famila etwa 60 neue Arbeitsplätze schaffen – davon wie in allen Famila-Häusern mindestens 80 Prozent sozialversicherungspflichtig, kündigte Geschäftführer Christian Lahrtz an: „Wir zahlen nach Tarif, bieten Urlaubs- und Weihnachtsgeld und haben überall Betriebsräte.“

Acht Millionen Euro wolle Famila in den Bau des modernen Diepholzer Marktes investieren. Die Bartels-Langness Handelsgesellschaft bleibe Eigentümer der Immobilie und betreibe den Markt selbst. Auf dem Gelände sollen nach aktuellen Plänen 227 Parkplätze entstehen – davon etwa 100 überdacht.

Der ursprünglich für den nördlichen Teil des Grundstückes am Groweg geplante Elektro-Fachmarkt ist vom Tisch. Für diesen Bereich gibt es bislang keine neuen Planungen. „Wir bauen kein Einkaufszentrum“, betont Christian Lahrtz.

Für Prokuristin Dr. Susanne Will ist die Versorgungsquote von 130 Prozent, die in einem Gutachten genannt wurde, nicht zu hoch: „Als Mittelzentrum hat Diepholz auch eine Versorgungsfunktion für die umliegenden Orte.“ Die Quote habe vor einigen Jahren bei 160 Prozent gelegen, doch umliegende Städte hätten inzwischen aufgeholt.

Seinen 82. Markt hat Familia-Nordost vor gut zwei Jahren in Osterholz-Scharmbeck eröffnet. Es gebe solche Märkte aber auch in deutlich kleineren Kommunen. „Die Politiker vor Ort sagen uns, dass wir ein echter Zugewinn sind“, berichtet Christian Lahrtz: „Wir sind der Überzeugung, dass Diepholz das gut gebrauchen kann.“

Noch gibt es keine abschließende Entscheidung der Diepholzer Politik. Lediglich das Planverfahren läuft.

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