Diepholzer Ortsteil bekommt „Anerkennung für besondere Leistungen“

Dorfwettbewerb: Aschen nicht zum Bundesentscheid

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Drei solcher Begrüßungstafeln sollen in Aschen aufgstellt werden. Die genaue Gestaltung wird noch diskutiert.

Aschen - Von Eberhard Jansen. Es hat nicht geklappt: Aschen gehört nicht zu den drei Orten, die in Berlin beim Bundeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ antreten dürfen. Von den 18 Dörfern, die beim 25. Landeswettbewerb in die Endrunde kamen, setzten sich Böddenstedt,Dudensen und Vrees durch. Aschen bekommt aber eine „Anerkennung für besondere Leistungen“.

Damit werden die gelebte Dorfgemeinschaft AschenAktiv, das Nahversorgungs-Projekt DORV sowie die Anstrengungen zur Erhaltung und Entwicklung der Moorbereiche ausgezeichnet.

Die Sieger kommen aus dem Landkreis Uelzen, der Region Hannover sowie dem Landkreis Emsland, teilte Landwirtschaftsminister Christian Meyer mit. Die drei Dörfer Böddenstedt, Dudensen und Vrees wurden von der Landesbewertungskommission für den Bundeswettbewerb 2016 nominiert. „In allen 18 Dörfern der Endrunde haben wir ein herausragendes Engagement der Menschen festgestellt. Sie haben besonders eindrucksvolle Ideen umgesetzt und zukunftsträchtige Perspektiven für ihre Orte entwickelt“, so Minister Meyer laut einer Pressemitteilung.

Die Jury unter Leitung des Landwirtschaftsministeriums hat an sechs Tagen 18 Dörfer in Niedersachsen bereist und bewertet. Die Teilnehmer an der Endausscheidung waren zuvor über Kreis- und Regionalwettbewerbe ausgewählt worden. Mit 221 Dörfern war die Teilnehmerzahl bei den Landkreiswettbewerben im Vergleich zum vorherigen Wettbewerb stabil geblieben, 55 Orte hatten schließlich am Vorentscheid des Landeswettbewerbes teilgenommen.

Die Bewertungskommission habe in den besuchten Dörfern durchweg eine große Aufbruchstimmung feststellen können, heißt es in der Pressemitteilung. Bei ganz unterschiedlichen Ausgangssituationen zeigten die Akteure in allen Dörfern, wie kreativ und ideenreich sie die Zukunft ihres Wohn- und Arbeitsumfeldes mitgestalten. Minister Meyer: „In allen Dörfern erfolgt die Arbeit auf der Grundlage breiter Bürgerbeteiligung und der Einbindung der zahlreichen Vereine und Verbände mit viel bürgerschaftlichem Engagement. Darin liegt der eigentliche Gewinn für alle Dörfer.“

Der Aschener Ortsvorsteher Wilhelm Paradiek zeigte sich gestern etwas enttäuscht darüber, dass Aschen bei seinem Erntedankfest am morgigen Sonntag nicht auch die Teilnahme am Bundesentscheid feiern kann. „Wir haben uns gut präsentiert“, dankt er den beteiligten Bürgern, Vereinen und Verbänden des Ortes für ihr großes Engagement (wir berichteten).

Nun wolle sich Aschen wieder den Projekten zuwenden, die durch den Wettbewerb hintenangestellt worden waren. Neben DORV („Dienstleistung und Ortsnahe Rundum Versorgung“) wird nun das Projekt „Ortseingangstafeln“ in Angriff genommen. Ein Prototyp einer solchen Metalltafel steht im Heimatmuseum und wird morgen beim Erntedankfest den Besuchern präsentiert. Es soll eine Diskussionsgrundlage für eine mögliche Gestaltung sein. Wie die drei Eingangstafeln später genau aussehen – insbesondere die Schrift –, will die Dorfgemeinschaft noch beraten.

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