Baubeginn in Aschen

Fachwerk-Halle für das Heimatmuseum

Die Stiftung von Heinz und Anna von Döllen unterstützt nicht nur den Bau der Halle im Aschener Heimatmuseum, sondern auch Kulturgut-Projekte in Goldenstedt. Rechts: Der Aschener Heimatvereins-Vorsitzende Werner Schneider. Foto: Jansen
+
Die Stiftung von Heinz und Anna von Döllen unterstützt nicht nur den Bau der Halle im Aschener Heimatmuseum, sondern auch Kulturgut-Projekte in Goldenstedt. Rechts: Der Aschener Heimatvereins-Vorsitzende Werner Schneider.

Aschen - Mit einem Radlader wurde Sand für die Bodenbefestigung verteilt: Im Heimatmuseum Aschen startete am Samstag der Bau der neuen Ausstellungshalle. Auf insgesamt 300 Quadratmetern wird der Heimatverein Aschen darin auf zwei Etagen Ausstellungsstücke aus Leben und Landwirtschaft in früheren Zeiten museumsgerecht und informativ präsentieren können.

Das neue Fachwerkgebäude mit einer Grundfläche von 13 mal 16 Metern soll bereits Ende Juli fertig sein. 200 000 Euro sind als Kosten veranschlagt. 73 Prozent Zuschuss gibt es über das Dorfentwicklungsprogramm für die Diepholzer Ortsteile Aschen, Heede und Sankt Hülfe. Bauherr ist der Heimatverein Aschen. Die Anna und Heinz von Döllen-Stiftung unterstützt das Museumsprojekt.

Diese Stiftung des in Aschen wohnenden Ehepaares von Döllen engagiert sich auch in Goldenstedt, wo Heinz von Döllen aufgewachsen ist. Nachdem er mit einer Firma im westfälischen Schwerte beruflich sehr erfolgreich gewesen war, kehrten er und seine Frau vor etwa zehn Jahren nach Aschen zurück, wo sie ein Haus besitzen, und engagieren sich seitdem für den Erhalt von Kulturgut in der Region.

In Goldenstedt hat die Stiftung zwei große Projekte maßgeblich finanziert: Den Ringwall Arkeburg und das Industriedenkmal Bredemeyers Hof. Beides ist durch Mittel der von Döllen-Stiftung saniert und für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht worden.

Damit ist das Engagement des Ehepaares von Döllen in der Region aber nicht zu Ende. Für die Arkeburg finanziert die Stiftung den Bau eines „Sachsenhauses“. Nach historischen Vorbildern entsteht in der Anlage ein Haus, wie es zur Zeit der Sachsen mit ihrem Anführer Widukind im achten Jahrhundert üblich war: Ein Fachwerkgebäude mit runden ungesägten Balken, Wänden aus Lehm auf Weidengeflecht und eine Dacheindeckung aus Reet und Heide. Auch für dieses Gebäude haben die Bauarbeiten begonnen. „Das wird ein Schmuckstück, das aber auch etwa 200 000 Euro kostet“, sagt Heinz von Döllen. Finanziell und tatkräftig wollen sich Privatpersonen und Geschäftsleute an dem Sachsenhaus-Projekt beteiligen, die der gelernte Zimmermann Heinz von Döllen kontaktiert hat. Neben dem Sachsenhaus entsteht in der Arkeburg noch ein hölzernes Tor.

Die Erdarbeiten für die neue Ausstellungshalle im Heimatmuseum Aschen haben am Samstag begonnen.

Die Arkeburg hatte Herzog Widukind vor 1 200 Jahren zum Schutz gegen die Bedrohung durch die christlichen Franken unter Karl dem Großen gebaut. An Widukind (auch Wittekind genannt) erinnert eine große Holzfigur am Eingangsbereich der Arkeburg. Im neuen Sachsenhaus sollen sich Gruppen und Schulklassen zunächst treffen, um vor dem Rundgang grundsätzliche Informationen zu den Sachsen und der Arkeburg zu bekommen.

Auf Bredemeyers Hof finden regelmäßig Veranstaltungen statt. Die nächsten im Programm mussten allerdings wegen der Corona-Krise abgesagt werden. Auch das Heimatmuseum Aschen hat wegen der Corona-Pandemie bis 30. April geschlossen.

Wer sich noch an dem Projekt „Sachsenhaus“ beteiligen möchte oder Fragen hat, kann unter Tel. 0174/3157985 oder per E-Mail anmeldung@von-doellen-stiftung.de Kontakt zum Ehepaar von Döllen aufnehmen.

Internet

www.von-doellen-stiftung.de

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Der Blauregen hat viel Kraft

Der Blauregen hat viel Kraft

Wandern, Waldbaden und Wellness in Bad Steben

Wandern, Waldbaden und Wellness in Bad Steben

Barock und Bio im Bliesgau

Barock und Bio im Bliesgau

Kampf gegen Corona: Italien verlängert Ausgangsverbote

Kampf gegen Corona: Italien verlängert Ausgangsverbote

Meistgelesene Artikel

Physiotherapeuten arbeiten weiter: Wir sind keine Massagepraxen“

Physiotherapeuten arbeiten weiter: Wir sind keine Massagepraxen“

Vier DHL-E-Autos brennen aus: Löscharbeiten schwierig

Vier DHL-E-Autos brennen aus: Löscharbeiten schwierig

Coronavirus trifft Veranstaltungen in Syke: Absage-Welle setzt sich fort

Coronavirus trifft Veranstaltungen in Syke: Absage-Welle setzt sich fort

Wendiger Flitzer für schwieriges Terrain

Wendiger Flitzer für schwieriges Terrain

Kommentare