Proklamation krönt das Schützenfest

Dirk Landgraf regiert im Schützenreich Heeder Fladder

Präsident Hartmut Thölke (r.) war zufrieden mit dem Königsschießen. Im Heeder Fladder konnten wieder alle drei Königsthrone besetzt werden. Die neuen Regenten können auf die Unterstützung von Adjutanten und Ehrendamen bauen. Foto: Brauns-Bömermann

Heeder Fladder - Im weiten Schützenreich der Schießvereinigung Heeder Fladder kann eigentlich im neuen Regierungsjahr nichts schiefgehen: König Dirk Landgraf („Der Geradlinige“) und Frau Simone („Die Freundliche“) bestiegen am Samstagabend den Thron. Damit wechselte die Regentschaft von der weiblichen Hand wieder in eine männliche und sorgte für ausgleichende Gerechtigkeit.

Die Proklamation bildete den Höhepunkt des Schützenfestes, das am Freitag mit dem Abholen der Kinder- und Jugendkönigspaare begonnen hatte (wir berichteten). Zur Zeremonie hatten sich auch Gäste aus Diepholz, Aschen, Ossenbeck, Düversbruch, Hüde und Lembruch im Festzelt eingefunden, um die „News zu den Neuen“ nicht zu verpassen.

Doch Präsident Hartmut Thölke machte es in seiner Ansprache spannend: „Wie Ihr wisst, tragen unsere neuen Majestäten immer den Kranz ins Zelt. Ich sehe aber keinen für die Königswürde. Oder Ihr?“. Nach einer kurzen Pause des Luftholens ließ er dann die Katze aus dem Sack: Dirk Landgraf hatte „Gut Schuss“ gehabt. Seinen Hofstaat bilden Adjutanten und Ehrendamen im Viererpack: Sabine und Guido Weghöft, Tanja und Friedhelm Weghöft, Silke und Michael Wendt sowie Nicole und Thorsten Bockelmann. Vizekönigin ist Kerstin Pümmler-Förster.

Leichte Anspannung herrschte trotz erfolgreicher Regentschaft bei der scheidenden Schützenkönigin Andrea König, die sich mit wackerem Sprung in Dirty-Dancing-Manier in die Arme ihres Mannes Michael auf die Tanzfläche begab. Doch vorher gab es einen Rückblick auf ihre Regentschaft, die viele Anlässe zum Feiern bot. Da wurde offenbar kaum eine Gelegenheit ausgelassen.

Thölke kurz und prägnant: „Nach einem Vergleichsschießen klingelten die Damen einfach irgendwo und inspizierten die Keller nach guten Getränken. Das Ergebnis super, die Stimme am nächsten Tag weg“. Die Gastfreundschaft kannte keine Grenzen, wie der Präsident in Anspielung auf ein Zitat der Königin feststellte: „Wer noch Hunger hat, es ist noch ein Spiegelei da“. Nun, Spaß müsse sein und an Getränken und Essen habe es nie gemangelt.

Die scheidende Jugendkönigin Marielle Ripking galt als die Treue. Der Präsident erinnerte an einen Abwerbeversuch, dem die junge Regentin umgehend eine Absage erteilt habe: „Ich bin Heeder Fladder, gehöre dahin und es macht Spaß, dort dazu zugehören“. Was wolle man mehr? Am besten noch so ein Jahr, diesmal mit dem neuen Jugendkönig Adrian Brand und seiner Begleitung Jennifer Engemann. Sie haben sich Ehrendame Christine Funke und Adjutant Nico Liebermann an ihre Seite geholt. Den Titel des Vizekönigs hat Fabian Sandmann inne. Einen Regierungswechsel gab es auch bei den Jüngsten der Schießvereinigung. Hier ging die Regentschaft von Dawina Rusche zu Ende. Die Nachfolge trat Lea Bockelmann an. An ihrer Seite Prinz Collin Ripking sowie die Begleiter Swenja Ripking, Lea Weghöft, Zoe Weghöft und Finja Bockelmann.

Neben der Königswürde wurden beim Schützenfest diverse Pokale und Preise ausgeschossen. Den Kaiserpokal errang Thilo Gossler, Sturmpokal-Siegerin wurde Kerstin Pümmler-Förster. Beim Schießen um den Ratsherrenpokal setzte sich Herbert Heidemann durch. Im Glücksschießen hatten Andrea König und Thorsten Bockelmann ein gutes Händchen.

Den Fladderpokal holte sich die Mannschaft des Gastgebervereins, gefolgt von Maifeier Sankt Hülfe-Heede. Tagesbeste Schützen waren Andreas Meine (Herren), Karin Müller (Damen) und Daniel Huntemann (Jugend). 

sbb

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