Erfolgreiche Jugendfeuerwehrarbeit in Diepholz sichert Zukunft der Wehr

In diesem Jahr „Jubiläum 50a“

+
Keie Nachwuchssorgen: Eine starke Jugendfeuerwehr der Ortsfeuerwehr Diepholz traf sich im Haus der Feuerwehr zu ihrer Jahreshauptversammlung.

Diepholz - Läuft es derzeit vielen Vereinen kalt den Rücken herunter, wenn sie an ihre Zukunft denken, in der schwindende Mitgliederzahlen oder Leitungs- und Mitarbeitermangel sie das Gruseln lehren, sieht es bei der Jugendfeuerwehr in Diepholz geradezu blendend aus. Das belegten jetzt aktuelle Zahlen und ein umfangreicher Jahresbericht von 2014 auf der Jahreshauptversammlung der Jugendfeuerwehr Diepholz am Dienstag im „Haus der Feuerwehr“.

Besonders beeindruckend war die Präsenz der jungen Leute, die in ihren Einsatzuniformen der Einladung ihrer Jugendfeuerwehrwartin Sabine Gatzemeier gefolgt waren. Sie begrüßte die 55 Mitglieder – 24 Mädchen und 31 – Jungen nach einem flotten Pfiff und führte in die Tagesordnung ein.

Wie den erwachsenen Kameraden lag sie ihnen ordnungsgemäß vor und wurde in Anwesenheit von Stadtjugendfeuerwehrwart Andre Schulz, dem Ortsbrandmeister Rolf Gatzemeier, seinem Stellvertreter Volker Leymann, der Kinderfeuerwehrwartin Alexandra Hümmling, den Elternvertretern, den Betreuern und einigen interessierten Eltern abgewickelt.

Nach den Grußworten von Andre Schulz und Rolf Gatzemeier, die deutlich sagten, wie wichtig die Jugendarbeit der Feuerwehr für die Zukunft einer freiwilligen Ortsfeuerwehr in der Stadt Diepholz sei, und den Jugendlichen für ihre Beteiligung dankten, kamen die Jugendlichen selbst zu Wort.

Sabine Gatzemeier hatte den Jahresbericht 2014 Caro Pieper, Mona Hertel und Alexandra Scharmacher anvertraut. Der Beifall bestätigte den gelungenen und auch gewitzten Vortrag. Sie erzählten von wöchentlichen Dienststunden mit der gezielten Ausbildung zum Jugendfeuerwehrmann beziehungsweise zur Jugendfeuerwehrfrau und vielen Höhepunkten, zu denen die Teilnahme am Kreis-Jugendfeuerwehrzeltlager gehörte. Immerhin belegten sie dort den 1. Platz im Zeltplatzwettbewerb.

16 Jugendliche legten die Prüfung zur „Jugendflamme 1“ und acht zur „Jugendflamme 2“ ab. Aktionen wie die Teilnahme am Diepholzer Projekt „Gans schön sauber“, dem Ostereierverschenken in Seniorenhäusern, Klinik, Leitstelle und Fliegerhorstfeuerwehr und spaßigen Überraschungspartys waren Highlights des Jahres.

Auch in diesem Jahr warten auf alle viele Termine. Die ersten 30 wurden ihnen schon auf einem „Dienstplan“ von Januar bis März samt der heiß ersehnten Einladung zum Jugendfeuerwehrlager nach Twistringen ausgehändigt.

Das alles, so weiß man es aus 50-jähriger Erfahrung, kann nur gelingen, stehen die ehrenamtlichen erwachsenen Feuerwehrkameraden und Kameradinnen hinter den Jugendlichen und sind aktiv dabei, sie zu leiten und sie zu begleiten.

Beispielsweise nimmt Sabine Gatzemeier seit Januar 1992 den umfangreichen Posten als Jugendwartin wahr. In die vielseitigen Aufgaben wachsen ständig neue Verantwortliche nach. So konnten in Wiederwahl die Jugendsprecher Mona Hertel, Alexandra Scharmacher und Niklas Biskup bestätigt und Rico Schröder, Christoph Olof Klein und Björn Jürs als neue Betreuer gewonnen werden. Bestätigt wurden auch die Elternsprecherinnen Ute Köhnken und Nadine Rodenberg.

In die Schar der Jugendfeuerwehr wuchsen drei neue Mitglieder aus der Kinderfeuerwehr nach. Diese Gruppe zählt 16 Mitglieder.

Am Ende stand eine bunte und sehr vergnügliche Videoshow mit Fotos aus dem letzten Jahr und die Ankündigung von Sabine Gatzemeier, das 50-jährige Bestehen der Diepholzer Jugendfeuerwehr dieses Jahr als „Jubiläum 50a“ zu feiern. 2014 konnte das Jubiläumsfest wegen der Ausrichtung des Kreisjugendfeuerwehrtages in Diepholz nicht veranstaltet werden.

hb

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Geld aus Rom: Notstand für Venedig beschlossen

Geld aus Rom: Notstand für Venedig beschlossen

"Death Stranding" im Test

"Death Stranding" im Test

Islamischer Dschihad vereinbart Waffenruhe mit Israel

Islamischer Dschihad vereinbart Waffenruhe mit Israel

Was von der Wut übrig ist - Ein Jahr "Gelbwesten"-Proteste

Was von der Wut übrig ist - Ein Jahr "Gelbwesten"-Proteste

Meistgelesene Artikel

Amateurfußball-Stickerspaß: Drei Vereine, ein Sammelalbum

Amateurfußball-Stickerspaß: Drei Vereine, ein Sammelalbum

Schritttempo auf der B6: Polizei stundenlang auf Verbrecherjagd

Schritttempo auf der B6: Polizei stundenlang auf Verbrecherjagd

Neues Fahrzeug für die DLRG

Neues Fahrzeug für die DLRG

Samtgemeinde ändert Anmeldeverfahren für das neue Kindergartenjahr

Samtgemeinde ändert Anmeldeverfahren für das neue Kindergartenjahr

Kommentare