Schutzstreifen an Kreisstraßen

Erklärtes Ziel: Verbesserungen für Radfahrer

Die Kreisstraßen sollen Schutzstreifen für Radfahrende erhalten.
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Die Kreisstraßen sollen Schutzstreifen für Radfahrende erhalten.

Landkreis Diepholz. Schnell Verbesserungen für Radfahrer schaffen – das war das Ziel der Kreistagsfraktion von Bündnis 90 / Die Grünen, als sie Pop-Up-Radwege beantragten. In Bruchhausen-Vilsen beschloss der Kreistag mit großer Mehrheit, künftig mit Schutzstreifen an den Kreisstraßen für Verbesserungen zu sorgen – soweit dies möglich ist.

Bereits im Fachausschuss für Kreisentwicklung und Umwelt war der Antrag der Grünen diskutiert und von der SPD ergänzt worden. Im Kreistag unterstrich Kristine Helmerichs als Sprecherin der Grünen noch einmal die Notwendigkeit, bessere Bedingungen für Radler zu schaffen. Mit dem Kreistagsbeschluss ist genau das ein Auftrag an die Verwaltung. Im Rahmen der regelmäßigen Verkehrsschauen soll künftig geprüft werden, entlang welcher Abschnitte an Kreisstraßen die Anlage von Schutzstreifen sinnvoll und möglich ist. „Insbesondere unter Berücksichtigung der Sicherheit von Kindern und Erwachsenen“, heißt es in dem Beschluss.

Die Kreisverwaltung handelt dabei in Abstimmung mit den Gemeinden Stuhr und Weyhe. Das ist deshalb notwendig, weil sie eigene Verkehrsbehörden besitzen. Nur so kann eine möglichst einheitliche Lösung für den Landkreis erreicht werden.

Für den Bau von Radwegen im Landkreis besteht eine lange Liste – sorgfältig erarbeitet nach verschiedenen Kriterien gibt es dafür Prioritäten. Diese, in ihrer aktuellen Fassung drei Jahre alte Liste kurzfristig zu ändern, lehnte der Kreistag mehrheitlich ab. Argument: In wenigen Wochen endet die Wahlperiode, in Kürze wird ein neuer Kreistag gewählt. Kristine Helmerichs versprach schon jetzt, dass die Grünen das Thema weiter bearbeiten wollen.

Mit einem Mehrheitsbeschluss erfüllte sich jedoch ein anderer Antrag der Grünen: Die Kreisverwaltung soll Parkmöglichkeiten für Fahrräder ermitteln – speziell an den Umstiegspunkten zum Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV). Sie sollen in die derzeit anlaufende Installation eines Knotenpunktsystems im Landkreis Diepholz eingebunden werden: „Auf diese Weise sollen unter Beteiligung der kommunalen Kooperationen geeignete Standorte identifiziert werden“, heißt es wörtlich in dem Beschluss.

Keinen Erfolg hatten die Grünen mit ihrem Antrag, das Kataster der Kompensationsmaßnahmen für Eingriffe in die Natur im Internet schnell und deutlich anwenderfreundlicher als bisher zu bearbeiten. Interaktive Karten, Filter- und Suchfunktionen sollen her – ein aufwendiges Projekt, das sich nicht so einfach realisieren lässt. Thema wäre das bei einer Neugestaltung der Landkreis-Internetseite, hieß es.

Von Anke Seidel

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