Angebot für Groß und Klein

Familienfest der Sinne der Möller-Stiftung: Eine Meile mit Herz

Walter Nordmann (rechts) ist Lederhandwerker und Künstler. Er pflegt mit 90 Jahren das alte Handwerk der Ledergravur und zeigt hier das Nähen seiner Standnachbarin Mareike Kropat.

Heede - Straßendörfer wie Heede bilden den Anreiz: Wo fängt es an, wo endet es? An diesem Wochenende sicherlich im Technikmuseum.

Start- und Zielpunkt der Aktion „Heeder Stiftungsmeile“ mit zahlreichen ansässigen Firmen entlang der Bremer Straße. Zweck der zweitägigen Aktion ist das Einwerben von Spenden für die Familie Möller-Stiftung, die sich seit 2001 zum Ziel setzt, Kinder mit Krankheit und in Notsituationen zu unterstützen.

Dieter Möller und seinem Team war es wieder gelungen, viele Mitgestalter zu motivieren: Vorne weg die Grundschule Sankt Hülfe/Heede, die ihre kreativen Arbeiten der vorausgegangenen Projektwoche ausstellte. „Hier sind die tief blauen Unterwasserwelten der Grundschüler“, freute sich Möller im Bügeleisenmuseum. 

Und schon die Ansicht des kühlen Blaus, verlieh den Besuchern Abkühlung an dem heißen Wochenende. Der große Vorplatz am Technikmuseum – ein Ort zum Verweilen. Stände für das leibliche Wohl, Kletterwand von Bethel im Norden, Minifahrzeug-Parcours lockten zum Verweilen. Der Waldorfkindergarten lud Kinder zum Basteln mit Wolle, Malen und alle Arten von Korn selbst zu Mehlmahlen ein. Das ging natürlich nur im richtigen Outfit, sprich „Kriegsbemalung“. Kinderschminken, der Hit für die Kleinsten.

Spendenaktion für kleine Finja

Den Informationsstand zur diesjährigen Spendenaktion der kleinen Finja aus Bremen mit dem seltenen Gen-Defekt CDKL5 besetzte so oft möglich Dieter Möller selbst, informierte mit Flyern und Bildern im Gespräch über die Krankheit und seinen Wunsch mit der Stiftung helfen zu können. „Im Laufe der nächsten Woche wissen wir, wieviel wir helfen konnten, dann steht die Summe der Spenden fest“, sagte der Museumsgründer Möller mit dem großen Herz für Mensch, Technik und Maschinen.

Das Viereck „Technikmuseum, Gelände der Friedrich-Fangmeier-Gruppe, Firma Faske und Grundschule“ wurde zum Drehpunkt der Aktionen, ein Stück südwestlicher ballte sich die Aktion bei Zweirad Schottler und dem grünen Zentrum Tasche. Den kostenlosen Shuttle-Service bot die Jan Spieker Bahn.

An Heedes Meile lockten neben dem Flanieren, Bummeln und „endlich mal ins Museum“ gehen, Kuchen, Eis, frisch frittierte Kartoffelchips.

Den Wissensdurst stillten Technik- und Bügeleisenmuseum, die Aktionen bei Fangmeier mit Minibagger-Führerschein oder die Fahrt mit dem Sattelzug. Bei Faske ging es hoch hinaus mit dem Dino-Lift und beliebte Wasserspiele boten die Jugendfeuerwehr Heede und die Feuerwehr Heede und Sankt Hülfe. 

Wer sich für Lederkunst interessierte, schaute Walter Nordmann aus Diepholz über die Schulter, wenn er vor den Augen der Gäste Schlüsselanhänger frei Hand oder mit Stanzstempel verzierte und per Hand nähte. „Herr Nordmann sucht noch einen Nachfolger, der dieses wunderschöne Handwerk fortführt“, verriet Standkollegin Mareike Kropat, die kurzerhand mit nähte. Nordmann sei bereits 90 Jahre, aber unter seinen Händen entstanden echte Kunstwerke.

Bilder, die mit der Hitze von Bügeleisen, Wachsfarben und viel Kreativität entstanden, fand sich ein Stand weiter. Enkaustik nennt man das Verfahren, das so phantasievolle Bilder entstehen lässt. Zweirad Schottler bot das breite Schaufenster der Bike-Saison, eine Fundgrube mit guten Gebrauchten, Schnäppchen und Infos zum Thema Bike-Leasing.

Angebot für Oldtimer-Fans

Wen es nach den Kulträdern wie Rennrad, Bonanza-Rad oder den neuen Retromodellen nach Nostalgie dürstete, war bei den Oldtimer-Traktoren-Freunden genau richtig. Die Liebhaber alter Nutzfahrzeuge wie Traktoren, LKW und Anhänger campierten idyllisch neben der grünen Lunge Tasche. Dort banden Kinder ihren ganz persönlichen Blumenstrauß selbst.

Die Exponate aus der Grundschulprojektwoche fanden ihre Ausstellungsflächen bei den unterschiedlichen Stiftungsmeile-Mitmachern. Und noch ein Stand fiel auf: Von Kirsten und Friedhelm Kettler aus Drebber. Sie stellten in Bild und Gespräch ihre „Tiergestützte Arbeit auf dem Bauernhof“ vor. 

„Vor etwa zwei Jahren sprach Herr Möller uns an, ob er unsere heilpädagogische Arbeit mit Kindern und Tieren nicht unterstützen könnte. Unser Rezept ist: „Das Äußere eines Tieres hat etwas an sich, das dem Inneren des Menschen guttut“.

sbb

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