Geschenk-Aktion für Bedürftige

Diepholzer Wunschbaum zu Weihnachten

Wunschbaum-Weihnachtsaktion für Diepholzer Bedürftige: Die Aktion im Famila-Markt präsentierten Marktleiter Sascha Görbitz sowie Bodo von Bodelschwingh, Leiter der „Diepholzer Platte plus“, und zwei der ehrenamtlichen Helferinnen dieser Einrichtung, Ursula Große Klönne und Franziska Preine (von links).
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Wunschbaum-Weihnachtsaktion für Diepholzer Bedürftige: Die Aktion im Famila-Markt präsentierten Marktleiter Sascha Görbitz sowie Bodo von Bodelschwingh, Leiter der „Diepholzer Platte plus“, und zwei der ehrenamtlichen Helferinnen dieser Einrichtung, Ursula Große Klönne und Franziska Preine (von links).

Diepholz – Eine 73-jährige Frau wünscht sich Bettwäsche. Drei Jungs – vier Jahre, drei Jahre und acht Monate alt – haben „Winterkleidung“ als Wunsch. Das sind nur zwei Beispiele. Insgesamt sind es etwa 60 bedürftige Menschen aus Diepholz, die eines eint: Sie hoffen, über die Aktion „Weihnachten unter dem Wunschbaum“ ein Geschenk zu bekommen, das es sonst für sie aus Geldmangel nicht geben würde.

Bodo von Bodelschwingh, Leiter der Lebensmittelausgabe „Diepholzer Platte plus“, hat die Nutzer dieser Einrichtung im Gemeindehaus von St. Michaelis angesprochen und ist bei etwa 60 auf freudige Resonanz gestoßen. Deren Wünsche hängen nun im Eingangsbereich des Diepholzer Famila-Marktes an einem Weihnachtsbaum, der vom dortigen Blumengeschäft geschmückt wurde.

Die Aktion läuft so: Wer einem der nachweislich bedürftigen Diepholzer verschiedenen Alters einen Weihnachtswunsch im Wert von maximal 30 Euro erfüllen möchte, nimmt die entsprechende Karte vom Baum ab.

Auf der Karte sind neben dem Wunsch das Alter und das Geschlecht vermerkt. Anhand der Nummer können Karte und Geschenk später von den Organisatoren zugeordnet werden. „Wo das Geschenk gekauft wird, ist egal“, betont Bodo von Bodelschwingh, der die Initiative gemeinsam mit dem Diepholzer Famila-Markt und dessen Leiter Sascha Görbitz ins Leben gerufen hat. „Natürlich wären Diepholzer Geschäfte für den Kauf am besten, es muss nicht Famila sein“, so die Initiatoren.

Diepholzer Platte plus

Seit 2007 versorgt die „Diepholzer Platte plus“, die Lebensmittelausgabe des Kirchenkreises Diepholz im Gemeindehaus St. Michaelis an der Lüderstraße, bedürftige Menschen mit Lebensmitteln. Ehrenamtliche Teams holen Waren bei Spendern ab. Die „Diepholzer Platte plus“ ist nicht im Dachverband „Tafel Deutschland“ organisiert und nennt sich deshalb nicht „Tafel“. Nicht zu verwechseln ist die „Platte plus“ mit der Diepholzer Platte: Hier kochen ehrenamtliche Helferinnen für Bedürftige, wenn es die Corona-Situation erlaubt. Die Nutzer der „Platte plus“ müssen ihre Bedürftigkeit durch Einkommensnachweise belegen. Mehr als 70 „Abholer“ sind registriert. Angehörige in deren Haushalten mitgerechnet, holen diese 70 bei der „Platte plus“ Lebensmittel für etwa 300 Menschen.

In dem im März eröffneten Famila-Markt am Groweg können die gekauften, weihnachtlich verpackten und mit dem jeweiligen Wunschzettel versehenen Geschenke abgegeben werden. Angenommen werden die Geschenke auch in der Diepholzer Jugendberufshilfe „RazzFazz“ an der Hinterstraße 10, die Bodo von Bodelschwingh ebenfalls leitet. Annahmeschluss ist der 16. Dezember. Am 21. Dezember werden die weihnachtlichen Pakete in der „Platte plus“ überreicht. Ob die Schenkenden ihren Namen im Paket hinterlassen oder lieber anonym bleiben, ist ihnen freigestellt.

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