Entwurf für ist fertig

Dorfentwicklungsplan: Kein „Wunschzettel“, aber eine große Chance

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Die Neugestaltung des Schulhofes an der Grundschule Sankt Hülfe/Heede ist eines der wesentlichen Projekte im Entwurf des Dorfentwicklungsplans.

Diepholz - Von Sven Reckmann. Es ist etwas mehr als ein Jahr vergangen, seitdem die sogenannte „Dorfregion Aschen, Heede und Sankt Hülfe“ in das Dorfentwicklungsprogramm des Landes Niedersachsen aufgenommen wurde.

In Zwischenzeit ist einiges geschehen. Die Entscheidung war der Auftakt für zahlreiche Gespräche und Treffen auf örtlicher und überörtlicher Ebene, bei denen der Dorfentwicklungsplan in seinen Grundzügen diskutiert und nach und nach erarbeitet wurde. Mittlerweile ist der Entwurf des Plans fertig, der unter dem Leitbild „Gemeinsam! Traditionen wahren und die Zukunft gestalten“ steht.

Im städtischen Ausschuss für Stadtentwicklung, Planung und Umwelt stellte eine Vertreterin des begleitenden Planungsbüros „pro-t-in“ aus Lingen jetzt vor, was in den vergangenen Monaten ausgearbeitet worden war. „Es sind Skizzen“, stellte Hilke Wiest dabei mehrmals klar. Der Dorfentwicklungsplan sei kein „Wunschzettel, der nur abgegeben wird“, unterstrich die Planerin. Er sei vielmehr als eine Art „dynamisches Drehbuch“ zu verstehen.

Folgende Maßnahmen nannte die Planerin als „Start- und Leitprojekte“: In Aschen können sich die Teilnehmer vorstellen, die Ortsdurchfahrt mit Inseln an den Ortseingängen zu versehen und den Kreuzungsbereich mit der Ossenbecker Straße umzugestalten.

„Entschleunigung“ der Bremer Straße

Im Entwurf des Dorfentwicklungsplans enthalten ist auch ein Jugendtreffpunkt, möglicherweise in Form eines Containers. Ein außerdem angedachter Anbau am Feuerwehrhaus sei zwar nicht förderfähig, sagte die Planerin, aber die Umgestaltung der Flächen rund um das Feuerwehrhaus schon. Auch im Bereich der Aschener Friedhofskapelle sei eine Vergrößerung angedacht und eine Umgestaltung des Vorplatzes.

In Sankt Hülfe und Heede liegt das Augenmerk besonders darauf, den Bereich Schulhof/Sportplatz/Hort umzugestalten, neu zu „sortieren“. Stichworte sind hier die Verbesserung der Parkplatzsituation und die „Entschleunigung“ der Bremer Straße. Am Feuerwehrhaus Heede könnte ein Treffpunkt mit Sitzmöglichkeiten für die Dorfgemeinschaft und/oder für Radfahrer entstehen.

Auch der Radweg an der Heeder Dorfstraße, der in Höhe Einmündung des Kirchwegs bislang aufhört, könnte weitergeführt werden. Die Straße Büngenort in Sankt Hülfe soll, so die Pläne aus den Arbeitskreisen, mit Beleuchtung ausgestattet werden.

Dorfentwicklungsplan bietet die große Chance

Der Dorfentwicklungsplan bietet die große Chance, notwendige Maßnahmen sowohl im öffentlichen als auch im privaten Bereich durch die finanzielle Unterstützung schneller umsetzen zu können. Private Maßnahmen können sowohl von Privatpersonen als auch von örtlichen sowie regionalen Vereinen und Verbänden sowie den Kirchen eingereicht werden.

Bei einer Einwohnerversammlung am 21. Juni um 18.30 Uhr bei Milbe in Aschen wollen die Planer vorstellen, unter welchen Voraussetzungen Private vom Dorfentwicklungsprogramm profitieren können.

Wer sich für das Programm im Einzelnen interessiert, der kann Details auf der Website der Stadt Diepholz finden.

Gute Zusammenarbeit mit dem Planungsbüro

CDU-Ausschussmitglied Ralf Müller – zugleich Ortsvorsteher in Heede – lobte die gute Zusammenarbeit mit dem Planungsbüro. „Viele Bürger aus den Ortsteilen haben sich eingebracht, wir werden das weiter vorantreiben“, meinte er. Insgesamt hatten sich nach Angaben der Verwaltung mehr als 130 interessierte Bürgerinnen und Bürger an dem Prozess beteiligt. An der Online-Befragung für Kinder- und Jugendliche nahmen mehr als 100 Personen teil.

Mit großer Mehrheit empfahl der Ausschuss dem Rat, das Dorfentwicklungskonzept in der vorliegenden Fassung zu beschließen.

Allerdings: Die Umsetzung konkreter öffentlicher Projekte erfolgt erst nach entsprechender Beschlussfassung der politischen Gremien. Ziel ist es, dass bereits zum 15. September dieses Jahres für erste Projekte Förderanträge beim zuständigen Amt für regionale Landesentwicklung gestellt werden.

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