Frank Kempin ist Kontaktbeamter

Diepholzer Polizist mit dem Fahrrad nah am Bürger

Meist mit dem Fahrrad unterwegs: Frank Kempin ist Kontaktbereichsbeamter der Polizei Diepholz.
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Meist mit dem Fahrrad unterwegs: Frank Kempin ist Kontaktbereichsbeamter der Polizei Diepholz.

Diepholz – Derzeit nutzt er noch sein privates Fahrrad, mit dem er schon viele lange Reisen unternommen hat. Doch demnächst bekommt Frank Kempin ein Dienstrad. Auch damit wird der 53-Jährige viel in Diepholz und Umgebung unterwegs sein. Er ist „Kontaktbereichsbeamter“ der Polizei Diepholz und damit besonders nah am Bürger.

Während seine Kollegen im normalen Streifendienst meist das Auto nutzen und größere Bereiche abdecken, fährt Kempin mit dem Rad oder geht zu Fuß und lässt sich zu unterschiedlichen Zeiten blicken: „Ich kann mir meinen Dienst frei einteilen.“ Ob er innerhalb seiner 40-Stunden-Woche tagsüber, abends oder nachts unterwegs ist, bleibt ihm überlassen. Er wechselt das ab.

Kempin kann auch selbst entscheiden, wo er auftaucht und nach dem Rechten sieht und für Bürger ein Ansprechpartner ist. „Präsenz zeigen, Kontakte knüpfen und pflegen“ gehört zu seinen Hauptaufgaben.

Schon Drogengeschäfte aufgedeckt

Mit seinen vor Ort gesammelten Erkenntnissen kann er auch dem polizeilichen Ermittlungsdienst helfen. So hat er durch abendliche Beobachtungen schon Drogengeschäfte in Diepholz aufgedeckt: „Ich bin Auge und Ohr für die Kollegen.“

Ein Schwerpunkt sind Ordnungswidrigkeiten. So spricht Kempin oft Fahrradfahrer an, die tagsüber durch die Diepholzer Fußgängerzone fahren. Das ist erst ab 20 Uhr erlaubt.

Nicht nur beim Ansprechen der Radfahrer ist Fingerspitzengefühl gefragt. Frank Kempin setzt darauf, Verständnis zu wecken: „Ich möchte der gute Polizist sein – das heißt aber nicht, dass ich böse nicht kann“, sagt der Beamte. Wenn er sich bei der Ansprache nicht ernst genommen fühlt, zieht er Konsequenzen – und das kann für Betroffene unangenehm werden. Wer beispielsweise seiner Weisung nicht folgt, das Fahrrad in der Fußgängerzone tagsüber zu schieben, muss gegebenenfalls 100 Euro Strafe zahlen.

Viele Jahre Erfahrung als Polizeibeamter

Aber Kempin versucht, es selten so weit kommen zu lassen. Als Polizeibeamter hat er jahrelange Erfahrung im Umgang mit Menschen. Und er kennt die Region. Der 53-Jährige wuchs in Cornau auf und wohnt mit seiner Familie seit etwa zehn Jahren in Diepholz. Nachdem Frank Kempin 1984 zur Polizei gegangen war, hatte er berufliche Stationen unter anderem in Syke, Barnstorf und Diepholz.

Zum Einsatzgebiet der neu geschaffenen Stelle als Kontaktbereichsbeamter gehört nicht nur die Stadt Diepholz. Kempin fährt auch mal mit dem Zug nach Barnstorf oder Lemförde, um dort mit dem Rad auf Streife zu sein.

30 bis 40 Kilometer pro Schicht

In Diepholz fährt er während eines Dienstes etwa 30 bis 40 Kilometer und steuert unter anderem regelmäßig die Fußgängerzone, den Müntepark, Schulen und den Bereich Moorstraße an. Für Gespräche insbesondere in Problembezirken hat Frank Kempin Kenntnisse als „interkultureller Kontaktbeamter“.

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