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Diepholzer wollen helfen: Viele Aktionen für die Ukraine

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Von: Eberhard Jansen

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Sachspenden für die Ukraine nehmen Dieter Schramm und seine Partnerin Jennifer Hoge  in Heede entgegen.
Sachspenden für die Ukraine nehmen Dieter Schramm und seine Partnerin Jennifer Hoge noch bis Donnerstag an einer Halle des Betriebes Fangmeier an der Bremer Straße 75 in Heede entgegen. © Jansen

Diepholz – Viele Menschen in Diepholz und Umgebung wollen nicht tatenlos zusehen. Sie wollen den Menschen in der Ukraine helfen. Zahlreiche Aufrufe und Aktionen laufen in diesen Tagen, um Hilfsgüter zu sammeln und an die polnisch-ukrainische Grenze zu transportieren.

Zum Beispiel Dieter Schramm. Zusammen mit seiner Partnerin Jennifer Hoge, seinem Neffen Dennis Schult und mehreren Freunden organisiert der 50-Jährige privat eine Hilfsaktion. Heimische Firmen haben ihre Unterstützung auf unterschiedliche Weise zugesagt. Spenden wie Hygieneartikel, Babynahrung, Getränke, Tierfutter, haltbare Lebensmittel, Taschenlampen und Powerbanks sammelt Schramm in einer Halle an der Bremer Straße 75 in Heede, die ihm die Firma Fangmeier dafür zur Verfügung gestellt hat. „Kleidung wird nicht benötigt“, erklärt der Diepholzer. Kinder würden sich über Stofftiere freuen. Anderes Spielzeug sei derzeit weniger sinnvoll.

Abgabe in Heede

Angenommen werden die Spenden im Rahmen dieser Aktion heute und morgen zwischen 16 und 17 Uhr sowie am Donnerstag von 9 bis 18 Uhr. Am Freitag fahren Dieter Schramm und fünf weitere ehrenamtliche Helfer mit zwei Kleintransportern und einem 40-Tonner-Lkw nach Korczowa in Polen an der Grenze zur Ukraine – 1 240 Kilometer von Diepholz entfernt. Am Sonntag wollen sie wieder zurück sein. Kontakt zu Dieter Schramm kann man über WhatsApp/Tel. 0160/95879683 aufnehmen.

25 Hilfsangebote

Die Diepholzer Fördergemeinschafts-Marke „Grafenkind“ sammelt Hilfsangebote für die Ukraine. Unter der dafür eingerichteten E-Mailadresse hilfe@grafenkind.de können sich Menschen aus Diepholz und Umgebung melden, die beispielsweise eine Unterkunft für Geflüchtete haben, dolmetschen können oder Sachspenden bereitstellen wollen. Diese Angebote werden dann an die entsprechenden Stellen weitergeleitet. „Bislang haben wir über diesen Weg etwa 25 Hilfsangebote bekommen“, so Bianca von Döbern, die ehrenamtlich das Angebot betreut, das „Grafenkind“ am vergangenen Dienstag anlässlich der Solidaritätskundgebung auf dem Rathausmarkt organisiert hat.

Unterstützung durch die Feuerwehr

Ein weiteres Beispiel ist die Diepholzerin Agnieszka Kaudonek, die heute in Wagenfeld wohnt. Sie organisiert ebenfalls gemeinsam mit anderen eine Hilfsaktion für die Ukraine. Die Feuerwehr und Jugendfeuerwehr Diepholz, Holger Heberle, Marco Grewe und Christian Schnauss haben sich laut Kaudoneks Mitteilung für eine Spendenaktion zusammengetan. Dabei werden Spenden am Samstag, 12. März, von 9 bis 15 Uhr und am Montag, 14. März, von 15 bis 19 Uhr im Diepholzer Haus der Feuerwehr (Dr.-Klatte-Straße 2) entgegengenommen – und zwar nur folgende Artikel, da diese von den Menschen in der Ukraine besonders benötigt werden: Verbandskästen, Pflaster mit blutstillender Wirkung, blutstillende Medikamente, Wundgaze, Verbände, Nitril Handschuhe, Rettungsscheren, Schmerzmittel, Hustensaft für Kinder, Fieberzäpfchen, Fiebersaft, haltbare Lebensmittel in Dosen mit Öffnungs-Ring, Reis, Nudeln, löslicher Kaffee, Zuckersticks, Babynahrung, Knäckebrot Pumpernickel sowie Hygieneartikel wie Tampons, Binden, Feuchttücher, Flüssigseife, Rasiergel, Duschgel, Shampoo, Zahnpasta und außerdem Taschenlampen, Batterien, Telefone mit Ladegeräten und Powerbanks.

Agnieszka Kaudonek: „Die Spenden werden nach Polen zur Verladestation gebracht, von dort aus weiter in die Ukraine in der Nähe von Kiew.“ Das Transportfahrzeug dieser Aktion startet mit den gesammelten Spenden am Donnerstag, 17. März. Kontakt: E-Mail an Agnes.Kaudonek@gmx.net oder per persönlicher Nachricht über den Facebook-Account von Agnes Kaudonek.

Verbandskästen werden gesammelt

Unterdessen ruft „Grafenkind“, die Marke der Fördergemeinschaft Lebendiges Diepholz, dazu auf, dass Autofahrer ihre Verbandskästen überprüfen und abgelaufene ersetzen. Die aussortierten Kästen werden gesammelt und nach einer Überprüfung durch medizinisches Fachpersonal in die Ukraine gebracht. Die Verbandskästen können in Diepholz im Grafenkind-Büro an der Kolkstraße, bei Juwelier Ahrens, im Diepholzer Aral-Autohof und im Combi-Markt abgegeben werden. „Mit diesem Aufruf unterstützen wir eine größere private Aktion“, so Sebastian Fabick von Grafenkind.

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