Diepholzer Oktoberfest erstmals auf dem Gelände des Ritterguts Falkenhardt

Keine Spur von norddeutscher Kühle

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Gruß vom Oktoberfest: Manches „fesche Madl“ stahlt den Männern die Schau.

Falkenhardt - Drittes Oktoberfest in Diepholz: Die Stimmungswogen schwappten von der Isar bis an die Hunte. Genauer: Bis zum Rittergut Falkenhardt. Und sie erreichten ungeahnte Höhen.

„Das schreit nach mehr!“ war Aschens Ortsvorsteher Wilhelm Paradiek schunkelnderweise hin- und hergerissen. „Das ist Bayern in Diepholz. Dieses Ambiente – ist das nicht zauberhaft?! Spitzenmäßig,“ kriegte sich auch der stellvertretende Bürgermeister der Stadt Diepholz, Hans-Werner Schwarz, ein paar Tage zuvor noch beim „richtigen“ Oktoberfest in München, vor Begeisterung kaum noch ein.

Zwei von vielen positiven Stimmen von Besuchern, die zum Diepholzer Oktoberfest gekommen waren. Dieses Spektakel fand zum ersten Mal auf dem Gelände des historischen Ritterguts Falkenhardt an der Bundesstraße 69 statt und ging dort ebenso stimmungsvoll wie harmonisch über die Bühne.

Und dann erst die „feschen Madln“, die sich nach allen Regeln der Kunst aufgebrezelt hatten und den Männern die Schau stahlen. Woher kamen nur die vielen ausgesprochen dekorativen Dirndl? „Ein Gedicht,“ befand Klaus aus Diepholz. Er konstatierte aber auch beim Blick in die Runde, dass bei dem Oktoberfest das vermeintlich schwächere Geschlecht ganz klar die Übermacht hatte. Sein besorgter Kurz-Kommentar: „Bald haben wir wohl nichts mehr zu melden.“

Zur Ehrenrettung der „Buam“ muss aber festgehalten werden, dass auch die Herren der Schöpfung stark vertreten und größtenteils in druck- und knallfesten Krachledernen – also Lederhosen – und kariert daher gekommen waren.

Selbst die Rauhaardackel „Rosa“ und „Jake“ von Karin und Mike Möller trugen das zum Anlass passende Halstuch und freuten sich über viele Streicheleinheiten.

Wer einen Sitzplatz in der großen (Event-)Scheune des Ritterguts haben wollte, hatte gut daran getan, sich einen solchen beizeiten zu reservieren. Die 300 Plätze waren nämlich ratz-fatz vergeben. Für nicht einmal 20 Euro gab es bei einer Reservierung einen Bayern-Spezialitäten-Teller, eine zünftige halbe Maß, eine hochprozentige „Willi Birne“ und die klassische Brezen.

Oktoberfest auf Rittergut Falkenhardt

Für Wiesn-Stimmung sorgten DJ Onkel David und die Lohner Stadtkapelle unter der Leitung von Dieter Schlüwe. Auch er und seine Truppe hatten die herkömmliche Uniform gegen den Oktoberfest-Look getauscht. Schick sans aus! Mit Party-Krachern und Wiesn-Hits wie „Ich bin der Anton aus Tirol“, „Life ist life!“, „Atemlos“, „Sieben Fässer Wein“, „D‘schickeria“ und natürlich „I sing a Liad für di...“ von Volks-Rock’n -Roller Andreas Gabalier brachten sie die Stimmung schnell auf den Siedepunkt.

Natürlich hatten sich auch der neue Besitzer des Ritterguts, Hans-Egon Fangmeier, und seine Frau Alina unters Volk gemischt. Auch sie waren erstaunt, dass so viele Menschen gekommen waren und wie ausgelassen die feierten – keine Spur von der norddeutschen Zurückhaltung.

Zum Gelingen des Oktoberfestes trug sicher auch das schöne Wetter bei. Schlechte Laune war ja beim Passieren des großen Eingangstors unter den beiden mächtigen Türmen schon an der Kasse abgegeben worden.

Einen wahrlich schweißtreibenden Job hatten beim Diepholzer Oktoberfest auch Martin Stybalkowski und sein Team. Sie kümmerten sich um die Bewirtung und sorgten dafür, dass weder Durst noch Hunger aufkamen.

Auf das Oktoberfest 2015 in Falkenhardt „Ein Prosit der Gemütlichkeit!“ Vielleicht auch auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr?

rdu

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