Diepholzin bei ZDF-Sendung

„Bares für Rares“: 200 Euro für Omas Schreibtisch-Utensil

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Horst Lichter moderiert „Bares für Rares“

Diepholz - Doppelt so viel Geld wie vom Experten geschätzt und viermal so viel wie ursprünglich erwartet: 200 Euro hat Brigitte Splanemann in der ZDF-Sendung „Bares für Rares“ für ein etwa 130 Jahre altes Schreibtisch-Utensil aus Eisenguss bekommen. Die Diepholzerin freute sich nicht nur über den Verkauf, sondern machte auch bei der Aufzeichnung der Sendung in Pulheim bei Köln neue Erfahrungen.

Das „doppelte Tintenfässchen mit Teufelsfratze“, wie Moderator Horst Lichter das gusseiserne Kunstwerk bezeichnete, stammt aus dem Haushalt der Großmutter ihres Mannes, berichtete Brigitte Splanemann.

Antiquitäten-Experte Sven Deutschmanek klärte in der Sendung auf: Das sei kein „doppeltes Tintenfässchen“. Der zweite Behälter, in dem früher auch ein Glaseinsatz war, diente zur Aufbewahrung von Sand, mit dem die Tinte auf dem Papier getrocknet wurde. Die Hörner des Maskarons („Fratzengesicht“) waren eine Ablage für die Federhalter. In einer Muschel des Utensils konnten die Federn abgelegt werden. Solche Utensilien seien in den Jahren um 1880/1890 gebräuchlich und damals recht teuer gewesen, erklärte Deutschmanek: Splanemanns Eisen-Kunstguss habe einen Wert von etwa 80 bis 100 Euro.

Einer der Händler im zweiten Teil der Antiquitäten-Show sah in dem Schreibtisch-Utensil italienischen Stil. Brigitte Splanemann musste nicht lange verhandeln. Einer der Händler gab ihr 200 Euro. Das war viel mehr, als die 66-Jährige erwartet hatte.

„Schöne Tage in Köln gemacht“

„Die Sendung wurde Anfang Oktober aufgezeichnet“, berichtete Brigitte Splanemann, die vor ihrer Pensionierung Leiterin des Schulkindergartens an der Diepholzer Mühlenkampschule war, im Gespräch mit unserer Zeitung: „Mein Mann und ich haben uns schöne Tage in Köln gemacht.“ Im August hatte sich die Sozialpädagogin beim ZDF beworben. Brigitte Splanemann erlebte, wie aufwendig Fernsehproduktionen sind: Für die Acht-Minuten-Sendung wurde von 9 bis 13.30 Uhr aufgezeichnet. „Bares für Rares“ sieht sie jetzt mit anderen Augen.

Im Fernsehen lief die Sendung bereits am 29. Januar. Sie ist aber noch bis zum 29. April im Internet zu sehen: in der Mediathek des ZDF

ej

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