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Gaspreis: 207 Euro mehr im Monat – „ganz schön happig“

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Von: Eberhard Jansen

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Die Gaspreise steigen weiter – ebenso die Strompreise. Die Stadtwerke Huntetal machen da keine Ausnahme, sind aber im Vergleich mancher Tarife noch günstig.
Die Gaspreise steigen weiter – ebenso die Strompreise. Die Stadtwerke Huntetal machen da keine Ausnahme, sind aber im Vergleich mancher Tarife noch günstig. © Jansen

Die Energieversorger heben die Strom- und Gaspreise auf breiter Front an. Die Stadtwerke Huntetal machen da keine Ausnahme, sind aber im Vergleich mancher Tarife noch günstig.

Diepholz – Nicht nur die Gaspreise steigen, ebenso die Preise für Strom. Das gilt auch für Kunden der Stadtwerke Huntetal. Zum 1. Mai hat der heimische Energieversorger seine Preise für Strom in der Grundversorgung angehoben, bleibt damit aber immer noch relativ günstig.

Massive Erhöhungen können auf Kunden zukommen, die langfristige Lieferverträge wie „Strom ideal“ oder „Erdgas ideal“ mit Laufzeitbindung haben. Ein Diepholzer berichtete unserer Zeitung, dass er ab 1. Juli für Strom und Gas zusammen 207 Euro mehr im Monat zahlen müsse: „Ganz schön happig!“

Strom- und Gaspreise steigen: Bestandskunden in Grundversorgung zahlen ab Mai mehr

Für Bestandskunden der Stadtwerke, die in der Grundversorgung ohne lange Laufzeit sind, wurde zum 1. Mai der Strom-Arbeitspreis um sieben Prozent erhöht – auf jetzt 35,58 Cent pro Kilowattstunde. Der Verbrauch in der Grundversorgung Gas ist seit 1. Mai um zwölf Prozent pro Kilowattstunde teurer. Der Grundpreis blieb jeweils unverändert.

„Nach unserer Einschätzung zu aktuellen Marktbedingungen planen wir im Interesse unserer Kunden, 2022 keine erneute Preiserhöhung der Grundversorgung vorzunehmen“, teilten die Stadtwerke Huntetal auf Nachfrage unserer Zeitung mit.

Die Stadtwerke arbeiten nach eigenen Aussagen an Lösungen, dass sie für Strom- und Gaskunden wieder neue Laufzeittarife über zwölf Monate als Alternative zur Grundversorgung anbieten können: „Aktuell haben wir weiterhin keine Laufzeittarife online.“ Bei diesen Tarifen gilt für beide Seiten – Kunde und Versorger – der anfangs vereinbarte Tarif bis zum Ende der Laufzeit. Allgemeine Preisschwankungen – sowohl nach oben als auch nach unten – wirken sich für den Kunden während dieser Zeit nicht aus. Nach Ende der Laufzeit passen die Stadtwerke den bestehenden „Ideal“-Tarif den jeweils aktuellen Gas- beziehungsweise Strompreisen an. Dann hat der Kunde in der Regel ein Sonderkündigungsrecht.

Grundversorgungstarife mit Frist für Kündigung von 14 Tagen

Die Grundversorgungstarife der Stadtwerke können täglich mit einer Frist von 14 Tagen gekündigt werden. Sie sind im Vergleich zu anderen deutschen Energieversorgern günstig. „Aktuell verzeichnen wir einen geringen Zuwachs in den Grundversorgungstarifen Strom und Gas“, so die Stadtwerke Huntetal über die Kundenzahl-Entwicklung.

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Macht es Sinn, dass die Stadtwerke den Strompreis zum 1. Mai erhöht haben, wenn der Preis durch den Wegfall der EEG-Umlage schon zum 1. Juli wieder angepasst werden muss? „Im Interesse unserer Kunden haben wir die Preisanpassung aufgrund der Marktbewegungen vorgenommen“, erklärt der heimische Energieversorger. Auf den Wegfall der EEG-Umlage sei bereits bei der Anpassung entsprechend hingewiesen worden, um zusätzlichen Mehraufwand zu vermeiden.

Die Umlage nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) finanziert den Ausbau von Ökostrom-Anlagen. Sie beträgt derzeit bei den Stadtwerken Huntetal pro Kilowattstunde Strom rund 3,7 Cent.

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