Ulderup-Stiftung fördert für drei Jahre Einrichtung an der Moorstraße

Diepholzer „WerkStadt“ kann weitergehen

Freude über die Unterstützung der „WerkStadt“, in der nicht nur Fahrräder repariert werden, sondern auch mit Holz gearbeitet wird (von links): Maleen Glockzin von der Dr. Jürgen und Irmgard Ulderup-Stiftung, Marc Campbell und Quartiersmanager Carsten Tellbach (mit einem Insektenhotel, das in der Einrichtung entstanden ist).
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Freude über die Unterstützung der „WerkStadt“, in der nicht nur Fahrräder repariert werden, sondern auch mit Holz gearbeitet wird (von links): Maleen Glockzin von der Dr. Jürgen und Irmgard Ulderup-Stiftung, Marc Campbell und Quartiersmanager Carsten Tellbach (mit einem Insektenhotel, das in der Einrichtung entstanden ist).

Diepholz – Marc Campbell kann weitermachen. Der 44-Jährige kümmert sich um die „WerkStadt“ an der Moorstraße 10. Hier werden in Diepholz unter anderem Fahrräder repariert und es gibt kreative Kurse für Holzarbeiten im Ferienprogramm der Stadt. Eine wichtige Einrichtung in dem Quartier. Campbells öffentlich geförderter Arbeitsvertrag wäre Ende Oktober ausgelaufen. Nun ist die weitere Finanzierung gesichert.

Die Dr. Jürgen und Irmgard Ulderup-Stiftung hat für die nächsten drei Jahre ihre Unterstützung der „WerkStadt“ zugesagt. Insgesamt 9 500 Euro sollen gestaffelt fließen, sodass Marc Campbell weiter beschäftigt werden kann. Der öffentliche Förderungsanteil für seine Stelle kann nun verlängert werden.

Die Bezuschussung der „WerkStadt“ entspricht dem Zweck der Ulderup-Stiftung, erläuterte Mitarbeiterin Maleen Glockzin am Dienstag bei einem Treffen im Quartiersbüro (Stadtteilhaus). Eines der Stiftungsziele ist die Förderung von Nachwuchs in technischen Berufen, um Fachkräftemangel entgegenzuwirken. In der „WerkStadt“ können Kinder und Jugendliche erste Erfahrungen mit Metall- und Holztechnik machen. Ein ähnliches Ziel verfolgt die Wissenswerkstatt an der Bahnhofstraße in Diepholz, die ebenfalls von der Diepholzer Ulderup-Stiftung gefördert wird. „Doch viele Kinder und Jugendliche aus dem Quartier trauen sich nicht dorthin“, sagt Quartiersmanager Carsten Tellbach. Maleen Glockzin kann sich eine praktische Zusammenarbeit der beiden Einrichtungen vorstellen.

Seit 2017

Die „WerkStadt“ besteht seit 2017. Die Idee dazu hatte es schon lange im Quartiersbüro und unter den Bewohnern des Quartiers gegeben. Das Problem: Fehlende Räume und die Finanzierung. Als 2017 das Gebäude Moorstraße 10 frei wurde, griff man diese Idee wieder auf. Die Verwaltung der Stadt Diepholz stand dem offen gegenüber. Das Quartiersbüro konnte für das Projekt – neben der Stadt Diepholz – weitere Kooperationspartner gewinnen: Agenda 21 Bürgerstiftung, Stadtteilladen, Bildungswerk Niedersächsischer Volkshochschulen/ BNVHS (jetzt DAA), Freiwilligenagentur und die Diepholzer Wissenswerkstatt.

„WerkStadt“

Die Nutzung der „WerkStadt“ an der Moorstraße 10 in Diepholz steht allen Menschen offen. Die Einrichtung ist montags bis donnerstags von 10 bis 16 Uhr und nach Absprache geöffnet. Die Nutzung ist kostenlos, Material ist selbst zu zahlen. Nähere Infos bei Quartiersmanager Carsten Tellbach, Tel. 05441/909240.

Im August 2017 beschloss die Stadt, das Gebäude Moorstraße 10, in dem früher ein kleines Geschäft war, anzumieten. Auch die Nebenkosten trägt die Stadt. Das Quartiersbüro stellte über den Verein Stadtteilladen einen Finanzierungsantrag auf Landesmittel bei der Landesarbeitsgemeinschaft Soziale Brennpunkte Niedersachsen. Der Antrag wurde bewilligt und für die Einrichtung der „WerkStadt“ standen somit 4 081 Euro Landesmittel und 200 Euro Eigenmittel zur Verfügung.

Die „WerkStadt“ wurde im Dezember 2017 offiziell durch den damaligen Bürgermeister Dr. Thomas Schulze eröffnet. Schulze ist heute Vorstandsvorsitzender der Dr. Jürgen und Irmgard Ulderup-Stiftung.

Hilfe zur Selbsthilfe

Das Motto der „WerkStadt“ heißt laut Carsten Tellbach: „Hilfe zur Selbsthilfe, wir machen mit euch, nicht für euch“. Das bedeute, dass zum Beispiel defekte Fahrräder grundsätzlich nicht einfach abgegeben werden, um dann später repariert abgeholt zu werden. „Sondern die Besucher erhalten vielmehr die notwendige Unterstützung und Anleitung, diese Reparaturen selbstständig durchzuführen“, erklärt der Quartiersmanager. Vor der Corona-Pandemie gab es laut Tellbach etwa 200 Nutzer pro Monat. Derzeit seien es aufgrund der Einschränkungen etwa 80 bis 100.

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