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Diepholzer Stadtfest wieder in der Innenstadt

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Von: Eberhard Jansen

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Das Diepholzer Stadtfest 2006 war das bislang letzte, das die Fördergemeinschaft in der Innenstadt veranstaltete – hier Publikum vor der Bühne am alten Rathaus.
Das Diepholzer Stadtfest 2006 war das bislang letzte, das die Fördergemeinschaft in der Innenstadt veranstaltete – hier Publikum vor der Bühne am alten Rathaus. © Dümer, Michael H.

Diepholz – Das letzte Diepholzer Stadtfest war 2018 ein Streetfood-Festival auf dem Marktplatz und eine Katastrophe. In den Jahren davor wurde es – recht erfolgreich – alle zwei Jahre auf der Schlossinsel und einmal im Müntepark gefeiert. In diesem Jahr kehrt diese Veranstaltung der Fördergemeinschaft Lebendiges Diepholz zu ihren Wurzeln zurück – nämlich in die Innenstadt. Vom 8. bis 10. Juli soll es schwerpunktmäßig auf dem Rathausmarkt gefeiert werden.

„Dort wird die große Bühne aufgebaut“, kündigte Torben Kohring, seit 1. Februar Geschäftsführer der Fördergemeinschaft, am Freitag im Gespräch mit unserer Zeitung an. Eine zweite, kleinere Stadtfest-Bühne werde nach jetzigen Planungen vor dem OLB-Gebäude in der Fußgängerzone stehen.

Bühne auf dem Rathausmarkt

2006 hatte das letzte Stadtfest in der Innenstadt stattgefunden. Eine Neuauflage an diesem Ort hatte die größtenteils ehrenamtlich aktive Fördergemeinschaft schon für 2020 geplant. Doch die Corona-Pandemie machte einen Strich durch diese Rechnung. Für dieses Jahr ist Torben Kohring angesichts des für März angekündigten Endes der meisten der Corona-Beschränkungen optimistisch, dass alle Veranstaltungen der Fördergemeinschaft in Diepholz stattfinden können. Und das sind recht viele.

Im städtischen Ausschuss für Finanzen und Wirtschaft berichtete Kohring von zurückliegenden und kommenden Aktivitäten der Fördergemeinschaft beziehungsweise deren Marke „Grafenkind“.

So soll in diesem Jahr die Veranstaltungsreihe „Grafenkiste“ mit Livemusik in der Fußgängerzone ausgeweitet werden. 2021 hatte es an fünf Abenden die „Grafenkiste“ mit vorwiegend heimischen Bands und Künstlern auf einer kleinen Bühne gegeben – gefördert durch die Diepholzer Gesellschaft für Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing.

„Grafenkiste“ auch in Aschen

„Unser Ziel ist, nicht nur die Innenstadt zu bespielen, sondern mit der ,Grafenkiste’ auch an andere Orte zu gehen“, sagte Torben Kohring. Er nannte Aschen und die Moorstraße als Beispiele.

Mit Unterstützung durch die Stadt mit Geld aus dem Sofortprogramm „Perspektive Innenstadt“ soll am 19. Mai und 16. Juni sowie am 28. Juli (jeweils ein Donnerstag) „Grafenkiste XXL“ mit größerem Programm stattfinden.

Veranstaltungen in Diepholz 2022

Die Fördergemeinschaft Lebendiges Diepholz mit ihrer Marke „Grafenkind“ hat für das Jahr 2022 folgende Veranstaltungen geplant: Sonntag, 24. April: Beteiligung am Frühjahrsmarkt (Marktplatz) durch einen verkaufsoffenen Sonntag. Donnerstag, 19. Mai: „Grafenkiste XXL“ (Livemusik in der Innenstadt). Freitag, 3. Juni: „Grafenkiste“. 30. Mai bis 4. Juni: Diepholzer Schnäppchentage. Samstag, 4. Juni: digitaler Schnäppchentag. Donnerstag, 16. Juni: „Grafenkiste XXL“. 27. Juni bis 3. Juli: Kunst in der City. Freitag, 1. Juli: „Grafenkiste“. 8. bis 10. Juli: Stadtfest in der Innenstadt. Freitag, 15. Juli: „Grafenkiste“. Donnerstag, 28. Juli: „Grafenkiste XXL“. Freitag, 12. August: „Grafenkiste“. Donnerstag, 25. August: „Grafenkiste XXL“. 16. Oktober: Grafensonntag. Sonntag, 6. November: Gänsetag. 1. bis 3. Dezember: Weihnachtsmarkt.

Die Werbung für den Stadtgutschein „Heimvorteil“ wolle die Fördergemeinschaft in diesem Jahr ausbauen, erklärte der Geschäftsführer bei der Sitzung des Ausschusses am Donnerstagnachmittag im Rathaus. Es können Gutscheine für Diepholzer Geschäfte und Einrichtungen in individueller Höhe erworben werden. Kohring gab zu, dass es bei der Akzeptanz noch Lücken gebe: „Gerade im Gastrobereich.“ Eine weitere Schwierigkeit: „Diepholz ist nicht besonders digital, was den Einzelhandel angeht.“ Es sei sehr schwierig, dort digital Dinge einzuführen, wenn das Maximum ein EC-Lesegerät sei. Die Abrechnung von eingelösten „Heimvorteil“-Gutscheinen läuft digital ab.

Leerstände

Auch zum Thema Leerstände äußerte sich Torben Kohring: „Wir haben mit der Stadtverwaltung abgesprochen, dass wir Leerstandsaktionen machen wollen, die auch transportabel sind.“ Dabei soll es nicht nur darum gehen, Schaufenster zu bekleben, sondern die Läden drinnen lebendig zu machen. Das könne man sich zur Stadtgeschichte oder verschiedenen Themen vorstellen. Man solle dadurch Lust bekommen, in den Ladenlokalen zu verweilen.

Zudem will „Grafenkind“ („Das ist die Fördergemeinschaft“) eine mediale Kampagne erarbeiten, die die Vorzüge von Diepholz als Wohnort darstellen soll – für Arbeitnehmer wie für junge Familien.

Ehrenamtliche gesucht

Für die Zukunft will sich die Fördergemeinschaft als Verein für alle aufstellen, die Interesse an Aktionen für Diepholz haben. Kohring: „Wir sind auf Ehrenamtler angewiesen.“ Derzeit gebe es etwa 10 bis 15, die mitarbeiten – auch bei der Organisation des Stadtfestes.

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