Markus Krebs im ausverkauften Diepholzer Theater

Die Duisburger Witz-Maschine

Ein Witz nach dem anderen: Markus Krebs am Donnerstagabend auf der Bühne des ausverkauften Diepholzer Theaters. Foto: Jansen

Diepholz - Von Eberhard Jansen. Markus Krebs hat sich ganz nach oben gewitzelt. 2016 und 2017 war er noch zusammen mit einer Reihe von komödiantischen Kollegen in Barnstorf bei der Veranstaltung „Comedy Zelt“. Inzwischen füllt die Duisburger Witz-Maschine allein größere Säle. Schon seit Monaten ausverkauft war auch das Diepholzer Theater, wo Markus Krebs am Donnerstagabend einen Gag nach dem anderen „raushaute“.

Zimperlich dürfen seine Zuhörer nicht sein. Die Witze sind in der Regel auf Thekenniveau, auch mal direkt unter der Gürtellinie. Aber das ist bekannt, das ist sein Konzept – und das wollen seine Fans. Und so enttäuschte der 49-jährige „Mann hinter dem Bauch“ wohl niemanden der etwa 540 Humorfreunde im Theater. Höchstens dadurch etwas, dass der Duisburger am Schluss auch nicht durch lauten Beifall und entsprechende Rufe zu einer Zugabe zu bewegen war.

Aber auch ohne diese hatte Markus Krebs viel geboten: mehr als zwei Stunden lang ein Witz nach dem anderen. Das nicht ganz ernst zu nehmende Problem dabei: Wer sich einen Witz merken wollte, um ihn zu Hause oder bei der Arbeit zu erzählen, konnte bei der Auswahl aus der Flut von Gags schnell überfordert sein.

In seinem Programm „Pass auf... kennste den?“, mit dem Markus Krebs nach seiner Weihnachtspause in Diepholz erste Tournee-Station machte, hat der Stand-up-Comedian einen roten Faden: Im Gegensatz zu früher verbindet er seine in der Regel gut zündenden Witze thematisch, berichtet beispielsweise von seiner Zeit als Baumarkt-Mitarbeiter, von Urlaubsreisen mit seinem koreanischen Freund „Moin Min Jung“ und von Flügen mit „heftigen Flatulenzen“.

Auch schlug er vor, im Aufwachraum eines Krankenhauses einen Kalender von 2023 aufzuhängen: „Verarschen ist ein toller Spaß.“

Das Publikum in Diepholz fühlte sich auf keinen Fall „verarscht“, sondern gut unterhalten.

Und es bekam am Schluss noch Markus Krebs „oben ohne“ zu sehen: Weil er die Pointe eines Witzes „versemmelt“ hatte, warf er seine Mütze, seine Sonnenbrille und sein T-Shirt als Geschenke ins Publikum.

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