35. Gästeschießen auf dem Fliegerhorst mit Rekordbeteiligung

„Eine vorzeigbare Gemeinschaftsleistung“

Der Radclub Aschen stellte die beste Damenmannschaft und freute sich auf ein Wiedersehen mit Angehörigen des Schützenvereins Mühlen im Kreis Vechta (v.l.): Thorsten Hinrichs (Mühlen), Monika Runge, Michaela Kruse, Franziska Dennhardt (Aschen) sowie Christina Brockhage und Günter Olberding (Mühlen). - Foto: Dufner

Diepholz - Das 35. Gästeschießen der Unteroffizierheimgesellschaft (UHG) auf dem Fliegerhorst Diepholz entschieden, wie schon kurz berichtet, am Sonnabend das erste Team von ZF Friedrichshafen bei den Herren und der Radclub Aschen bei den Damen für sich. 

Die besten Einzelschützen waren Anke Dringenburg vom Schützenverein Ossenbeck sowie Thomas Lokatis vom Schützenverein Diepholz von 1953. Mit 56 Herren- und elf Damenmannschaften verzeichnete dieses beliebte Schießen eine Rekordbeteiligung.

Die Verantwortlichen der UHG waren vor allem in Sachen „Logistik“ gefragt, nicht nur, weil der gesellige Teil im bzw. am Mannschaftsheim und nicht - wie gewohnt - im Casino stattfinden musste und weil sich spontan noch zehn Mannschaften nachgemeldet hatten. Hier war natürlich auch Improvisationstalent gefragt.

Die Eröffnung des Gästeschießens nahm um acht Uhr in der Früh der Vorsitzende der UHG und Gesamt-Verantwortliche Stabsfeldwebel Rico Fumfack, vor. Sein Vorstandskollege Oberstabsfeldwebel Ralf Jacobsen machte die Teilnehmer mit Ablauf und Regularien vertraut.

Der Kommandeur des Waffensystemunterstützungszentrums 2 und Standortälteste, Oberst Olaf Stöcker, ging kurz auf den „Stellungswechsel“ ein. Die Verlegung zum Mannschaftsheim hänge mit umfangreichen Bauarbeiten am Casino zusammen, die im Dezember abgeschlossen sein dürften. Im nächsten Jahr werde man sich wieder in den gewohnten Räumlichkeiten treffen.

Bunt gemischt war auch beim 35. Gästeschießen das Teilnehmerfeld. Hier reicht die Palette von der Feuerwehr über die Schützen bis hin zu Polizeibeamten, Jägern, Laienschauspielern, Soldaten und „normalen“ Zivilisten. - Foto: Dufner

„Über das andauernde große Interesse an unserem Gästeschießen freue ich mich als Standortältester sehr, zeigt es doch einmal mehr die Verbundenheit der Menschen unserer Garnisonsstadt Diepholz und des weiteren Umlandes mit unserem Standort und den hier arbeitenden Menschen,“ betonte Stöcker. Bei diesem Gästeschießen gehe es nicht nur um den sportlichen Wettkampf, sondern auch um das gemeinschaftliche Erlebnis, das gesellige Miteinander; denn auch der intensive Gedankenaustausch zwischen den Teilnehmern, ob nun Soldaten, Polizisten oder Zivilisten, machten diese Veranstaltung aus.

Oberst Stöcker dankte allen beteiligten Unterstützern, die die Durchführung dieses Schießens außerhalb und innerhalb des Fliegerhorstes ermöglichten. „Das ist wieder eine vorzeigbare Gemeinschaftsleistung.“

Sein Dank ging auch an die Unteroffizierheimgesellschaft, die wieder für die Vorbereitung, Organisation und Durchführung dieser Veranstaltung verantwortlich war. Die UHG habe es trotz zunehmender Schwierigkeiten geschafft, dem Gästeschießen einen tollen Rahmen zu geben.

Sein Grußwort beendete Oberst Stöcker mit dem Appell an alle Teilnehmer, die Sicherheitsbestimmungen einzuhalten. „Lassen sie uns absolut professionell - wie es sich für Schützen gehört - strickt zwischen dem Umgang mit Waffen und dem gemeinsamen Feiern trennen.“ Er wünschte ein gutes Auge, eine ruhige Hand und einen schönen Tag. Und den hatten auch alle Beteiligten bei herrlichem Spätsommerwetter.

„Erste Sahne. Dieses Schießen muss erhalten bleiben,“ war Hendrik Logemann von der siegreichen ZF-Mannschaft hellauf begeistert. „Habt ihr prima gemacht,“ ging das Kompliment von Andreas Meine von der „Maifeier“ Sankt Hülfe/Heede an die UHG. „Es macht immer wieder viel Spaß,“ bilanzierte Günter Olberding aus Mühlen. Und dafür stehe er sonnabends, wo man ja mal ausschlafen könnte, gerne so früh auf. Es lohnt sich!“

Unter den rund 30 Helferinnen und Helfern in der Küche, hinter der Theke, im Büro, bei den Schießen oder im Rechenzentrum war auch Katharina-Stephanie Kobienia, die auch nach dem Fortgang von Diepholz nach Wunstorf „ihrer“ UHG eng verbunden ist. Der Feldwebel in spe packte tatkräftig mit an.

Auf den Ständen der „Maifeier“ Sankt Hülfe/Heede wurde mit dem Kleinkalibergewehr geschossen, auf der Standortschießanlage konnten die Schützen ihre Zielsicherheit mit dem Sturmgewehr G 36 unter Beweis stellen. Außerdem konnten im Schießkino und beim originellen Leiter-Golf, das sich in vielen Fällen bei der Endabrechnung als „Zünglein an der Waage“ erwies, Punkte gesammelt werden.

„Einfach lecker, ein Gedicht!“ fiel das Urteil für die Erbsensuppe aus. Dieses Lob nahm „Smutje“ Stabsfeldwebel Klaus-Dieter Huneck gern entgegen.

Schießen auf dem Fliegerhorst Diepholz

„Auch für uns ist es toll gelaufen. Dank der Gäste und des schönen Wetters,“ freuten sich anschließend auch die beiden UGH-Geschäftsführer Stabsfeldwebel a.D. Günther Weishaupt und Oberstabsfeldwebel Ralf Jacobsen über ein gelungenes 35. Gästeschießen. - rdu

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