Zwei GFS-Schüler im Finale des Bundeswettbewerbs Künstliche Intelligenz

„Faike“ erkennt falsche Nachrichten

Ihr System „Faike“ erkennt „Fake News“ – also falsche Nachrichten: Damit sind die Diepholzer GFS-Schüler Ole Woyciniuk (links) und Johannes Luber ins Finale des Bundeswettbewerbs Künstliche Intelligenz gekommen. Abschluss des Wettbewerbs ist am Samstag.
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Ihr System „Faike“ erkennt „Fake News“ – also falsche Nachrichten: Damit sind die Diepholzer GFS-Schüler Ole Woyciniuk (links) und Johannes Luber ins Finale des Bundeswettbewerbs Künstliche Intelligenz gekommen. Abschluss des Wettbewerbs ist am Samstag.

Diepholz – Mit „Faike“ ins Finale: Zwei Schüler des Diepholzer Gymnasiums Graf-Friedrich-Schule (GFS) haben ein System entwickelt, das falsche Nachrichten – „Fake News“ – erkennt. Im Bundeswettbewerb Künstliche Intelligenz kamen Ole Woyciniuk und Johannes Luber damit unter die besten zehn Teams und hoffen nun auf einen Preis.

„Faike“ (die Zusammensetzung aus „fake“ – falsch und AI/Artifical Intelligenz – KI/Künstliche Intelligenz) widmet sich dem zunehmenden Problem der „Fake News“. „Dabei haben wir eine Künstliche Intelligenz programmiert, die anhand des Textes einer Nachricht sehr treffsicher erkennen kann, ob es sich um eine wahre oder eine falsche Nachricht handelt“, erklären Ole Woyciniuk und Johannes Luber. Bislang geht das nur in Englisch, aber das Umprogrammieren in andere Sprachen sei grundsätzlich kein Problem. Das Ergebnis – wahr oder falsch – wird in Prozent angezeigt.

Der Abschluss des Bundeswettbewerbs Künstliche Intelligenz (BWKI) ist am Samstag, 14. November, ab 18 Uhr live im Internet auf Youtube zu sehen. Die beiden Diepholzer Finalisten: „Da alle Zuschauer die Möglichkeit haben, über einen Publikumspreis abzustimmen, würden wir uns freuen, wenn viele zuschauen und für unser Projekt stimmen.“

Die jungen Diepholzer Computer-Fans Ole Woyciniuk (18) und Johannes Luber (17) haben Erfahrungen mit Wettbewerben. Sie haben schon am Bundeswettbewerb Informatik teilgenommen und für „Jugend forscht“ einen Upload-Filter entwickelt.

Durch die in der Corona-Krise aufkeimenden Verschwörungstheorien und die vom US-Präsidenten Donald Trump verbreiteten Fake News kamen sie auf die Idee, sich für den Schüler-Bundeswettbewerb Künstliche Intelligenz mit Thema Falschnachrichten zu beschäftigen. Ihr Ergebnis „Faike“ präsentierten sie der Jury in einem Video – und kamen ins Finale.

Am Bundeswettbewerb Künstliche Intelligenz, der vom Kompetenzzentrum für Maschinelles Lernen in Tübingen ausgeschrieben wird, sind Schülerinnen und Schüler ab 13 Jahre mit einem selbst entwickelten Projekt rund um das Thema maschinelles Lernen teilnahmeberechtigt. In diesem Jahr haben mehr als 2 000 Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Interessierte die Angebote des BWKI wahrgenommen, so eine Pressemitteilung der Veranstalters. In einem kostenfreien Online KI-Kurs wurden den Teilnehmern Grundlagen der Künstlichen Intelligenz vermittelt, und eine wöchentliche Programmieraufgabe gab die Chance, während der Corona-bedingten Schulschließungen die eigenen Programmierkenntnisse zu vertiefen.

Mehr als 150 Schüler haben ihre Projektideen beim Wettbewerb eingereicht. Während die Finalisten aus Diepholz das Fake-News-Erkennungssystem entwickelt haben, können andere Wettbewerbsbeiträge Blattkrankheiten an Weinreben bestimmen oder gesprochene Worte durch Lippenlesen für gehörlose Menschen in einen geschriebenen Text übersetzen. Zudem wurden Prototypen wie ein intelligenter Blindenstock oder ein smarter Futterapparat für den heimischen Hühnerstall entwickelt.

Die Preise vergibt am Samstag eine hochkarätig besetzte Jury. Ihr gehören an: Dr. Ranga Yogeshwar (Wissenschaftsjournalist), Julian Janssen (TV-Moderator), Dr. Sibylle Anderl (Wissenschaftsjournalistin, FAZ), Dr. Philip Häusser (Physiker, Fernsehmoderator, Webvideoproduzent), Dr. Ute Wilhelmsen (Meeresbiologin), Dr. Suzanna Randall (Astrophysikerin, Astronautin), Prof. Christiane Zarfl (Universität Tübingen), Christoph Röscher (Bosch Center of Artificial Intelligence), Dr. Nina Gaissert (Expertin für Bionik, Festo), Prof. Dr. Matthias Bethge, Dr. Wieland Brendel (Initiatoren des Wettbewerbes, Universität Tübingen), Prof. Dr. Bernhard Schölkopf (Initiator des Wettbewerbes, Max Planck Institut für Intelligente Systeme).

Live im Internet

Ab 18 Uhr werden die Projekte der diesjährigen Finalisten des Bundeswettbewerbs Künstliche Intelligenzam Samstag, 14. November, in einer Livesendung im Internet vorgestellt. Der Link zu dem YouTube-Livestream lautet https://youtu.be/gpNNUA7R4KM. Die Jury verkündet die Gewinner und ehrt die KI-Schule des Jahres. Über die Vergabe des Publikumspreises entscheiden die Zuschauer durch eine Live-Abstimmung.

Weitere Infos

www.bw-ki.de

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