Ehemaliges „Deichmann“-Gebäude ist vom Tisch

Ausschuss empfiehlt Münte als Jugendtreff

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Die Verwaltung soll prüfen, ob die Münte Jugend- und Studententreff geeignet ist.

Diepholz - In der Diskussion um einen möglichen Jugend- und Studententreff in Diepholz rückt die Münte immer stärker in den Mittelpunkt, das ehemalige „Deichmann“-Gebäude ist dagegen vom Tisch.

Bei seiner Sitzung gestern Nachmittag beschloss der städtische Jugendausschuss einstimmig, dass die Verwaltung prüfen soll, ob die Münte als ein solcher Treffpunkt zu nutzen ist. Einen entsprechenden Antrag hatten CDU und FDP gestellt.

„Wir halten das Gebäude für sinnvoll“, erklärte Lars Mester (FDP) stellvertretend für die Antragssteller. Die Gründe: Das Gebäude gehöre der Stadt, sei zentrumsnah und in direkter Nähe zu Freibad und Park, die gastronomische Nutzung habe sich zerschlagen.

Rechtlich seien sowohl die Nutzung durch den Jugendrat als auch durch den Heimatverein möglich, so die erste Einschätzung seitens der Stadtverwaltung durch Fachdienstleiter Florian Marré. „Ich gehe davon aus, dass wir mit der Münte keine Probleme haben.“

Keine Mehrheit für „Deichmann“-Gebäude

Keine Mehrheit fand ein Antrag der SPD, eine solche Prüfung auch beim Gebäude Ledebourstraße 29 (ehemals „Deichmann“) durchzuführen. Die Idee Jugendtreff Münte sei „grundsätzlich gut“, sagte Rabea Schafmeyer (SPD). Aber für den Fall, dass es dort Probleme geben sollte, beispielsweise beim Thema Denkmalschutz oder den barrierefreien Toiletten, sollte man eine Alternative in der Hand haben, meinte sie.

Auch Grünen-Vertreterin Dagmar Trümpler sprach sich für zwei Prüfaufträge aus, unter anderem, weil auch die Planungen des Heimatvereins sehr wertvoll für die Stadt seien.

Toiletten nicht barrierefrei  

Deutliche Zweifel an der Eignung des Gebäudes Ledebourstraße als Jugendtreff äußerte hingegen Florian Marré für die Verwaltung. Die Toiletten seien zwar ebenerdig aber nicht barrierefrei. Hier kämen neben der Mietsumme, die er mit zwischen 3 000 und 4 000 Euro bezifferte, noch Investitionskosten, „die leicht fünfstellig werden können.“ Außerdem verwies er darauf, dass sich im Obergeschoss zwei Wohnungen befinden.

Eingangs der Diskussion hatte sich auch Jugendratsvorsitzender Niklas Richter klar für die Nutzung der Münte ausgesprochen, der Jugendrat übergab mehrere hundert Unterschriften für das „Münte“-Projekt.

Auch der Heimatverein hatte Interesse an einer Nutzung der Räume geäußert (wir berichteten).

Bis zur nächsten Ausschusssitzung am 7. Februar will die Verwaltung ein Ergebnis der Prüfung vorlegen. - sr

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