Drei sehr unterschiedliche Vorschläge

Schlamm: Lösung für Fuß- und Radwegproblem

So sieht der Fuß- und Radweg westlich der Hunte oft aus: Entweder Zentimeter dicker Schlamm oder (Hoch-)Wasser machen ihn unpassierbar.
+
So sieht der Fuß- und Radweg westlich der Hunte oft aus: Entweder Zentimeter dicker Schlamm oder (Hoch-)Wasser machen ihn unpassierbar.

Diepholz – An sich ein schöner Weg. Entlang der Hunte verläuft er vom Bereich nördlich der Steinfelder Straße bis in den Süden der Stadt und ist auch eine Verbindung zum Schulzentrum. Doch für Fußgänger und Radfahrer kann der Weg in Höhe der früheren Bundesstraße oft ein Ende finden. Unter der Brücke Steinfelder Straße ist der Weg westlich (beziehungsweise links) der Hunte bei bestimmten Wetterlagen nicht passierbar.

Er steht oft unter Wasser, was auch Zentimeter dicken Schlamm hinterlässt. Die Stadt will das nun ändern und hat drei mögliche – sehr unterschiedliche – Lösungen zur Unter- beziehungsweise Überquerung der Steinfelder Straße geplant. Der städtische Ausschuss für Ordnung, Marktwesen, Straßen und Verkehr soll in seiner Sitzung am Donnerstag, 22. April, darüber beraten und eine Lösung aussuchen.

Variante eins ist mit geschätzten Baukosten von rund 56 000 Euro die günstigste. Sie sieht vor, dass zu beiden Seiten der Steinfelder Straße beziehungsweise Mollerstraße Rampen aufgeschüttet werden. Die Radfahrer und Fußgänger gelängen über sie hoch zur Fahrbahn, die sie mit Hilfe einer Mittelinsel überqueren könnten. An den Fahrbahnrändern wartende Radfahrer und Fußgänger würden durch Poller vor dem Autoverkehr geschützt. Ein Teil der Leitplanken müsste für diese Überquerungsmöglichkeit selbstverständlich entfernt werden.

Variante zwei: Stahl-Glaskonstruktion

Eine kleine städtische Attraktion – ähnlich wie die Huntebrücke für Fußgänger- und Radfahrer an der Thouarsstraße – würde die Variante zwei darstellen: Eine Stahl-Glaskonstruktion mit indirekter Beleuchtung würde „die städtische Optik aufwerten“, wie es in der Vorlage der Stadtverwaltung für die Ausschusssitzung heißt. Damit würden zudem „Nutzungskonflikte zwischen dem Rad- und Fußverkehr und dem Autoverkehr vermieden“. Nachteil dieser Variante sind die Kosten: Auf 205 000 Euro hat die Stadtverwaltung diese veranschlagt.

Für die neue Über- oder Unterquerung der Steinfelder Straße hat die Stadt drei Varianten erarbeitet.

Variante 3 ist eine Betonkonstruktion auf Höhe des jetzigen Weges unter der Straßenbrücke. „Wandähnliche Konstruktionen“ in diesem Bereich des Fließgewässers sollen die Unterführung und den ufernahen Boden auch nach Hochwasser vor Schlammrückständen schützen. Geschätzte Baukosten in diesem Fall inklusive einer Entwässerung des Weges: 168 000 Euro.

Für welche Variante sich die Diepholzer Kommunalpolitiker auch entscheiden: Sie müssten das Geld dafür im städtischen Haushalt 2022 bereitstellen.

Egal mit welcher Lösung: Wenn der Weg nicht so oft unter Wasser steht oder mit Schlamm bedeckt – also unpassierbar – ist, stärke das das Radwegenetz im Stadtgebiet und fördere damit gemäß Klimaschutzkonzept der Stadt Diepholz eine leistungsfähigere und sicherere Radwegeverbindung, so die Stadtverwaltung.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Was bei einem Kaiserschnitt auf Frauen zukommt

Was bei einem Kaiserschnitt auf Frauen zukommt

Meistgelesene Artikel

Corona-Impfaktionen im Kreis Diepholz: Acht Termine für alle ab 18 Jahren

Corona-Impfaktionen im Kreis Diepholz: Acht Termine für alle ab 18 Jahren

Corona-Impfaktionen im Kreis Diepholz: Acht Termine für alle ab 18 Jahren
Zwischen Palmen und Wolkenkratzern

Zwischen Palmen und Wolkenkratzern

Zwischen Palmen und Wolkenkratzern
Neue Bahnanbindung: Sulingen soll kein „weißer Fleck“ bleiben

Neue Bahnanbindung: Sulingen soll kein „weißer Fleck“ bleiben

Neue Bahnanbindung: Sulingen soll kein „weißer Fleck“ bleiben
„Tritte von allen Seiten“: Landwirte zeichnen düsteres Bild ihrer Branche

„Tritte von allen Seiten“: Landwirte zeichnen düsteres Bild ihrer Branche

„Tritte von allen Seiten“: Landwirte zeichnen düsteres Bild ihrer Branche

Kommentare