Ersatz durch Fußgänger- und Radwegbrücke / Auch andere Bauwerke marode

Für Abriss der Huntebrücke an der Thouarsstraße

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Die marode und seit 2006 für den Autoverkehr gesperrte Brücke an der Thouarsstraße soll 2017 abgerissen und durch eine Fuß- und Radweg-Brücke ersetzt werden.

Diepholz - 77 Brücken hat die Stadt Diepholz. Viele davon sind sanierungsbedürftig – insbesondere die im Jahr 1933 im Süden des Stadtgebietes erstellten Bauwerke, die die Hunte (die in Diepholz Wätering heißt) überqueren. Sanierung oder Ersatz würden insgesamt mehrere Millionen Euro kosten. Also schlug die Stadtverwaltung nach einer Bestandsaufnahme den ersatzlosen Abriss mehrerer alter Brücken vor. Darüber kam es im Ausschuss für Stadtentwicklung, Planung und Umwelt zu Diskussionen.

Einig folgten die Ausschuss-Mitglieder noch dem Verwaltungs-Vorschlag, die marode Huntebrücke an der Thouarsstraße in der Nähe des Schulzentrums im Jahr 2017 abzureißen. Das 1973 erstellte Bauwerk ist seit 2006 für den Kraftfahrzeugverkehr gesperrt und dient seitdem lediglich für Fußgänger und Radfahrer. Der Ausschuss war dafür, die Brücke durch eine neue Geh-/Radwegbrücke zu ersetzen und dafür 220000 Euro vorzusehen.

Strittig waren dann aber andere Verwaltungsvorschläge zu Brücken-Abrissen, zumal unter den Zuhörer in der öffentlichen Ausschusssitzung im Rathaus betroffene Landwirte waren, die die Notwendigkeit der Bauwerke betonten, um zu ihren Feldern zu kommen. Daraufhin beschloss der Ausschuss, die Entscheidung zu den entsprechenden Brücken über die Wätering zu vertagen und zunächst eine Beurteilung über die Notwendigkeit durch eine landwirtschaftliche Fachbehörde einzuholen, die auch mit der Flurbereinigung beschäftigt ist.

Auch sollen Bürger ihre Meinung zu der Zukunft der Brücken vor einem Beschluss äußern können. Diese Bürgerbeteiligung, deren Form noch nicht genau feststeht, hatte Manfred Albers (SPD) gefordert.

Andere alte und kaum genutzte Brücken über die Wätering und die Beeke sah der Ausschuss einstimmig als verzichtbar an, beschloss den Abriss und stimmte dafür, 50000 Euro als Abrisskosten im Haushalt 2016 bereitzustellen.

Die für landwirtschaftlichen Verkehr notwendige Brücke über die Herrenlohne (Vossen Bruchhof) soll abgerissen und für 120000 Euro durch ein Bauwerk mit höherer Tragkraft erneuert werden. Dem stimmte der Ausschuss zu.

Anders, als die Verwaltung vorgeschlagen hatte, soll die Brücke, die in Höhe des Fliegerhorstes nahe der Straße An der Bahn über die Lohne führt, nach dem Abriss für 200000 Euro als Rad- und Fußwegbrücke ersetzt werden. Die jetzige Brücke ist seit 2008 für den Autoverkehr gesperrt. Manfred Albers betonte, dass diese Brücke insbesondere von Fußgängern und Joggern zur Naherholung genutzt werde. Die Verwaltung hatte den ersatzlosen Abriss vorgeschlagen.

Abgerissen werden soll in der Diepholzer Innenstadt die Holzbrücke über die Hinterlohne, die von der Lohnstraße in den Müntepark führt. Die 1995 erstellte Holzbrücke für Fußgänger und Radfahrer ist baufällig. Die CDU beantragte, nach dem Abriss den Park-Zugang über den Parkplatz an der Steinstraße baulich aufzuwerten. Die Ausschusss-Mehrheit stimmte dafür. Es gab vier Gegenstimmen, zumal die CDU keinerlei Kostenplanungen für die Eingangs-Neugestaltung vorlegen konnte.

ej

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