„Eigene Ideen umsetzen“ 

Dorfentwicklung: Aschens Ortsvorsteher schlägt Gründung eines Vereins vor

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Die Sanierung des Daches der Schützenhalle in Ossenbeck ist eines der geförderten Projekte im Rahmen der Dorfentwicklung.

Aschen - In Aschen soll ein neuer Verein entstehen, der Projekte im Rahmen der Dorfentwicklung realisiert. Das schlägt Ortsvorsteher Wilhelm Paradiek vor. Ein solcher Verein könnte von der Förderung bei der Dorfentwicklung profitieren, sagt Paradiek und lädt zu einer Versammlung zu diesem Thema für Montag, 28. Oktober, um 19.30 Uhr ins Heimatmuseum ein.

Beim Erntefest in Aschen gab Paradiek einen Rückblick auf die Projekte, die bislang im Rahmen der Dorferneuerung angestoßen worden sind: Zum einen die Fahrbahnteiler in den Eingangsbereichen auf der K30. Die Umsetzung war ursprünglich für den Herbst 2019 geplant, allerdings habe es zahlreiche Abstimmungsgespräche zwischen Behörden gegeben. Der Bau der Fahrbahnteiler verschiebe sich auf das Frühjahr 2020, gleichzeitig werde die K 30 zwischen Aschen und Drebber saniert, kündigte der Ortsvorsteher an.

Als zweites Projekt werde im kommenden Jahr die Friedhofskapelle komplett saniert, der Vorplatz werde neu gestaltet ebenso wie der Hauptweg, der mit Sitzmöglichkeiten versehen werden soll, „die Wasserentnahmestellen werden erneuert und vieles mehr. Es entstehen Gesamtkosten in Höhe von etwa 480.000 Euro, die mit 53 Prozent aus Dorferneuerungsmitteln gegenfinanziert werden“, berichtete Paradiek.

Weiterhin werde die Sanierung des Daches der Schießhalle in Ossenbeck sowie eine neue Remise am Heimatmuseum gefördert, „sowie einige private Maßnahmen“.

Obwohl der Förderzeitraum acht Jahre beträgt, werde sich voraussichtlich die Förderrahmen-Richtlinie 2021 ändern, sagte der Ortsvorsteher. „Es ist davon auszugehen, dass gerade die Vereinsförderung sich erheblich verschlechtern wird.“

Bis dahin könnte aber im Ort noch einiges angeschoben werden, so die Idee des Ortsvorstehers: „Ich bin mir sicher, dass es in Aschen noch viele Projekte und Ideen gibt, die wir noch umsetzen können“, so Paradiek. Er denke dabei an die dörfliche Gestaltung, sagte er auf Nachfrage, an die Schaffung eines Ortsmittelpunktes. Dabei soll der Verein mit seiner (noch) bevorzugten Förderung helfen. „Um die Zukunftsprojekte umsetzen zu können bedarf es finanzielle Mittel, die im Rahmen der Dorfentwicklung vorhanden sind. Dafür ist es aber meiner Ansicht erforderlich, hierfür einen Verein zu gründen, mit dem wir neben den städtischen Maßnahmen eigene Ideen umsetzen können.“ Paradiek versteht sich dabei als „Impulsgeber“. „Und ich will dabei auch gerne Verantwortung übernehmen.“ Thema soll das bei der Versammlung am 28. Oktober um 19.30 Uhr im Heimatmuseum sein.

Fördergeld für Baumaßnahmen:

Der Dorfregion Aschen, Heede und Sankt Hülfe stehen mindestens bis 2026 Fördergelder aus dem Dorfentwicklungsprogramm des Landes Niedersachsen zur Verfügung. Davon profitieren nicht nur kommunale Projekte, sondern auch Privatpersonen: Sie können unter bestimmten Voraussetzungen Fördergelder für Baumaßnahmen erhalten.

Die Dorfentwicklung ist ein vom Land Niedersachsen geförderter Prozess, der die Entwicklung einer Dorfregion und ihrer Gemeinschaft unterstützt. Dazu gehört es auch, die baulichen Besonderheiten und die ortstypische Baukultur zu erhalten – und damit auch den Charakter einer Dorfregion.

Privatpersonen haben daher die Möglichkeit, Fördergelder zu beantragen, wenn sie ein „ortsbildprägendes“ oder landschaftstypisches Gebäude sanieren beziehungsweise renovieren lassen wollen – beispielsweise ein Wohnhaus oder eine Scheune.

Förderfähig sind Baumaßnahmen zum Erhalt der Gebäude, aber auch Anpassungen an zeitgemäßes Wohnen und Arbeiten sowie Um- und Nachnutzungsprojekte. Aktuell können private Akteure bis zu 25 Prozent Förderung erhalten.

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