Fachausschuss diskutiert über Funktionsgebäude am Mühlenkampstadion

Neue Umkleidekabinen: Der Anbau ist noch zu teuer

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An die Nordseite des bestehenden Umkleidekabinen (mit Vordach) sollte das neuen Funktionsgebäude angebaut werden, so hatte es der Verwaltungsausschuss vorgegeben.

Diepholz - „Das ist Murks, das ist Mist. Ich bin maßlos enttäuscht!“ SPD-Ausschussmitglied Manfred Albers machte seinem Ärger Luft bei der jüngsten Sitzung des städtischen Ausschusses für Familien, Sport und Kultur. Es ging um das Thema Sportstätten, um das Mühlenkampstadion und um das erklärte Ziel der Politik, dort ein neues Funktionsgebäude zu erstellen. Das Wie und Wo bleibt ungeklärt.

Im Juni dieses Jahres hatte der Verwaltungsausschuss beschlossen, den Bau eines neuen Funktionsgebäudes als Anbau an die bisherige Außenkabine in Richtung Norden zu realisieren, dort ist bislang der Durchgang zwischen Pausenhof und Sportplatz.

Die Verwaltung hatte dazu zwei Planungsalternativen entwickelt, die allerdings bei Albers die oben beschriebene Reaktion hervorrief. Man habe im Moment sechs Umkleidekabinen. Mit dem Konzept bekomme man vier neue dazu, verliere aber zwei durch den Umbau. „Unterm Strich zwei Kabinen mehr für 500000 bis 600000 Euro – wer dem zustimmt, der kann sich mit der Sache nicht auseinandergesetzt haben“, schimpfte Albers.

Aber auch in der Gruppe CDU/FDP sah man noch Beratungsbedarf. „Dafür kann ich meine Hand nicht heben“, sagte Wilhelm Reckmann (FDP), der mit der geplanten Raumaufteilung rund um die Heizungsanlage nicht einverstanden war.

Bauamtsleiter Dr. Akbar Nassery verteidigte den Entwurf, der die Wünsche der SG-Verantwortlichen aufgreife.

Albers zog einen Antrag der SPD hervor, der Ende Juni in den Beratungen noch gescheitert war.

Er sieht ein freistehende Funktionsgebäude an der Nordwest-Seite der Halle vor, das mit einem Gang an das bestehende Gebäude angedockt wäre.

Hans-Ulrich Püschel (CDU) erinnerte daran, dass man diese Lösung nicht allein auf städtischem Grund realisieren könne.

„Wir wollen einen direkten Anbau, davon rücken wir nicht ab“, stellte Heide-Anna Friedrichs für CDU/FDP klar.

Schließlich stimmte der Ausschuss mit Mehrheit für einen Antrag der Gruppe CDU/FDP: die Verwaltung soll den Anbau-Vorschlag noch überarbeiten mit der Maßgabe, den Finanzrahmen strikter einzuhalten, wobei die Akteure der SG Diepholz als Hauptnutzer (weiterhin) einzubeziehen sind.

Auch bei der Sitzung des Stadtrats einen Tag später kam das Thema auf die Tagesordnung. Rita Windhorst (parteilos) stellte den Antrag, der Rat möge das Thema an sich ziehen. „Bei dieser Summe soll der Rat entscheiden“, sagte Windhorst, es gehe um Steuergelder und um Transparenz.

SPD und Grüne folgten der Argumentation, CDU und FDP sahen keinen Grund für eine Rats-Entscheidung. Das Thema werde im Ausschuss öffentlich diskutiert und jeder könne sich in der Diskussion beteiligen. Der Windhorst-Antrag wurde abgelehnt.

sr

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