Ein Verband, der alles meistert

Landkreis-DRK blickt mit Stolz auf Einsatz in der Pandemie zurück

DRK-Vertreter stehen Reporter Hühne Rede und Antwort.
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Corona: DRK-Pressereferentin Theres Mattke (v.l.), Kreis-Geschäftsführerin Ulrike Hirth-Schiller und Fachbereichsleiterin Tanja Schünemann-Iloge schildern den Einsatz der mehr als 1 .500 ehren- und hauptamtlichen Mitarbeiter im Landkreis Diepholz.

Ehrenamtliche und hauptamtliche Helfer des Deutschen Roten Kreuzes aus dem Landkreis Diepholz haben intensive 18 Monate hinter sich. Helfen, Mensch sein und den von der Politik erteilten Auftrag ausführen. Zeit ein Resümee zu ziehen. Gleichzeitig ist die Coronalage noch nicht vorbei und einige Helfer aus dem Kreis sind derweil im Rahmen der Fluthilfe im Hilfseinsatz.

Landkreis – Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) im Landkreis Diepholz hat nach 18 Monaten Coronaeinsatz ein Zwischenfazit gezogen. Kreis-Geschäftsführerin Ulrike Hirth-Schiller sagte in der DRK-Geschäftsstelle in Syke am Dienstag: Corona ist die „größte historische Herausforderung für die Menschen, die jetzt leben“.

Bei den Einsätzen in Testzentren, mobilen Impfteams und in der entsprechenden Logistik seien 18.500 Arbeitsstunden angefallen, 121 zusätzliche Kräfte habe das DRK eingestellt. Nun sei es Zeit „Danke“ zu sagen, so Hirth-Schiller. Die Leiterin ist stolz und glücklich auf die Leistung der rund 1 200 hauptamtlichen und mehr als 250 ehrenamtlichen Helfer des DRK im Kreis: „Wir sind ein Verband, der alles meistert.“

So erinnert Hirth-Schiller an die Einrichtung einer Ausweicheinrichtung in Bruchhausen-Vilsen vor einem Jahr. Der Bereitstellungsauftrag erfolgte an einem Freitagabend, am Sonntag war alles eingerichtet. Dann brannte ein Altenheim in Syke. Hochbetagte Senioren wichen in den Bereitstellungsraum aus und wurden dort zehn Tage vom DRK versorgt. „Die erste große Herausforderung in der Pandemie hatte nichts mit Corona zu tun“, so Hirth-Schiller.

Impfquote beim DRK beträgt 85 Prozent

Insgesamt habe das DRK 8. 000 PCR-Tests und mehr als 10 .000 Antigen-Tests durchgeführt. Seit September unternimmt der Verband einmal täglich eine Laborfahrt nach Minden. Seit Dezember sind die mobilen Impfteams unterwegs. Seit zwei Wochen spritzen mobile DRK-Teams den Johnson&Johnson-Impfstoff.

Dabei gehe es in erster Linie darum, ein „niedrigschwelliges Angebot“ für Menschen aufzubauen, die durch digitale Welt, Lese- und Rechtschreibschwäche sowie Sprachbarrieren schlechter erreichbar sind. Deshalb gebe es eine Sensibilisierung der Mitarbeiter bei Personen mit Defiziten. Zudem lägen Broschüren in Leichter Sprache sowie in 17 Übersetzungen aus, so Pressereferentin Theres Mattke. Wichtig sei auch, dass Impfteams nur mit Wirkstoffen arbeiten, bei denen ein einzelner Piks reiche. Insgesamt habe das DRK im Kreis durch Beauftragung des Landkreises bisher rund 47. 000 Impfungen verabreicht, sagt Hirth-Schiller. Pflege-, Rettungsdienst-, Kindergarten- und Küchenpersonal: Das, was die Rotkreuz-Arbeit ausmacht, ist die Menschlichkeit, betont sie nach „18 sehr, sehr schweren Monaten“.

Impfen ist der einzige Weg aus der Pandemie.

Ulrike Hirth-Schiller, Geschäftsführerin des DRK-Kreisverbands

Dabei war die Pandemie auch eine Zeit, um eigene Befindlichkeiten trotz „gewisser Belastungen“ abzulegen, sagt Tanja Schünemann-Iloge, Leiterin Kindertagesstätten. Hirth-Schiller ergänzt: „Wir beschäftigen keine Helden, wir beschäftigen Menschen.“ Doch diese opfern ehrenamtlich ihre Freizeit für andere. Das Engagement der Mitarbeiter verdiene daher Anerkennung und Respekt.

Das Wichtigste aus dem Landkreis Diepholz: Immer samstags um 7:30 Uhr in Ihr Mail-Postfach – jetzt kostenlos anmelden.

Der DRK-Kreisverband appelliert derweil an die Bevölkerung, sich gegen Corona impfen zu lassen. „Impfen ist der einzige Weg aus der Pandemie“, sagt Hirth-Schiller. Die Impfquote unter den DRK-Mitarbeitern selbst betrage laut intern ermittelter Näherungswerte 80 bis 85 Prozent, so Hirth-Schiller.

Wie geht es nun für das DRK weiter? Vor zwei Monaten wäre es DRK-Kreis-Chefin Hirth-Schiller um die Rückkehr in den Normalbetrieb gegangen, aber jetzt gehe es darum, „heil durch den Herbst zu kommen“.

DRK-Spendenkonto

Der gemeinnützige Verein lebt von Spenden. Wer ihn unterstützen möchte, findet nähere Angaben dazu auf der Internetseite unter www.drk-diepholz.de.

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