Sechs Bundestagskandidaten stellen sich Oberstufenschülern in der GFS

Eine Frage von vielen: „Wie sieht es mit Marihuana aus?“

Die GFS-Schüler Sebastian Fock und Eva Happ befragten in der GFS-Mensa die Bundestags-Direktkandidaten (von links) Gerd Breternitz (AfD), Alexander Carapinha Hesse (FDP) und Axel Knoerig (CDU).

Diepholz - Von Eberhard Jansen. Menschen sind sehr verschieden. Bundestagskandidaten also auch. Das konnten am Dienstagnachmittag Oberstufenschüler des Diepholzer Gymnasiums Graf-Friedrich-Schule (GFS) live erleben.

Alle sechs Direktkandidaten des Wahlkreises Diepholz/Nienburg I stellten sich Fragen der Schüler aus den unterschiedlichsten politischen Themenbereichen.

„Wie sieht es mit Marihuana aus?“ Diese Frage aus dem 160-köpfigen Schüler-/Lehrer-Publikum in der Mensa der GFS sorgte zwar für kurzfristige Heiterkeit, war aber durchaus ernst gemeint und wurde von den Politikern auch so beantwortet. Was die Legalisierung der Droge anbelangt, hatten sie unterschiedliche Auffassungen.

Zunächst stellten sich die sechs heimischen Kandidaten vor, die an zwei Tischen nebeneinander saßen. Axel Knoerig (CDU), Tevfik Özkan (SPD), Klaus Schmelz (Grüne), Alexander Carapinha Hesse (FDP) Jürgen Abelmann (Die Linke) und Karl-Heinz Gerd Breternitz (AfD) blieben in der Schul-Veranstaltung sehr sachlich. Lange Diskussionen ließen die vielen vorbereiteten oder spontan gestellten Fragen der Schüler und das konsequente Vorgehen und Nachfragen des Schüler-Moderatoren-Duos Eva Happ und Sebastian Fock ohnehin nicht zu.

Die Kandidaten am zweiten Podiums-Tisch (von links): Klaus Schmelz (Grüne), Jürgen Abelmann (Linke) und Tevfik Özkan (SPD). - Fotos: Jansen

Gerhard Friedrichs, Diepholzer Sektionsleiter der Gesellschaft für Sicherheitspolitik (GSP), hatte den GFS-Schülern bei der Organisation geholfen, sagte aber nur wenige Sätze zur Begrüßung und überließ dann der Schülergruppe das Feld, die die 80 Minuten dauernde Podiumsdiskussion vorbereitet hatte. Eine abschließende Schnellfragerunde mit einzelnen, kurz zu beantwortenden Fragen an die Politiker leiteten Niklas Hohnstedt, Isabella Wistuba und Noah Scheller.

Die Fragen der Schüler in den 80 Minuten drehten sich beispielsweise darum, wie einzelne Abgeordnete im Bundestag etwas für ihre Region bewirken können, ob die Bundeswehr mehr Geld – zwei Prozent des Bruttosozialproduktes – bekommen sollte und wie die Integration von jungen Flüchtlinge laufen könne.

Etwa 160 Oberstufenschüler des Diepholzer Gymnasiums Graf-Friedrich-Schule (GFS) hatten am Dienstagnachmittag die Gelegenheit, die sechs Direktkandidaten des Bundestags-Wahlkreises Diepholz/Nienburg I kennenzulernen und ihnen bei einer Podiumsdiskussion in der Mensa Fragen zu stellen. - Foto: Jansen

Die Antworten waren erwartungsgemäß sehr unterschiedlich. Auch der Stil der Politiker unterschied sich deutlich und reichte vom professionellen Auftreten eines erfahrenen Abgeordneten bis zum unbekümmerten Kandidaten-Neuling.

So bekamen die GFS-Schüler auch einen menschlichen Eindruck von den Kandidaten, die sie am 24. September wählen können, wenn sie schon 18 Jahre alt sind.

„Geht wählen!“, lautete denn auch der Appell eines der Kandidaten zum Schluss einer informativen Veranstaltung, die zwar öffentlich war, aber an der augenscheinlich nur Schüler und Lehrer der Graf-Friedrich-Schule teilnahmen.

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