Anschluss in Sankt Hülfe wird verlegt

Erdkabel mit einigen Anpassungen

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Für Fragen zum fünften 380-kV-Leitungs-Abschnitt zwischen Dickel und Sankt Hülfe standen Experten des Netzbetreibers Tennet fünf Stunden lang bereit. Auch Modelle waren zu sehen.

Sankt  Hülfe/Dickel - Von Eberhard Jansen. Der letzte Abschnitt der viel diskutierten 380-kV-Höchstspannungsleitung – der Abschnitt fünf zwischen Dickel und dem Umspannwerk in Sankt Hülfe – kommt unter die Erde.

An dieser geplanten Erdverkabelung hat sich grundsätzlich nichts geändert, wohl aber sind einige Details neu. Der Anschluss an das Sankt Hülfer Umspannwerk wird gegenüber ersten Plänen verlegt.

Über diese Änderungen informierte der Übertragungsnetzbetreiber Tennet öffentlich in den „Ratsstuben“ in Rehden. Fünf Stunden lang standen dort zehn Experten der Tennet zu persönlichen Gesprächen und Erläuterungen bereit. Den Informationsnachmittag nutzten insbesondere betroffene Grundstückseigentümer, die schriftlich eingeladen worden waren, um Details zu klären.

„Streitpunkte gab es nicht“, berichtete Inga Wilken, bei Tennet Referentin für Bürgerbeteiligung. Ziel des Netzbetreibers ist, die Änderungen in dem fünften Abschnitt mit den betroffenen Grundstückseigentümern einvernehmlich zu klären, sodass das dazu notwendige Planverfahren abgekürzt werden kann.

Änderungen durch technische Neuerungen begründet

Die Änderungen sind durch technische Neuerungen begründet, die in den sieben Jahren, in denen die Planungen und das dazu notwendige Verfahren liefen, entwickelt wurden. So gibt es nun ein Bohrverfahren, das es überflüssig macht, Straßen, die mit dem Erdkabel unterquert werden müssen, zu sperren und aufzureißen. 

Durch dieses Bohrverfahren muss allerdings während der Bauphase eine größere Fläche in dem jeweiligen Bereich in Anspruch genommen werden. Hierzu ist die Zustimmung der Grundstückseigentümer gefragt.

Zudem wurde der Trassenverlauf technisch optimiert. Das zeigt sich insbesondere beim Anschluss an des Umspannwerk Sankt Hülfe. Dort wird das Erdkabel nun weiter südlich am Alten Torfweg angeschlossen, weil das die bauliche Umsetzung auf dem Gelände des Umspannwerkes vereinfacht.

Größter Streckenteil wird Freileitung

In Dickel wurde der Standort für die Übergabestation „Dickel-West“ der Freileitung in den Erdkabel-Abschnitt aus technischen Gründen verändert. Er liegt nun nördlich der Heidestraße (K30).

Baubeginn für den fünften Abschnitt der insgesamt 60 Kilometer langen 380-kV-Leitung von Ganderkesee nach Sankt Hülfe soll 2018 sein.

Der größte Teil der Strecke wird als Freileitung mit hohen Masten gebaut. Dort, wo Wohnbebauung geschützt werden muss beziehungsweise Mindestabstände nicht einzuhalten sind, wird die etwa fünf Mal so teure Erdverkabelung gebaut.

Bei fünf Veranstaltungen vor Ort informierte Tennet umfassend. Es standen Ansprechpartner für die die Bereiche Planung und Genehmigung, Technik und Naturschutz bereit. Zur Veranstaltung für den Leitungsabschnitt Dickel – Sankt Hülfe kamen etwa 30 Interessierte.

Wenn die Erdkabel verlegt sind – jeweils sechs in zwei parallel verlaufenden Gräben – kann die Fläche darüber wieder landwirtschaftlich genutzt werden. Nur tiefwurzelnde Gehölze sind dort nicht erlaubt.

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