Dorfwettbewerb: Aschen will die Fahrkarte zum Bundesentscheid lösen

Neun Fachleute schauen wieder ganz genau hin

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Das schmucke Gebäudeensemble des Heimatmuseums: Mit solchen historischen Sahnestücken will Aschen punkten, aber auch die Zukunftsfähigkeit des Ortes steht beim Dorfwettbewerb steht auf dem Prüfstand.

Aschen - Von Sven Reckmann. „Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin!“ – Was sonst eher als Schlachtgesang in Fußballerkreisen auf dem Weg zum Pokalfinale in der Hauptstadt zählt, das wollen die Einwohner von Aschen demnächst auch allzu gern anstimmen. Beim Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ wollen sie sich für den nächsten Bundesentscheid qualifizieren, der eben in der Spreemetropole über die Bühne geht.

Der Diepholzer Ortsteil zählt bekanntlich zu den 18 Ortschaften in Niedersachsen, die im Finale des Landesentscheids stehen und sich nun Hoffnung machen können, auf Bundesebene dabei zu sein.

Dazu wird der Ort nochmals genau unter die Lupe genommen: In gut einem Monat, am Dienstag, 22. September, kommt die Bewertungskommission nach Aschen. Empfang der fachkundigen Besucher ist um 10 Uhr am Feuerwehrhaus.

„Wir haben es in diesem Wettbewerb soweit gebracht, jetzt wollen wir auch den letzten Schritt machen“, sagt Ortsvorsteher Wilhelm Paradiek mit Blick auf die nächste Wettbewerbsrunde. „Wir wollen nach Berlin.“

Das Organisationsteam, bei dem auch die Gruppe „Aschen aktiv“ mitwirkt, steckt schon voll in den Vorbereitungen. Die Erfahrungen aus den letzten Visiten werden ausgewertet, an Details wird noch gefeilt.

Der Ablauf orientiert sich eng an der jüngsten Bereisung im Juni. Nach dem Empfang der Kommission am Gerätehaus hatte die Kommission seinerzeit einen Blick auf Kindergarten, Sportplatz und Schulgelände geworfen und sich über das „Dorv“-Projekt („Dienstleistung und ortsnahe Rundumversorgung“) informiert, das ein Modellprojekt für ganz Niedersachsen werden könnte. Auch örtliche Vereine und Institutionen hatten die Gelegenheit, sich vorzustellen. Zum Abschluss ging es auf das Gelände des Heimatmuseums. Ein Teil der Jury-Mitglieder nahm mit einem Bus die Außenbereiche Aschens in Augenschein.

Bei der bevorstehenden Bereisung gibt es eine wesentliche Änderung, ergänzt Paradiek: So konzentriert sich nun jeder der neun Kommissionsmitglieder jeweils auf einen Bereich, beispielsweise Zukunftsfähigkeit, ökologische Ausrichtung, heimische Wirtschaft oder Kultur. Dazu erhalten sie feste Ansprechpartner aus dem Ort an die Seite.

Anke Wiechers, Roswitha Prinz-Schubert, Susanne Hoffmann, Werner Schneider, Hans-Joachim Zobirei, Dieter Tornow, Detlef Tänzer, Friedrich Winkelmann, Andre Schulz und Wilhelm Paradiek werden den Kommissionsmitgliedern bei ihrem Rundgang zu den verschiedenen Themenbereichen Rede und Antwort stehen.

Anders als noch beim Entscheid auf Kreisebene erhielten die Aschener in der jüngsten Runde vor einigen Wochen keine detaillierte Auswertung, beispielsweise in Form einer Punktetabelle. Was der Kommission aber gut gefallen hatte, das schimmerte aber schon in den Schlussworten vom Kommissionspräsidenten am 22. Juni durch. „Wichtig ist, dass die Bevölkerung mitzieht“, zieht Paradiek seine Haupterkenntnis aus den jüngsten Bereisungen. Es müsse klarwerden, dass sich das Dorf nicht nur auf diesen einen Bereisungstag konzentriere, sondern dass das ganze Jahr etwas los sei. Ein Blick in der prallgefüllten Veranstaltungskalender im Ort zeigt, dass sich Aschen da sicherlich nicht verstecken muss. „Nun gilt es für uns, der Kommission das rüberzubringen“, so Paradiek.

Wer am 22. September nicht ohnehin schon als Organisator oder Helfer unterwegs ist, der ist wieder eingeladen zum Frühstück mit Buchweizen-Pfannkuchen in der Koopschen Scheune.

Großes Lob hat der Ortsvorsteher für die Mitbewerber aus Ehrenburg parat, die Aschen gleich nach ihrem eigenen Ausscheiden beim Wettbewerb fair zum Weiterkommen gratuliert hatten. Diese Geste sei im Ort sehr gut angekommen, unterstreicht Paradiek.

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