Dorffest der Tellfreunde Schobrink / Andrea Zwiegel erringt Königstitel

Ein Tag für Jung und Alt

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Der Vorsitzende der Tellfreunde Schobrink, Heinz Schuster, mit der neuen „Tellerine“ Andrea Zwiegel (r.) und ihrer Vorgängerin Janine Paradiek.

Schobrink - Wilhelm Tell, der legendäre Schweizer Freiheitskämpfer, hätte seine helle Freude an seinen treffsicheren Nachfahren gehabt, die sich vor 15 Jahren zu den Tellfreunden Schobrink zusammenfanden und seitdem alljährlich mit der Armbrust den Tellkönig ermitteln. Zum vierten Mal gaben dabei die Amazonen den Herren der Schöpfung das Nachsehen. Das Rennen machte am Sonnabend nach zweimaligem Stechen Andrea Zwiegel, die Wilhelm Paradiek und Rita Sillmann auf die Plätze verwies und „Tellerine“ Janine Paradiek ablöste.

„Dieser Tag mit Euch hat uns wunderbar gefallen“, lobte Ober-Tell Heinz Schuster dieses harmonische Dorffest der Schobrinker in der Residenz von Janine Paradiek, die ein schönes Tell-Jahr hingelegt habe. Schuster erinnerte auch an die erlebnisreiche Fahrt ins Schaumburger Land.

Umsichtiger Schießleiter war am Sonnabend erneut Wolfgang Rietschel. Das Schießen der ehemaligen Tellkönige entschied Helmut Wüsthoff für sich. Beim Ordnen von Buchstaben hatten Renate Rietschel und Helmut Paradiek die beste Kombinationsgabe. Das gesuchte Lösungswort: „Der alte Deutsche“.

Der Nachmittag war mit einer Kaffeetafel eingeleitet worden. Danach standen Spiele und das Armbrust-Schießen auf dem Programm – und das alles bei strahlendem Sonnenschein. Mika Sudbrink war mit gerade einmal neun Monaten jüngster Teilnehmer. Die Altersriege wurde von der 88-jährigen Hertha Weghorst angeführt. „Das ist ein Fest für Jung und Alt“, betonte Schatzmeister Helmut Wüsthoff.

Nach der abendlichen Stärkung – es gab Leckeres vom Grill – klang der Tag mit der Proklamation aus. Dabei wurde auch das Schobrinker Lied nach der Melodie des Niedersachsenliedes angestimmt: „Es war vor ein paar Jahren bei ‘nem Bier und auch beim Wein, weil wir fröhliche Schobrinker waren, schufen wir den Tell-Verein…“.

Der Ursprung der Gemeinschaft reicht bis zur Jahrtausendwende zurück. Während einer Kohltour war damals angeregt worden, in Schobrink einen eigenen Schützenverein zu gründen. Viele Aschener glaubten – mit Blick auf den Terminkalender – zunächst an einen Aprilscherz. Dem war aber nicht so. Zum ersten Präsidenten wurde in der Gaststätte Paradiek Günther Nöthen gewählt. Erster Tellkönig war im Jahr 2000 Heiner Paradiek, der auch die Armbrust stiftete, mit der auf den legendären Apfel (in Form eines Holzbrettes) geschossen wird. Mitglieder des Schützenvereins Aschen blickten mit einigem Argwohn gen Schobrink und befürchteten gar eine Abkapselung des Ortsteils. „Daran war aber“, so Wilhelm Paradiek, „nie gedacht worden.“

Die Tellfreunde haben sich zum Ziel gesetzt, Geselligkeit und Nachbarschaft zu pflegen. Jeder, der im ehemaligen Postbezirk Schobrink wohnt, wird dort mit offenen Armen aufgenommen. Über weitere Mitstreiter – zurzeit sind es gut und gerne an die 70 – würde sich der Vorstand mit Heinz Schuster, Wilhelm Sillmann, Wilhelm Paradiek, Arnd Broszeit, Siegfried Lehmann, Wolfgang Rietschel und Helmut Wüsthoff freuen. Das nächste Dorffest der Tellfreunde wird von der neuen Tellkönigin Andrea Zwiegel ausgerichtet.

rdu

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