EAS: Gespräch mit neuem Pacht-Interessenten aus Diepholz

„Haus Herrenweide“ schließt am 20. März

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Das Diepholzer Soldatenheim „Haus Herrenweide“ wird zum 20. März geschlossen. Ob vorerst oder in dieser Form endgültig steht laut Träger EAS noch nicht fest.

Diepholz - Von Eberhard Jansen. Das Diepholzer Soldatenheim „Haus Herrenweide“ schließt zum 20. März. Zwar hat Pächter Djoko Eric seinen Pachtvertrag erst zum 30. April gekündigt, doch er möchte vorzeitig den täglichen Betrieb beenden, um das Haus ordnungsgemäß übergeben zu können und da das Personal noch Resturlaub hat. Gebuchte Termine sollen auch nach dem 20. März stattfinden können.

Auf die vorzeitige Schließung hat sich Eric mit dem Betreiber der zehn deutschen Soldatenheime, der Evangelischen Arbeitsgemeinschaft für Soldatenbetreuung (EAS), geeinigt. Die Zukunft des für Diepholzer Bürger und Vereine, für Feiern und öffentliche Veranstaltungen wichtigen Hauses mit dem etwa 300 Personen fassenden Saal ist noch unklar.

„Es gibt einen Interessenten, der das Soldatenheim pachten möchte“, erklärte Dr. Marlon Berkigt, Sprecher der EAS (Berlin), gestern im Gespräch mit unserer Zeitung. Mit diesem müssten aber noch Gespräche geführt werden, ob eine Zusammenarbeit realistisch ist. Der Interessent soll ein Diepholzer sein.

Sollte es mit ihm zu keiner Einigung kommen, werde die EAS das „Haus Herrenweide“ an die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) übergeben, so EAS-Sprecher Marlon Berkigt. Diese werde das Diepholzer Soldatenheim dann öffentlich zum Kauf anbieten. Das soll zeitnah geschehen, da eine leer stehende Immobilie schnell an Wert verliert.

Djoko Eric und seine Familie hatten das „Haus Herrenweide“ vor etwa zehn Jahren übernommen. Ab Oktober 2013 hatte Eric zudem das Soldatenheim „Oase“ in Munster gepachtet, da die Zukunft des Diepholzer Betriebes angesichts des 2011 verkündeten Abzugs der Luftwaffe vom Fliegerhorst für ihn zu unsicher war. Vor einem halben Jahr bekam Eric das Angebot, das Soldatenheim in Flensburg zu übernehmen. Dieser Bundeswehrstandort (Marine) ist ebenso struktursicher wie der in Munster in der Nähe des großen Truppenübungsplatzes. Drei Heime wollte der 60-Jährige aber nicht leiten.

Das Diepholzer Soldatenheim „Haus Herrenweide“ an der Von-Braun-Straße wurde 1978 eröffnet. Es verfügt neben dem Saal über zwei kleinere Veranstaltungsräume (bis 25 beziehungsweise 60 Personen), die von Diepholzer Parteien und Vereinen regelmäßig für Versammlungen genutzt werden. Auch finden dort viele Familienfeiern statt. Der Saal ist Veranstaltungsort mehrerer traditioneller Bälle. Neben dem Restaurantbereich hat das Haus eine Kegelbahn, ein Internet-Café und einen Freizeitbereich.

Sowohl der Diepholzer Bürgermeister Dr. Thomas Schulze als auch Standortältester Oberst Olaf Stöcker sprachen sich eindeutig für den Erhalt aus.

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