Ende 2019 soll Schluss sein

Nach einem Jahr Pause: Arbeiten am Diepholzer Bahnhof gehen weiter

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Die Bagger sind wieder im Einsatz auf den Bahnsteigen in Diepholz, sogar in den späten Abendstunden. Die seit einem Jahr ruhende Sanierung der Bahnsteige ist wieder aufgenommen worden.

Diepholz - Von Sven Reckmann. „Still ruht der See“ hieß es seit etwa einem Jahr auf der Baustelle am Diepholzer Bahnhof. Seit dem vergangenen August hatten die Bauarbeiten auf den Bahnsteigen geruht. Nun kehrt dort wieder „Leben“ ein, mehrere Bagger sind dort im Einsatz, Arbeiter heben Schächte aus, nachts erleuchten Scheinwerfer die Szenerie.

„Ja, die Modernisierung geht weiter“, bestätigte Bahnsprecherin Sabine Brunkhorst aus Hamburg gestern auf unsere Nachfrage. Die Arbeiten am Mittelbahnsteig waren Anfang 2017 gestartet, mussten dann aber im August unterbrochen werden.

Kern des Problems sind die sogenannten Sperrpausen: Denn um auch die Seite zum Gleis 2 fertigstellen zu können, müsse zuvor das Gleis in seiner Lage an die neue Bahnsteighöhe angepasst werden, erklärte die Sprecherin. Hierfür sind Gleissperrungen notwendig, für die aufgrund der hohen Zugfrequenz auf der Strecke Hamburg-Münster umfangreiche Abstimmungsprozesse erforderlich gewesen seien.

Die sind nun abgeschlossen: Mit den neuen Sperrpausen soll jetzt die Modernisierung des Bahnhofes wieder in Angriff genommen werden, die Inbetriebnahme ist Ende 2019 vorgesehen.

Reisende beschwerten sich über die wenigen Unterstände

Die Modernisierung umfasst die komplette Erneuerung des Mittelbahnsteigs sowie des Hausbahnsteigs. Der 414 Meter lange Mittelbahnsteig wird von 38 auf 76 Zentimeter angehoben. Damit soll Fahrgästen der Ein- und Ausstieg in die Züge wesentlich erleichtert werden. Jeweils fünf neue Wetterschutzhäuser ersetzen die in die Jahre gekommene Bahnsteigüberdachung.

Reisende und darunter vor allem Pendler hatten sich im vergangenen Winter darüber beklagt, dass sie nach dem Abriss der alten Überdachungen an Gleis zwei nun im wahrsten Sinne des Wortes „im Regen“ stehen. Nur noch wenige Unterstände waren übriggeblieben. Die Fahrgäste dürften die nächsten Baufortschritte herbeisehnen.

Hinzu kommen neue Beleuchtungsanlagen, die zum Teil schon installiert sind, und Lautsprecher sowie diverse weitere Ausstattungselemente wie zum Beispiel Informationsvitrinen, Uhren und Abfallbehälter.

Bahn und Land investieren mehrere Millionen

Die Deutsche Bahn und die LNVG, die das Finanzmanagement des Landes Niedersachsen für den gesamten ÖPNV koordiniert, investieren gemeinsam rund 5,4 Millionen Euro in den Umbau. Über das Investitionsprogramm „Niedersachsen ist am Zug! III“ sollen bis 2025 über 40 Bahnhöfe zwischen Ems und Elbe modernisiert werden.

„Die Deutsche Bahn wird die von den Bauarbeiten ausgehenden Störungen so gering wie möglich halten“, verspricht die Unternehmenssprecherin und bittet alle Betroffenen um Verständnis für die mit diesen Arbeiten verbundenen Unannehmlichkeiten. „Der Zugverkehr wird durch die Bauarbeiten nicht beeinträchtigt.“

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