Neue stellvertretende Bürgermeister

Diepholzer Rat nun arbeitsfähig

Nach der konstituierenden Ratssitzung: Bürgermeister Florian Marré mit seinen gewählten Stellvertretern Wilhelm Paradiek, Lars Mester und Mark Kürble (v.l.).
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Nach der konstituierenden Ratssitzung: Bürgermeister Florian Marré mit seinen gewählten Stellvertretern Wilhelm Paradiek, Lars Mester und Mark Kürble (v.l.).

Diepholz – Der für die nächsten fünf Jahre von den Bürgern neu gewählte Rat der Stadt Diepholz ist nun arbeitsfähig. In seiner konstituierenden Sitzung am Mittwochabend bildeten die 31 gewählten Mitglieder und Bürgermeister Florian Marré, der Kraft Amtes einen Sitz hat, Ausschüsse und wählten, beziehungsweise bestimmten Funktionsträger. Die knapp dreistündige Sitzung in „Ostertags Residenz“ war von Sachlichkeit und dem mehrfach bekundeten Willen zur konstruktiven Zusammenarbeit geprägt.

„Lassen Sie uns intensiv über den richtigen Weg für unser Diepholz diskutieren. Respektieren wir unsere gegenteiligen Meinungen und Ansichten“, hatte Bürgermeister Florian Marré eingangs an die Ratsmitglieder appelliert. Dann verpflichtete er sie förmlich – angesichts der Corona-Hygienemaßnahmen jeweils mit einem „kraftvollen Kopfnicken“ statt des üblichen Handschlages. „Uns eint ein gemeinsames Ziel: Wir kämpfen für ein lebenswertes, liebenswertes und zukunftsfestes Diepholz“, sagte Marré.

Mehrheit: CDU und FDP

Die Mehrheit im Diepholzer Rat hat die von CDU und FDP gebildete Gruppe mit insgesamt 16 Sitzen. Die SPD (neun Sitze) und Bündnis 90/Die Grünen (vier Sitze) bilden Fraktionen. Die Linke und die AfD stellen jeweils ein Ratsmitlied.

Ausschüsse gebildet

Im Vorfeld hatten sich Gruppe und Fraktionen offenbar auf die Verteilung vieler Funktion geeinigt. Bei den stellvertretenden Bürgermeistern hatte es aber wohl keine Einigung gegeben. Die SPD beantragte geheime Wahl und kündigte im Gespräch mit unserer Zeitung an, sich zu enthalten. Stellvertretende Bürgermeister wurden die CDU-Ratsherren Wilhelm Paradiek (19 Stimmen) und Mark Kürble (18 Stimmen) sowie der FDP-Ratsherr Lars Mester (17 Stimmen). Sie haben vorwiegend repräsentative Aufgaben zum Beispiel bei Veranstaltungen und Ehejubiläen. In seiner Funktion als Chef der Stadtverwaltung wird Florian Marré durch Fachdienstleiter Michael Klumpe vertreten, der „Allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters“ ist.

Zu Ortsvorstehern wurden erneut Wilhelm Paradiek (Aschen), Ralf Müller (Heede) und Heinfried Sudmann (Sankt Hülfe) – alle CDU – bestimmt.

Drei Ortsvorsteher

Als Ratsvorsitzende wurde Jolanta Malan (CDU) mit 30 Stimmen wiedergewählt. Ihre Stellvertreter sind Sonja Syrnik (SPD) und Heinrich Buck (FDP).

Als sogenannte „beigeordnete“ Mitglieder im wichtigen und von sechs auf acht Mitglieder erweiterten Verwaltungsausschuss (Hauptausschuss) sind Mark Kürble, Wilhelm Paradiek, Lars Mester, Marcel Scharrelmann, Heinfried Sudmann, Ingo Estermann, Sonja Syrnik und Bettina Kuhlmann.

Die konstituierende Ratssitzung hatte zunächst Marta Sickinger (SPD) als Altersvorsitzende geleitet.

Vier Fachausschüsse

Der Rat der Stadt Diepholz hat für die neue Wahlperiode vier statt wie bisher fünf Fachausschüsse gebildet:

- Ausschuss für Finanzen und Wirtschaft (neun Ratsmitglieder, vier beratende Mitglieder).

- Ausschuss für Bildung und Jugend (neun Ratsmitglieder plus Vertreter von Lehrern, Eltern sowie Jugendrat und Verbänden der freien Wohlfahrtsverbände).

- Ausschuss für Ordnung, Markt, Soziales, Sport, Kultur (neun Ratsmitglieder, neun beratende Mitglieder, ein Vertreter des Senioren- und Behindertenbeirates).

- Ausschuss für Stadtentwicklung, Klima und Mobilität (elf Ratsmitglieder, vier beratende Mitglieder).

In den Ausschüssen mit neun Sitzen gibt es folgende Verteilung: CDU/FDP-Gruppe fünf Sitze, SPD drei Sitze, Grüne ein Sitz.

SPD-Sprecher Manfred Albers kritisierte im Verlauf der Sitzung die Reduzierung der Ausschüsse von fünf auf vier durch die Ratsmehrheit. Dadurch waren für seine Fraktion nur 14 statt bisher 18 Sitze zu verteilen. Die Themenbereiche der Ausschüsse wurden gleichzeitig verändert. Albers kündigte aber für die SPD an, sich weiter konstruktiv einzubringen: „Wir sind nicht sauer oder so!“

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