Mit 83 hört Horst Gratz auf

Diepholzer seit 1960er Jahren in vielen Funktionen

Horst Gratz.
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Horst Gratz.

Diepholz/Sankt Hülfe – Sein Leben lang hat sich Horst Gratz ehrenamtlich engagiert, hat in politischen und beruflichen Organisationen ebenso Verantwortung übernommen wie in Vereinen. Jetzt ist er 83. Diese Jahre sieht man ihm nicht an, doch der Diepholzer möchte nun in seinem Engagement kürzer treten und nur noch seine Erfahrung im Hintergrund einbringen, falls es gewünscht ist.

Sein letztes Amt gibt Horst Gratz am Samstag auf: Zum letzten Mal leitet er als Vorsitzender die Versammlung des TuS Sankt Hülfe-Heede ab 18 Uhr im Vereinsheim.

Zwölf Jahre war er in diesem 550 Mitglieder starken Turn- und Sportverein (TuS) mit Fußball- und Turnsparte Vorsitzender und ist froh, dass für seine Nachfolge ein Kandidat bereit steht: Rainer Weghöft.

Horst Gratz wurde in Diepholz geboren, wuchs in Wagenfeld auf und kam 1962 nach Diepholz zurück. Sein erstes ehrenamtliches Engagement war die Gründung der Jungen Union im Kreis Diepholz in den 60er Jahren. In den 1970ern war er im Vorstand des Reit- und Fahrvereins Sankt Hülfe.

Als Kfz-Verbandspräsident Vorträge in China gehalten

Beruflich war Horst Gratz selbstständig, führte ein Opel-Autohaus in Diepholz. Im Kraftfahrzeug-Gewerbe engagierte er sich auch ehrenamtlich. Der heute 83-Jährige war 21 Jahre lang Obermeister der Kfz-Innung Hannover, dann 16 Jahre stellvertretender Obermeister der Landesinnung und gleichzeitig Präsident des Kfz-Verbandes Niedersachsen. Im Jahr 2007 hielt Gratz in dieser Funktion Vorträge in China: „In Peking und Schanghai erklärte ich die Duale Ausbildung.“ In Schanghai sei danach in der Ausbildung von Kraftfahrzeugmechanikern die Gesellenprüfung eingeführt worden. Auf das Deutsche, duale Ausbildungssystem – Lehre in Betrieb und Berufsschule – haben die Chinesen aber nicht umgestellt.

Seit zwölf Jahren Vorsitzender des TuS Sankt Hülfe-Heede

2009 wurde Horst Gratz Vorsitzender des TuS Sankt Hülfe-Heede, übernahm auch Platzwartfunktionen, kümmerte sich um den Vereinsheim-Betrieb und die Buchhaltung. In seine Zeit fielen der Bau des Heims und die Installation der Dränage auf dem Sankt Hülfer Sportplatz. Horst Gratz: „385  000 Euro hat der TuS in den zwölf Jahren investiert.“ Das konnte der Verein nicht allein bewältigen. 195 000 Euro steuerte die Stadt Diepholz an Zuschüssen bei, 40 000 Euro waren Spenden und Geld vom Kreissportbund.

Am 26. September hätte der TuS Sankt Hülfe-Heede sein 100-jähriges Bestehen feiern können. Doch das musste wegen der Coronapandemie ausfallen. Die Feier wird möglicherweise 2022 nachgeholt. Horst Gratz wird bei der Organisation sicherlich gern mithelfen, wenn er gefragt wird.

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