Lebensbaum-Stiftung errichtet Info-Tafel und würdigt Flächen-Spender

Ein ganzes Moor voller Helden

Am Eingang zum Moorerlebnispfad steht die neue Infotafel zum Moorhelden-Projekt, die gestern mit einer kleinen Feierstunde im Beisein der Beteiligten enthüllt wurde.
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Am Eingang zum Moorerlebnispfad steht die neue Infotafel zum Moorhelden-Projekt, die am Freitag mit einer kleinen Feierstunde im Beisein der Beteiligten enthüllt wurde.

Diepholz – Umschlagbare „Helden-Dichte“ am Freitag im Diepholzer Moor: Viele der Menschen, die in den vergangenen Jahren an der Aktion „Moorhelden“ der Lebensbaum-Stiftung teilgenommen hatten, kamen am „Tatort“ zu einer kleinen Feierstunde zusammen. Dabei wurde auch eine neue Informationstafel enthüllt.

70 „Moorhelden“ hatten der Lebensbaum-Stiftung ihre Moorgrundstücke geschenkt, damit die Wiedervernässung des Moores unbürokratisch und zielführend umgesetzt werden kann, berichtete Maren Walter aus dem Stiftungs-Vorstand. Dadurch seien etwas mehr als 40 Hektar für den Naturschutz bereitgestellt worden. „Sie sind Pioniere für eine ganz besondere Art, sich für die Natur zu engagieren“, lobte sie die Beteiligten.

Wer ein solcher „Moorheld“ ist, das ist seit dieser Woche auf einer großen Ehrentafel zu sehen, die am Eingang des Diepholzer Moorerlebnispfads aufgestellt wurde. Sie trägt 43 Plaketten mit Namen der „Helden“ selbst oder in vielen Fällen auch ihrer Vorfahren als frühere Eigentümer der Flächen.

Derzeit sind es 43 Plaketten, die mit den Namen der „Moorhelden“ versehen sind. Es ist noch Platz für weitere.

Bevor die Tafel enthüllt wurde, zeichnete Maren Walter die Geschichte des Projektes nach, die 2012 begonnen hatte. Es gab kleine und große Hürden, und als dann alles geklärt war, „dann kam Corona“ und an eine solche Veranstaltung sei erst einmal nicht zu denken gewesen.

Neben zahlreichen „Moorhelden“ begrüßte sie namentlich Bürgermeister Florian Marré, Vanessa Gräbel vom Team Naturschutz des Landkreises, den Naturschutzbeauftragten Dieter Tornow, Frank Apffelstaedt vom Naturschutzring, Dr. Jan Dickopp vom NLWKN und nicht zuletzt Stiftungsgründer Ulrich Walter.

„Aktion Moorhelden“

Die Lebensbaum-Stiftung arbeitet seit längerem mit verschiedenen Naturschutzorganisationen im Raum Diepholz im Moorschutz zusammen. Im Juli 2012 ging die Stiftung noch einen Schritt weiter: Um das Diepholzer Moor besser schützen und renaturieren zu können, wurden die Besitzer von meist kleinen Moorgrundstücken, verteilt auf drei Flurstücke, gefragt, ob sie sich vorstellen könnten, ihre Grundstücke der Stiftung zu überschreiben. Hintergrund: Je weniger Eigentümer die Moorfläche hat, desto einfacher und unbürokratischer gestaltet sich der Naturschutz.

Für die gesamte Familie Walter sei der Moorschutz „etwas, das sie mit Herzblut lebt“, unterstrich Marré in seinem Grußwort. Mit Verweis auf die zeitgleich stattfindenden „Fridays for Future“-Demonstrationen hob er den stetig wachsenden Stellenwert des Klimaschutzes hervor. Mit dem 2019 verabschiedeten Klimaschutzkonzept sei man in der Stadt auf dem richtigen Weg.

Das Moor habe einen hohen Stellenwert für Diepholz, betonte Marré und die „Moorhelden“ hätten „etwas abgegeben, um gemeinsam mehr zu erreichen.“

Zusammen mit Maren Walter zog der Bürgermeister schwungvoll das Laken beiseite und die nunmehr enthüllte Helden-Tafel kam zum Vorschein. Auf ihr ist absichtlich noch Platz für weitere Spendernamen. „Wir haben ein Etappenziel erreicht, aber dies ist noch kein Schlusspunkt“, sagte Maren Walter. „Wir hoffen noch auf viele weitere Moorhelden.“

Im Anschluss an die Enthüllung ging es für Interessierte noch unter fachkundiger Führung direkt ins Moor zu den „eigenen Flächen“ und es gab so manche Erinnerungen an vergangene Zeiten: „Da haben wir früher mit den Großeltern Torf für den Winter geholt...“

Moor zum Anfassen: Dieter Tornow, Naturschutzbeauftragter des Landkreises Diepholz, brachte den „Helden“ das Moor nahe.

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