Erster „Runder Tisch“ im Rathaus / Bis Ende Januar 100 weitere Asylbewerber

Ziel: Hilfe für Flüchtlinge in Diepholz koordinieren

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Im Rathaus kamen Vertreter von Behörden. Initiativen und Organisationen zum ersten „Runden Tisch Flüchtlingshilfe“ zusammen, zu dem die Stadt Diepholz eingeladen hatte.

Diepholz - Die Stadt Diepholz hat im Rahmen eines „Runden Tisches“ einen Austausch und eine Koordination der Unterstützungen für Flüchtlinge im Stadtgebiet initiiert. Damit möchte sie die Hilfe für die betroffenen Menschen möglichst wirksam und zielführend gestalten.

Die Auftaktveranstaltung dieses „Runden Tisches“ fand am Dienstagnachmittag im Sitzungssaal des Rathauses statt, berichtete gestern die Stadt in einer Pressemitteilung (die Presse war zu der Veranstaltung nicht eingeladen). Teilnehmer waren etwa 20 Vertreter von Behörden, Organisationen, Vereinen und Initiativen.

Die Zahl der asylsuchenden Menschen steigt kontinuierlich, so dass engagierte Helfer immer willkommen sind. Neben Sach- und Geldspenden ist genauso „Zeit“ eine besondere Spende: Zeit, um die Flüchtlinge in das Diepholzer Stadtleben zu integrieren, sei es beim Einkaufen oder bei der Freizeitgestaltung, heißt es in der Pressemitteilung weiter.

Um eine wirksame und zielführende Zusammenarbeit sicherzustellen, wurden die ehrenamtlichen Helfer nun erstmals an einen Tisch geholt.

„Jeder hat seinen Aufgabenbereich vorgestellt, damit die Zusammenarbeit Hand in Hand laufen kann“, erklärte Fachdienstleiter Florian Marré.

„Durch die Begleitung der Neubürger von Anfang an wird eine Willkommenskultur geschaffen. Wir lassen die Asylsuchenden in ihrer neuen fremden Lebenssituation nicht allein, sondern geben ihnen praktische Hilfe bei der Erstorientierung“, sagte die Flüchtlingssozialarbeiterin Brigitte Suckut laut der Pressemitteilung.

Mittlerweile wird in Diepholz ein großes ehrenamtliches Engagement an den Tag gelegt. Daher ging ein Dank an die ehrenamtlichen Helfer, die die Flüchtlingssozialarbeiterin Suckut bereits tatkräftig unterstützen.

Wer sich an der Betreuung der Flüchtlinge beteiligen möchte oder Fragen zu diesem Thema hat, kann sich bei der Flüchtlingssozialarbeiterin Brigitte Suckut unter Tel. 05441/987915 melden.

Bislang leben in Diepholz 158 Flüchtlinge. Seit Anfang 2014 werden vom Land Niedersachsen in steigender Anzahl Menschen Diepholz neu zugewiesen. Bis Ende Januar 2016 werden noch etwa 100 hinzukommen, erklärte die Stadtverwaltung mit. Aufgrund der anhaltenden Krisenherde in der Welt werden die Menschen auch weiterhin vor Gewalt, Krieg oder Verfolgung aus ihren Heimatländern flüchten, so dass die Anzahl auch danach weiter ansteigen wird.

Die Hauptherkunftsländer der Asylsuchenden in Diepholz sind die Balkanstaaten, Syrien, Algerien und Marokko. Genaueres – wer, wann und woher kommt – wird der Stadtverwaltung nur mit wenigen Tagen Vorlauf bekannt.

Die Menschen werden möglichst in Wohnungen verteilt im Stadtgebiet untergebracht. Containerlösungen konnten bislang durch die Nutzung von stadteigenem oder angemietetem Wohnraum vermieden werden. „Dieses Vorgehen hat sich für das Zusammenleben in der Stadt bewährt“, heißt es in der Rubrik „Fragen und Antworten zur Flüchtlingssozialarbei in der Stadt Diepholz“ auf der Internetseite www.stadt-diepholz.de.

Seit diesem Monat gibt es zusätzlich zu den kleineren Einheiten mit Wohnungen auch größere Einrichtungen, um auch künftig eine angemessene Unterbringung der Menschen gewährleisten zu können und nicht auf Mobilbauten, Container oder Zelte ausweichen zu müssen.

Die Stadt Diepholz sei immer dankbar für Hinweise zu neuem Wohnraum – ob Wohnungen, Einfamilienhäuser oder Mehrfamilienhäuser. Ansprechparter ist Andreas Strümpler aus dem Rathaus unter Tel. 05441/ 909113 oder per Mail andreas.strümpler@stadt-diepholz.de

ej

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